Gut gefrühstückt (aber mit nicht so gutem Kaffee) fahren wir dem Veloweg entlang dem Seende entgegen. Der Weg geht mal hoch und mal runter, mal durch den Wald und mal durch Wiesen. Am spannensten ist ein Naturschutzgebiet mit Vogelbeobachtungshäuschen, wo wir den Enten zuschauen.
Nicht mehr viel weiter sind wir in Yverdon im Seebadrestaurant, wo wir auch schon vor 3 Jahren waren und wo Diana ihren wohlverdienten, guten Kaffee bekommt.
Nach dem Schwimmen ist auch schon Mittagszeit, und da wir praktischerweise schon in einem Restaurant sind, nutzen wir das.
Mit einer kleinen Verirrung in der Stadt finden wir den richtigen Weg und fahren über sanfte Hügel durch die Felder den Velorouten entlang. Immer höher und steiler kommen wir, da das Ziel ja im Jura ist. Dafür wird die Aussicht immer schöner. Hier merke ich jetzt auch so richtig, dass mein Ebike mehr Batterie braucht als Dianas, der stärkere und weniger effiziente Motor, die breiteren Pneus, das schwerere Gepäck und vorallem der schwerere Fahrer saugen den kleineren Akku doch recht schnell leer. Dafür habe ich vorgesorgt und für mich einen 2. Akku mitgenommen. Den wechsle ich jetzt bevor der erste komplett leer ist. So hat auch Diana noch ein wenig Reservebatterie übrig.
Also unser Wasservorrat langsam zuende geht, kommen wir ins Dorf der vergifteten Brunnen: alle 4 Brunnen haben kein Trinkwasser. Das nächste Dorf ist da besser und beschenkt uns mit frischem Trinkwasser.
Immer weiter den Jura rauf kommen wir schlussendlich nach Vallorbe an den Bahnhof, wo wir mit dem Zug weiterfahren möchten. Dieser fährt uns genau vor der Nase weg obwohl (oder eben weil) wir den Fahrplan nicht angeschaut haben. Also schauen wir das Dorf an und merken, dass das einzig spezielle der Direktzug nach Paris ist. Zumindest haben die Läden noch offen und wir bekommen Kirschen, die wir dann am Bahnhof geniessen bis 1h später endlich der nächste Zug fährt.
In Le Pont hoffen wir auf ein Hotel am See, was sich aber wie im Internet gesehen als ausgebucht herausstellt. Beim nächten Hotel sagen sie mir dann, dass es in 2 Autominuten oder 10 Velominuten eins hat. Nach 30 Minuten sind wir dann dort. Zum Glück war der Typ vom Hotel nicht unterwegs, denn anscheinend fährt er immer mit 340km/h, sonst würde er die Strecke nicht in 2min schaffen.
Das Hotel ist nicht schlecht, aber die Ortschaft gefällt uns nicht so. Es gibt hier nichts anzusehen und auch kein anderes Restaurant als das beim Hotel. Also essen wir da. Mein Essen ist gut, aber Dianas Fisch ist nicht ganz durch. Zumindest bringen sie uns dafür ein gratis-Dessert. Es ist eine Kombination aus 3 Desserten, die ganz per Zufall auf der Tageskarte vom Mittwoch, Donnerstag und Freitag stehen.
Waschen ist nun auch angesagt, und es gibt wieder einiges zu tun. Leider etwas zu viel für mein Handgelenk, das schmerzt nun.
72km
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