Category: Travel

  • Am Strand

    Mit dem Jetlag erwache ich schon früh. Damit ich trotzden fit bin, bin ich auch früh ins Bett gegangen. Nach Sonnenaufgang muss ich erstmal den Strand ansehen und Schnorchelflossen kaufen, den Rest habe ich ja schon. Dafür mag ich nicht allzu weit gehen und kaufe billige im Strandladen.
    0Q8A0625

    Beim Waikiki Strand schnorcheln ist so eine Sache. Es ist zwar ein Riff, aber fast alles ist tot. Die Wellen hier bringen viel Luft ins Wasser und trüben es dementsprechend. Fische sehe ich viele, sogar eine Moräne schwimmt an mir vorbei in ein Tunnel und posiert dann davor.
    IMG_5564
    IMG_5572

    Fürs Mittagessen brauche ich endlich mal wieder was gesünderes als Burger und Pizza. Ein Vietnamesisches Restaurant kommt da genau richtig. Nudelsuppe und Frühlingsrollen sind wunderbar. Irgendwie würde es mich jetzt reizen nach Vietnam zu gehen. Aber alles zu seiner Zeit. Jetzt muss ich erstmal einen Uhrmacher finden, denn das Armband gieng vorgestern kaputt. Google Maps hilft wieder bei der Suche, und beim 2. Anlauf klappt es.
    IMG_5583

    Da ich nun mitten in Honolulu bin, schaue ich auch die Shoppingcenter an. Es gibt viele asiatische Gäste hier. Auch die Einheimischen sehen asiatisch aus, doch man kann sie einfach unterscheiden: das amerikanische Essen wirkt hier noch mehr als auf dem Kontinent.

    Dem Strand entlang schlendere ich zurück. Hier sind etwa ein duzend asiatische Hochzeitspaare beschäftigt mit posieren für Fotos. Braut und Bräutigam fast durchwegs weiss angezogen. Die Fotografen haben auch alle eine Assistentin, die die Kleider zurecht rückt, das Makeup auffrischt und den Blitz hält. Nur 2 Fotografen setzen einen Blitz ein, was mich irgendwie erstaunt. Ich hätte erwartet, dass mehr mit Blitz und Reflektoren gearbeitet wird um das Licht zu verbessern. Da die Sonne nicht scheint ist es zumindest nicht so hart.
    IMG_5588

    Ein krasser Gegensatz zu den geschniegelten Hochzeitspaaren sind die Obdachlosen, die hier überall unter den Bäumen liegen oder sich an Mauern provisorische Unterkünfte aus Planen gezimmert haben. Ich habe das Gefühl, dass es hier in Hawaii noch viel mehr Obdachlose gibt als in anderen Staaten. Ok, falls ich obdachlos wäre, würde ich auch hier her kommen!

  • Reif für die Insel

    Für die restliche Zeit in den USA bevor der Flug nach Cancun geht habe ich mir was besonderes organisiert. Noch weiter in die Wüste zu fahren mit dem Velo mag ich nicht. Ein Motorrad zu mieten wäre da schon besser. Nur sind die verdammt teuer, für einen Bruchteil davon mache ich nun etwas viel schöneres: ich fliege mitten in den Pazifik. Da gibt es so ein paar tropische Vulkaninseln zu denen es Inlandflüge gibt. Was ich da genau treiben werde weiss ich noch nicht, aber langweilig wird es mir da sicher mal nicht.

    Zuerst geht’s mal einigermassen früh auf zum Flughafen. Der Flug nach LA ist nicht wirklich weit, aber der nächste schon. 5h nach Südwesten. Zum Glück gibt es an Board ganz viele Filme zum schauen. Aus dem Fenster sehe ich sowieso nur Meer.
    DSC02210
    DSC02222
    DSC02242
    DSC02267

    Das Wetter in Honolulu ist eher regnerisch, aber es soll besser werden. Als erstes muss ich nun in die Jugi kommen. Ich spreche eine der “Shuttle Service” rufenden Damen an. Das Shuttle gibt’s nur hin und zurück, was ich nicht will. Die Frage ob es einen Bus gibt beantwortet sie mit “es gibt Taxis”. Scheinbar hat sie Mexikanische Wurzeln. Solche Leute mag ich nicht, denn einen direkten Bus gibt es. Google Maps sagt mir auch wann und wo er fährt, für 7x weniger Geld. Da es sowieso schon dunkel ist, interessiert es mich nicht, ob ich jetzt 30min früher oder später ankomme.

    Direkt nach dem Einchecken und Abendessen muss ich den Strand anschauen. Der ist nicht mal soo schlecht, wie gut werde ich morgen sehen. Am Strand sind Schatzsucher mit Metalldetektoren unterwegs. Ich bin gerade lustig drauf und vergrabe einige 1-Cent Münzen, damit sie was finden. So werde ich das lästige Münz auch mal los.

    Plichtprogramm ist auch ein Bier in einer Bar, denn jetzt kann ich definitiv die Aussage “Es gibt kein Bier auf Hawaii” wiederlegen.

  • Im grünen Wald

    Für heute habe ich mir nun was hübsches organisiert, damit es mir nicht langweilig wird. Dafür muss ich leider viel zu früh aufstehen, um 6:15. Zeit habe ich auch kaum um mich bereit zu machen, doch das ist kein Problem. Frühstück gibt’s noch keins und duschen würde keinen Sinn machen. Gepackt habe ich gestern Abend schon.

    Schon vor 8:00 bin ich am Treffpunkt in La Jolla Cove, wo die anderen Taucher schon auf mich warten. Nun habe ich es endlich geschafft einen Termin abzumachen um hier im Pazifik zu tauchen. Der Instruktor hat schon alles für mich bereit, ich muss nur noch alles anziehen. Nach dem Breathing gehen wir ins Wasser und werden erstmal sportlich, denn zuerst schwimmen wir an der Oberfläche etwa 400m weit raus.
    IMG_5476

    Beim Ziel angekommen tauchen wir ab in den Seetangwald unter uns. Der ist noch recht jung, denn vor etwa einem Jahr wurde er von hohen Wellen weggespühlt. Nun ist er schon fast wieder an der Oberfläche angekommen. Der Wald sieht ganz spannend aus, überall spriessen die Pflanzen aus dem Boden gerade in die Höhe. Alles wird mit den Wellen hin und her bewegt, auch ich und alle Fische.
    IMG_5486
    IMG_5488

    In den Spalten am Boden verstecken sich Langusten, sogar eine Mischung aus Hai und Rochen schläft auf dem Boden. Der Sertang selbst ist irgendwie mühsam, teilweise hat man das Gefühl von ihm eingewickelt zu werden. Das ist zum Glück nie passiert. Die am Land liegenden Seelöwen kommen uns leider nie besuchen, das wäre schön gewesen die um uns herum schwimmen zu sehen.
    IMG_5493

    Nach einer Stunde sind wir fertig und wieder an Land. Wirklich warm war ist das Wasser nicht, trotz rundum Neopren friere ich beim rausgehen.

    Der zweite Tauchgang ist dann beim La Jolla Beach. Die Gegend könnte nicht unterschiedlicher sein, hier hat es Sand und danach einen Abgrund. Der Meeresboden wirkt im Gegensatz zum anderen Ort richtig karg, doch auch hier tummeln sich allerhand Tiere. In den Löchern verstecken sich Tintenfische, Schnecken kriechen über den Meeresgrund und auch ein kleiner Krebs begegnet mir.
    IMG_5516
    IMG_5526
    IMG_5545

    Nach dem 2. Tauchgang muss ich erstmal an der Sonne am Strand aufwärmen. Als ich danachich durch die Strassen schlendere springt mich eine Peter Lik Gallerie an. Er ist ein sehr bekannter Landschaftsfotograf. Auf meiner letzten Amerikareise habe ich seine Gallerie in Las Vegas besucht. Die Fotos sind ausserordentlich gut, aber noch viel interessanter ist der Druck und das Papier selbt. Die Farben leuchten extrem intensiv mit riesigem Kontrast, als ob sie von hinten beleuchtet werden.

    Amerikanisches Eis ist nicht so mein Geschmack, aber der Häagen-Dazs Shop macht mich wirklich an.

    Am Abend streikt noch die Internetvernindung der Jugi, womit ich nun keine Fotos hochladen kann.

  • Organisationstag

    Heute gibt es viel zu erledigen, denn ich habe mein Veloziel erreicht und muss nun das Velo und die Campingausrüstung loswerden.

    Die Campingausrüstung will ich heim schicken, denn das Zelt und die Pfannen sind wirklich genial. Schlafsack und Matte nehme ich weiter mit, die können noch nützlich werden.

    Vor ein paar Tagen habe ich schon mal in einem UPS Store abgeklärt wie teuer das wird, etwa 14 Pfund zu verschicken. Sie meinten etwa $150. Ok, ist nicht billig, aber immer noch weniger als das Zeug neu zu kaufen.
    Heute im UPS Store wollen sie über $700 dafür, das Gewicht wäre 20 Pfund. Da fühlt man sich ganz leicht verarscht. So bringe ich halt alles zur Post und verschicke die dort gemessenen 16 Pfund für $80. Da hoffe ich mal, dass das Packet trotzdem ankommt.

    Nun das Velo. Wert hat es kaum mehr, so ziemlich alles ist abgenutzt und muss ersetzt werden. Deshalb entsorge ich es für $25 beim lokalen Gebrauchtvelohändler. So wird es hoffentlich noch viele Jahre herumpedalen können hier in San Diego.

    Im Internet gibt es auch noch ganz viel zum organisieren für die nächste Zeit, und auch das klappt wunderbar.

    Um alles zu feiern gehe ich noch ins Kino am Abend.

    Distanz: 20km
    Totale Distanz seit Vancouver: 3313km

  • USS Midway

    Der Himmel ist bewölkt mit ein paar Regentropfen ab und zu. Das lädt nicht so ein um nach draussen zu gehen. Erst am Mittag zieht der Hunger den Kollegen und mich raus. Ziellos ziehen wir umher um bei einem Inder zu essen.

    Die Uferpromenade ist immer schön, dort steht auch das Museum “USS Midway”. Da der Kollege noch nie in einem Flugzeugträger war, gehen wir rein. Auch für mich ist es spannend ihn nochmals zu sehen. Die Grösse ist schon überwältigend. Noch grösser sind die beiden aktiven Flugzeugträger auf der anderen Seite des Hafens.

    Heute war ich ausbahnsweise extrem fotofaul.

  • Der Nebel ist zurück

    Heute habe ich noch einiges vor zu erledigen. Weit ist es nicht mehr nach San Diego, doch ich werde ein wenig kreuz und quer fahren. Als erstes will ich zum La Jolla Strand, denn der scheint sehr bekannt zu sein zum tauchen. Als ich dort ankomme, sind effektiv vile Taucher und Surfer unterwegs. Nach einem kurzen Besuch bei einer Tauchbasis ist klar, dass ich am Dienstag gehen werde.

    Weiter draussen im Meer treibt die altbekannte Nebelwand auf die Küste zu. Bei der Fahrt um die La Jolla Halbinsel tauche ich sogar in den Nebel ein. Der ist zum Glück nicht mehr so kühl wie weiter nördlich. Ich bin aber schnell wieder daussen und suche meinen Weg möglichst der Küste entlang ins Stadtzentrum. Ein wunderschöner Veloweg unrundet eine Lagune mit ruhigem Wasser und Sandstrand. Da der Veloweg in eine Sackgasse führt, muss ich das Velo eine Treppe hoch tragen und über die Brücke.

    Der nächste Stop ist bei einem Motorradhändler um zu schauen ob ich für die übrige Zeit nicht ein Motorrad mieten will. Für meinen Geschmack ist das doch zu teuer.

    Nun nehme ich den direkten Weg in die Stadt, natürlich dem Ufer entlang. Das Bett in der Jugi ist schon reserviert, also muss ich nur noch einchecken.

    Fürs Abendessen ziehe ich mit dem Zimmerkamerasen um die Häuser. Es gibt recht gute Fish & Chips im Irish Pub, mit Bier natürlich!

    Distanz: 61km

  • Camp Pendleton

    Wie meistens beim Camping bin ich recht früh wach, also starte ich den Tag auch recht früh. Nach nur wenigen Kilometern kommt die Marinebasis Camp Pendleton, die sich nun über rund 30km zieht. Für die Velofarer wurde eine alte Strasse erhalten, jedenfalls ein Teil davon. Nach etwa der Hälfte führt der Veloweg  durch ein Eingangstor direkt durch die Basis. Nur Velofahrer und eben Angehörige der Marine können hier durch. Die Basis ist ganz spannend, denn sie sieht fast aus wie eine normale Stadt. Auf den Strassen sind fast nur Zivilfahrzeuge unterwegs, die Wohnhäuser sehen ganz normal aus, wenn auch etwas zu einheitlich, und es gibt Spitäler, Einfaufszentren und Restaurants. Nur an den Schildern und dass hier geknallt und hubgeschraubt wird merke ich, dass es eben eine Militärbasis ist.
    0Q8A0346

    Nach der Basis befinde ich mich wieder in städtischem Gebiet. Da mache ich Mittagspause am Strand und schaue den Surfern zu. Übernachten will ich wieder im State Park, und genau da will ich jetzt möglichst schnell hin. Heute will ich länger baden gehen.

    Schon um 14:00 bin ich da und werde auch gleich enttäuscht, denn ich komme erst um 16:00 rein. Die Wartezeit verbringe ich halt am Strand ohne baden, meine Sachen will ich nicht so öffentlich unbeaufsichtigt lassen. Dafür schaue ich wieder den Surfern zu, und davon hat es hier ganz viele. Der Ort scheint sehr beliebt zu sein. Mit einem Surfer spreche ich noch eine Wile. Er meint, dass sich hier auch viele Profisurfer tummeln. Weiter nördlich gibt es keine Surfer wegen den Haifischen, und nicht wegen dem kalten Wasser.
    0Q8A0458

    Punkt 16:00 bin ich wieder beim vollen Campingplatz, wo ich jetzt dank dem Velo reinkomme. Jetzt schnell das Zelt aufstellen, alles reinwerfen und sofort zum Strand. Das Wasser wird fast mit jedem Kilometer nach Süden wärmer. Hier halte ich es schon recht lange aus. Schwimmen kann ich bei den Wellen nicht, aber Wellenreiten schon. Die eine oder andere Welle erwische ich richtig gut und rutsche schön auf dem Bauch mit der Welle an den Strand.

    Nach der verdienten Dusche muss ich unbedingt Fotos schiessen von den Surfern während dem Sonnenuntergang.
    0Q8A0592

    Distanz: 58km

  • Der lange Strand

    Nun ist schon Schluss mit Hollywood. Da ich gestern bis Long Beach gefahren bin, fahre ich einfach dort weiter. Auch heute habe ich keine Lust auf Stadtverkehr, also nehme ich wieder die Metro nach Long Beach. Ausschlafen, Frühstück mit Pancakes, packen und Metro fahren dauert alles seine Zeit, so dass ich erst gehen Mittag da bin. Mit dem Frühstück brauche ich zum Glück kein Mittagessen, was wiederum Zeit spart.

    Long Beach hat wunderschöne Velowege dem Strand entlang, die ich natürlich gerne brauche. Ab und zu will ein Hafen umfaheren werden, was mich auf normale Strassen zwingt. Die Veloroute ist hier leider nicht mehr so gut angeschrieben, ab und zu muss ich im Navi nachschauen.

    Die US Air Force versucht auf einmal meine Aufmerksamkeit zu bekommen mit einer Flugshow über dem Wasser. Etwa 5 Flugzeuge machen eine Vorführung und zwingen mich dazu viele Fotos zu machen. Scheinbar ist morgen ein grosser Surfwettbewerb hier und ich habe die Probe der Vorführung gesehen. Stände werden auch fleissig aufgebaut.
    0Q8A0332

    Auch der längste Strand ist mal zuende und wird von hügeligen Klippen abgelöst. Hier wird auch das Fahrgefühl ein ganz anderes. Nun bin ich wieder eingequetscht zwischen stehenden und fahrenden Autos und pedale rauf und runter von Ampel zu Ampel.

    Das Klima hier ist massiv anders als vor Santa Barbara: es wachsen viele Palmen, ist über 30° C warm und die Luft ist mit etwa 10% Luftfeuchtigkeit staubtrocken. Verglichen mit den 15°C und >100% ist das schon etwas ganz anderes.

    Etwa um 4 Uhr gönne ich mir einen Besuch im Reataurant und verdrücke einen Salat. Etwas gesundes muss auch ab und zu sein, denn die Menuauswahl beschränkt sich in vielen Restaurants auf Burger, Tacos und Fish&Chips. Von alldem habe ich irgendwie genug gesehen, vor allem auch weil ausser vielleicht die Burger alles in anderen Ländern besser ist als hier.
    0Q8A0343

    Mein Ziel für heute ist ein State Park mit Campingplatz. Leider schaffe ich es erst nach Sonnenuntergang, aber ein kurzes Bad im Pazifik lasse ich mir trotzdem nicht nehmen. Der ist mittlerweile irgend etwas zwischen warm und kalt. Da die Faktoren alleine, dunkel, hohe Wellen, Brille und Strömung nach grosser Vorsicht schreien, gehe ich nur ganz kurz rein wo ich noch gut stehen kann und sofort wieder raus.

    Distanz: 76km

  • Ein Sommertag

    Da ich schon lange nicht mehr am Strand war, will ich heute ein gemütliche Strandfahrt mit dem Velo machen. Das Velo kann ich problemlos in die Metro nehmen, damit ist der Plan auch schon geschmiedet: mit der Metro nach Santa Monica, dann mit dem Velo nach Long Beach und wieder zurück mit der Metro.

    Die Stosszeit lasse ich mal aus, es reicht wenn ich später gehe. Nicht gerechnet habe ich, dass die Standzeit dem Velo nicht gefallen hat. Ein Platten vorne will geflickt werden. Scheinbar habe ich vorgestern etwas spitzes überfahren und schaue den Pneu an. Ein Dorn kann ich entfernen, doch der gieng nicht bis zum Schlauch. Das Loch im Schlauch selbst ist kaum zu übersehen, es ist an der Innenseite. Scheinbar ist der Schlauch wegen dem hohen Druck dort aufgerissen, wo die Speichen angemacht sind. Den Druck habe ich immer am Limit mit 85psi oder eben 6.5 Bar. Nachdem ich es geflickt habe, pumpe ich es nicht mehr ganz so hoch auf. Vorne ist weniger Belastung und da reicht auch weniger Druck für einen tiefen Rollwiderstand.

    Mit dem Velo schaffe ich es problemlos an den Strand. Dort warten ganz viele Kilometer neu aussehender Velowege direkt durch den Sand auf mich. Teilweise sind einige Fussgänger mit den Beschriftungen “Nur Velo” überfordert und blockieren den Weg. Das wird aber schnell besser. Für die Mittagspause wurde extra ein Bauernmarkt organisiert mit frischem Gemüse, Beeren und Früchten. Die Sonne wärmt heute besonders stark, was die Temperatur auf 30° bringt. Endlich mal ein schöner Sommertag! Der Smog ist auch ganz gut sichtbar über der Stadt als grauer Dunstschleier.

    DSC02175

    Auch der längste Strand ist mal zuende, doch die Küste noch lange nicht. Ich muss jetzt hoch und über den Klippen um eine Halbinsel. Danach bin ich schon fast in Long Beach, aber das Ganze zieht sich. Der ganze Hafen will noch umrundet werden während die Sonne am untergehen ist.
    DSC02182
    DSC02194

    Distanz: 71km

  • Disneyland

    Heute möchte ich eigentlich in den Magic Mountain Six Flags Park gehen. Doch der hat schon Winterpause und ist nur noch am Wochenende geöffnet. Scheinbar sind die 36°, die es diese Woche wird, schon zu kalt für die Amerikaner. Begreifen kann ich das definitiv nicht, hier wo alle Läden fast 24h am Tag offen sind, und nun ist der Park hier geschlossen während der Europapark offen ist.
    Na, dann gehe ich jetzt halt in einen anderen Park, der schon seit 30 Jahren auf meiner Aufgabenliste steht, aber unterdessen doch recht weit unten angelangt ist. Nun bin ich im der Nähe, also fahre ich nach Anaheim ins originale Disneyland. Natürlich mit dem ÖV. Das dauert nur etwa 3h für die 50km Luftlinie. Zumindest muss ich nur einmal von der U-Bahn zum Expressbus umsteigen. Die Suche nach der Busstation ist nicht ganz einfach, an der Strasse sind Baustellen und ich kann das Schild nicht finden. Schlussendlich finde ich es, es ist nur verdreht aufgehängt und verdeckt. Man kann es von der Haltrstelle aus gar nicht sehen.

    In Disneyland angekommen muss ich zuerst mal schauen was es alles gibt, informiert habe ich mich natürlich nicht. Zu meiner Freude hat Disney in den letzten Jahren viele Filmrechte gekauft, was sich nun in den Bahnen hier wiederspiegelt. Für die beiden Star Wars Bahnen hole ich mir einen “Fast Pass”, damit komme ich 2h später ohne Schlange rein.
    IMG_5403
    IMG_5404

    Schlangen sind hier allgemein so eine Sache. Wartezeiten zwischen 20 und 60min sind ganz normal. Irgendwie frage ich mich, wieso das Problem nicht irgendwie gelöst wird, denn schlangestehende Leute konsumieren nichts und Geld scheffeln ist ja der einzige Zweck von Disneyland. Auf die Matterhorn Bobbahn muss ich ganz sicher auch. Da gibt es eine angenehme Überraschung für mich: einzelene Personen können die Schlange überspringen und Lückenfüller spielen. Das kommt mir auch bei Indiana Jones zu gute, denn da hätte ich trotz Fast Pass lange warten müssen und so konnte ich mich per Zufall bei den Singels einschleichen.
    IMG_5405

    Disneyland selbst ist in mehrere Themengebiete aufgeteilt wie Futureland, Toontown oder Adventureland. Es ist ganz spannend zu sehen wie die Erbauer sich die Zukunft oder Europa vorstellen. Irgendwie muss ich auch gestehen, dass das Ganze durch Kinderaugen sicher viel spannender wäre. Am besten gefällt mir die Pirates of the Caribbean Bahn. Die dauert als Einzige so lange, dass man im diese Welt eintauchen kann.
    IMG_5441

    Nach Sonnenuntergang enttäuscht mich die Beleuchtung ein wenig. Alles ist doch sehr dunkel und die Lanpen blenden eher. Die Gebäude sind kaum beleichtet von aussen, nur die besonders grossen wie das Dornröschenschloss.
    IMG_5471