Auf die heutige Etappe freuen wir uns besonders: das Wetter ist wieder gut und der Rhein wartet schon mit vielen Velowegen. Zuerst füllen wir aber noch das Wasser bei einem Brunnen auf. Der ist auch eine begehrte Pferdetankstelle, für die vielen Fuhrwerke, die den Ort durchqueren.
So einen grossen Fluss wie den Rhein kann man kaum verpassen. Deshalb finden wir ihn auch gut und schnell. Dann ist die Navigation einfach. Ab und zu wechseln wir die Seiten und schnell ist die erste Landesgrenze überquert nach Lichtenstein. Dianas Kaffeinspiegel ist langsam bedrohlich tief, da kommt Vaduz ganz richtig. Wir erwischen sogar die Königspaar-Sessel, nur die Zahlungsversuche treiben die Kellnerin in den Wahnsinn: sie hat kein Rückgeld für meine 100.- und erst der dritte Kartenleser funktioniert korrekt. Dass alles so festlich wirkt hier hat sicherlich damit zu tun, dass hier heute der Nationalfeiertag ist.
Zu Essen haben wir noch Fleisch und Tomätchen, welche am Rhein fachgerecht entsorgt werden möchten. Schattige Bänklein sind aber eine begehrte Minderheit. Wir finden einen unbewachten Tisch mit Stühen, der zwar nicht ganz wie ein Rastplatz wirkt, es aber jetzt ist.
Ein Patrouille Suisse Hunter gibt noch eine Flugsshow, doch es dauert recht lange, bis mir klar wird, dass es ein Modellfligzeug ist. Vorallem der Ton ist verräterisch leise.
Bald sind wir in Österreich und haben eine weitere Grenze hinter uns. Hier finden wir auch ein Dessert und Euros, denn die haben beide vergessen.
Der Östrreichische Veloweg führt, wenig verwunderlich, durch Österreich und somit eben dem alten Rhein entlang. Der ist oft von Wald verdeckt, was Diana schade findet. Deshalb fahren beim neuem Rhein noch ein wenig stromaufwärts in die Schweiz, dann sieht man auch die Berge besser.
Allzu weit wollen wir aber nicht in die falsche Richtug fahren, denn der Weg ist noch weit. Möglichst auf dem Damm fahren wir gegen den Wind Richtung Bodensee.
Der kommt jetzt immer näher, und die Ortschaft mit dem nächsten Hotel ist bald erreicht. Hier verwirrt mich der Name: Hotel am See. Die Idee, dem See entlang zu fahren und das Hotel zu sehen geht nicht auf, denn am See ist es nicht. Google Maps hilft auch hier.
Nur das Checkin ist dort, die Unterkunft heisst Hotel Krone. Hotel Corona auf Spanisch.
Zum baden ist es schon zu spät, aber der Hunger kommt. So viele Möglichkeiten gibt es auch hier nicht, aber wir finden ein schönes Restaurant am See. Danach machen wir einen so weitem Abendspaziergang, bis ich eine Blase an einem Fuss bekomme.
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