Category: Travel

  • Gewusst wo

    Nun sind die halben Ferien durch und die andere andere Hälfte folgt sogleich.

    Einen schönen Strand will ich hier in Playa noch finden. Dazu will ich ganz in den Norden wo die Hotels aufhören. Direkt dem Strand entlang komme ich nicht weiter, da das Ufer teilweise komplett weg gespühlt ist. Ein Blick auf die Karte zeigt mir eine Strasse zu meinem Strand.
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    Der Holerweg füht tatsächlich zum unbebauten Strand. Allzu weit ist er jedoch nicht unbebaut, auch hier haben sich All Inclusive Clubs eingeschlichen. Vorbei an einer kleinen Cenote, wo Mexikaner und Möwen vergnügt baden, finde den letzten fast unverbauten Teil bevor mehr Clubs kommen. Die Bauruinen hier waren schon vor 7 Jahren da, als ich das letzte Mal hier war.
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    Zum Abendessen habe ich mit meinem Gastgeber in einer Pizzeria abgemacht. Seine Kenntnisse hier sind vorzüglich, und dementsprechend gut sind die Pizzas auch

  • Cozumel

    Schnorcheln ist angesagt. Ein kurzer Check verrät, dass der Kameraakku nocj voll ist. Mit dem Velo und meinem Schnorchelzeugs fahre ich zur Fähre nach Cozumel. Die neue und günstigste Fähre ist so neu, dass sie noch keinen Ticketverkauf hat. Die Tickets werden beim Einstigen gegeben und werden erst in der Fähre bezahlt.

    Das Velo ist gratis mit gekommen und so kan ich schön der Küste entlang nach Süden pedlen. Viele Touristen mieten einen Roller und sind damit unterwegs, scheinbar nicht immer mit Erfahrung: direkt neben mir verliert eine Frau die Kontrolle über ihren Roller und knallt auf eine Verkehrsinsel mit hohem Ranstein. Zum Glück fällt sie nicht um, aber so wie es tont, haben die Felgen arg gelitten am Randstein. Die Frau selbst hat ausser einem Kratzer am Zeh nichts abgekriegt, der Roller jetzt aber einen Platten hinten. Ich beobachte die Ganze Szene während ich mich mit Sonnencrème einreibe. Da ich braun werden will, ziehe ich sogar das T-Shirt aus.

    Oben ohne fahre ich gemütlich weiter, immer der Küste entlang. Leider ist auch hier sehr viel verbaut, so dass ich kaum am Meer selbst fahren kann. Nachdem ich auch all die riesigen Kreuzschiffe hinter mich gebracht habe, kommt endlich unverbaute Küste. Sandstrand gibt es hier nicht, dazu fehlen die Wellen, die den Sand herspühlen würde.
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    Als wieder all die All Inclusive Bunker kommen, drehe ich um und gehe in eine gemütliche Strandbar, die ich vorher gesehen habe, und nehme einen Coup. Dann wird geschnorchelt. Das Geld und der Veloschlüssel kommen ins Gehäuse der Unterwasserkamera.

    Nun raus aufs Meer. Der Boden ist sandig mit nicht so viele Korallen. Je weiter nach draussen ich schwimme, desto mehr werden es. Weiter als zu den Boyen will ich nicht, denn da düsen die ganzen Boote umher. Hier ist es auch so um die 10m tief, so kann ich schauen wie gut ich runter komme. 2 Taucher sind auch unterwegs, einer ist sogar richtig faul und hat einen Motor dabei. Nach wenigen Fotos meldet die Kamera, dass der Akku bald leer ist. Scheinbar hat die Kamera ein Problem mit der Batterianzeige, direkt nach dem Einschalten zeigt sie voll an, dann schon bald leer. Ich hätte besser den Akku getauscht am Morgen.
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    Das Wasser selbst ist, dank den fehlenden Wellen, sehr klar. Dafür ist Cozumel ja berühmt. Als Schnorchler bekomme ich ein weiteres Phänomen mit: die Oberfläche ist viel wärmer als das Meer selbst. Das ist natürlich sehr angenehm, führt aber zu einer Trüben Schicht. Häufig gibt es das genaue Gegenteil: kaltes Süsswasser schwimmt auf dem Meer.
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    Direkt an der Küste entdecke ich nochmals ein schönes Riff mit ganz vielen kleinen Fischen und Seeigeln. Das Wasser ist hier nur etwa 50cm tief, und zu Fuss unterwegs sein ist somit eine ganz schlechte Idee. Nun gibt der Akku der Kamera komplett den Geist auf.
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    Wieder draussen steige ich direkt nach dem Duschen aufs Welo und fahre weiter. Der Fahrtwind trocknet mich schon. Nach einiger Zeit kommt Hunger auf und ein Strandrestaurant erscheint. Bei Quesadillas kann ich die aufkommenden Regenwolken und die diebischen Vögel beobachten.
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    Die Wegenwolken kommen zum Glück nicht zu mir, so komme ich trocken zur Fähre und zurück.

  • Karibik

    Meinem Fuss geht’s nun schon so gut, dass ich wieder baden kann. Für einen Strandclub habe ich eine Zutrittskarte. Jedoch sind maximal 20 Gäste erlaubt mit diesen Karten. So muss ich knapp 1h warten bis ich rein komme.
    Der Pool und alles ist wirklich schön. Scheinbar ist hier alles voll mit Deutschen, denn fast alle Liegestühle im Schatten sind mit einem Badetuch besetzt. Am Pool finde ich noch einen freien, besetzt ihn und gehe ins Meer.

    Im Meer herrscht Hochbetrieb: Viele Jetskis und Parasail Boote düsen umher. Ich schwimme da lieber im abgesperrten Bereich und schaue meinen Fuss an. Dem geht’s immer noch gut, aber ich will nichts hersufbeschwören und gehe wieder zum Liegestuhl nach 20min.

  • Supermond

    Den aufgehenden Supermond über der Karibik möchte ich gerne einfangen. Im einzigen günstigen Strandrestaurant “la tarraya” esse ich um 17:00 und warte auf den Mondaufgang. Leider sind Wolken über dem Meer und er wird erst weiter oben sichtbar.

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  • La Playa

    Nach dem obligatorischen rumliegen und entspannen am Morgen sollte doch noch etwas machen. Ein Strandspaziergang kommt da immer gut. Hier hat sich einiges getan in den letzten Jahren, es sind viel mehr grössere Hotels entstanden und auch der Strand zwischen Juarez und Constituiente ist nun sehr gut gefüllt. Das Fährenterminal wurde auch umgebaut. Die Probleme, dass der Sand weggespühlt wird sind dafür geblieben!
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    Nach langer Pizza-Abstinenz in den USA findet man hier endlich gute Pizzerien! Allgemein ist hier das Essen um Welten besser und günstiger als im nördlichen Trumpland. Die Pizza ist wirklich sehr gut.

    Zum Abschluss gehe ich noch zu Manne’s Biergarten um mit den ganzen ausgewanderten Europäer zu treffen.

  • Das Ende der Quinta

    Ich bin ja auch zum Entspannen hier, und genau das mache ich jetzt: faul herumliegen bis am Mittag.

    Mit meinem verlezten Zeh kann ich noch nicht allzu weit spazieren, aber mit dem Velo geht es problemlos, denn da kann ich den Fuss hinten belasten und vorne schonen. Die 10. Avenue hat einen praktischen Veloweg, der auch kaum durch Autos gekreuzt wird, da auf der Strandseite nur noch die 5. Avenue (Quinta Avenida) als Fussgängerzone ist. Beim Playa Mamita gehe ich trotzdem an den Strand. Der war vor 5 Jahren der schönste, weil hier die Gebäude aufgehört haben und er ausser an Weihnachten nicht überlaufen war. Jetzt zeichnet sich ein ganz anderes Bild: hier sind viele Clubs mehr entstanden und der Strand ist dementsprechend voll.
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    Wieder auf dem Velo fahre ich der 10. entlang bis die Fussgängerzohne der Quinta aufhört. Dann wechsle ich auf die Quinta, die hier autofrei und der perfekte Veloweg ist, um zu schauen wie weit sie denn so geht. Kilometerweit wurde die Fussgängerzone ausgebaut und ist jetzt am verfallen.
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    Auf dem Weg zurück suche ich die Sprachschule wo ich war mit zunächst wenig Erfolg. Das Quartier erkenne ich aber wieder. Dann entdecke ich sie doch noch, scheinbar ist sie nun geschlossen. Das Restaurant El Fogón gibt es zum Glück immer noch, denn das Essen ist lecker und günstig dort!

  • Holbox

    Die Vorteile bei einem Reiseleiter zu wohnen muss ich natürlich ausnutzen. Er hat mir für heute eine Reise nach zur Insel Holbox organisiert, aber nicht mit ihm als Reiseleiter.

    Um halb 8 schon geht es los. Die Gruppen sind wie versprochen klein. 5 detuschsprachige und 5 italienische Leute mit je einem Reiseleiter. Unsere Leiterin ist aus Deutschland und interessiert sich sehr für Maya Kultur, die hier in Yucatan einigermassen verschont wurde von den Spaniern, weil es hier nichts zum klauen gab.

    Nach etwa 2h Fahrt im Bus über eine neue Bezahlautobahn und danach teilweise nicht asphaltierte Holperpisten steigen wir in Chequilà auf ein Boot um und fahren erst mal zu einer Cenote mit Süsswasser. Das Wasser ist erfrischend, aber doch so warm, dass ich darin schwimmen kann.
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    Nachdem alle wieder trocken sind, überqueren wir die teilweise sehr seichte Lagune bis zu einem Ort, wo ganz viele verschiedene Vögel direkt in Wasser stehen und fischen. Hier sind ganz viele kleine Inselchen im seichten Wasser. Um eines gehen wir rum und auf einen kleinen Holzturm hoch um einen besseren Ausblick zu haben. Das Runterkommen läuft dann leider nicht mehr so glatt wie das Raufgehen: dass die zweitunterste Stiege der Treppe fehlt merke ich erst als es zu spät ist und schneide mir den Fuss ein wenig aus. So richtig stark blutet is nicht, also ist es nicht so schlimm. Aber es tut recht weh und muss verbunden werden. Die Reiseleiterin hat für solche Fälle vorgesorgt und reinigt, desinfiziert und verbindet den Zeh. Jetzt ist halt für die nächsten Tage kein Marathon oder Schwimmen angesagt, bis es wieder einigermassen verheilt ist.
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    Auf der Insel Holbox steigen wir in ein Golfwäglchen um, durchqueren die Ortschaft bis zum Strand um dann dem Golf von Mexiko entlang zu fahren an einen besonders schönen Strand. Trotz Deepwater Horizon sieht das Meer schön blau aus. Fische hat’s aber einiges weniger, aber trotzdem esse ich am Mittag einen Fisch.
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    Vögel gibt es in dieser Gegend noch viel mehr: auf einer weiteren Insel sitzen überall Pelikane, Kormorane, Fregattvögel und andere. Eine gute Gelegenheit um die Kamera man wieder auszuprobieren bei fliegenden Vögeln. Mit 1/2000s Belichtungszeit kommen die Bilder an besten, auch wenn die Empfindlichkeit teilweise auf ISO 2000 klettert.
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    Der aufkommende Wind ist nicht ganz so praktisch, denn er bläst all das Spritzwasser auf die Passagiere. Trotzdem sind auf der Busfahrt zurück alle müde und sogar die Italiener, welche man sonst immer hört, sind richtig ruhig.

  • Regen

    Regen von Morgen bis am Abend, mit kurzen Unterbrüchen. Die Perfekte Ausrede um faul herum zu liegen. Trotzdem gehe ich am Nachmittag in einer Regenpause mit dem Velo einkaufen und werde auch gleich verregnet.

    Mit neuen Kleidern und Zopfzutaten bestückt hält die Regenpause an zum zurückfahren.

    Zopfbacken ist hier so eine Sache. Milch und Butter schmecken ein wenig anders als in der Schweiz. So lange weg von daheim hat auch bewirkt, dass ich das Rezept nicht mehr richtig in Erinnerung habe, zu viel Milch nehme und Mehl nachschütten muss. Der Zopf kommt trotzdem gut, wenn auch ein Bisschen zu wenig Salz drin ist. Mit Parmaschinken belegt schmeckt man das nicht.

  • Playa del Carmen

    Jetzt ist erstmal ausschlafen angesagt. Und nach einem Mexikanischen Frühstück wird weiter ausgeruht.

    Am Nachmittag schaffe ich es raus mit dem Velo und schaue wie Playa del Carmen sich verändert hat. Besonders die Quinta Avenida hat sich massiv geändert. Aber der Tauchladen, wo ich tauchen gelernt habe, ist immer noch da. Der Besitzer kennt mich immer noch! Da werde ich sicher noch tauchen gehen. Zuerst muss aber mein Hals wieder gut werden, denn der kratzt seit dem langen Tag gestern ein wenig.

  • Über den Wolken

    Der Tag fängt heute irgendwo über dem Pazifik an, ich bin durch die Nacht unterwegs nach Los Angeles. Morgens um etwa 4:00 landet das Flugzeug.

    Nun beginnt das lange Warten auf den Flug. Was soll ich denn schon totmüde in LA mitten in der Nacht? Ich hänge einfach am Flughafen rum und höre Musik. Liegeplätze gibt es auch nicht. Irgendwie überstehe ich den Aufenthalt, auch wenn das Essen horrend teuer ist.

    Der Flug hat leider nun auch noch fast 1.5h Verspätung. Beim Flug nach Cancun mache ich so eine Mischung aus Sekundenschlaf und Film schauen. Richtig schlafen kann ich auf den unbequemen Sitzen leider nicht.

    In Cancun funktioniert dafür alles wie am Schnürchen, ein Freund holt mich ab und fährt mich nach Playa del Carmen. Hier angekommen fängt auch schon das Pflichtprogramm an: ein Besuch in Mannes Biergarten muss noch sein. Da war ich schon lange nicht, und endlich ist das Bier auch wieder bezahlbar mit 25 Pesos für eine Flasche. In den USA es $10 für dasselbe und damit noch viel teurer als die Schweiz.