Nach Lugano

Genug Locarno, heute fahren wir nach Lugano. Wir gehen einigermassen früh auf zum frühstücken und machen uns noch bei kühleren Temperaturen dem See entlang auf den Weg. Am Ende des Sees ist erstmal Kaffein tanken und sonnencremen angesagt. Dann ruft auch schon die Ebene mit den vielen autofreien Strässchen. Ab und zu muss eine Umleitung gefunden werden, aber das schaffen wir gut.
Ein kleiner Pass will auch noch überwunden werden, dank den Motoren gelingt das problemlos. Die Temperatur ist aber schon recht hoch und bringt uns trotz Motor zum schwitzen.
Oben angekommen brauchen wir eine kurze Pause, die wir nutzen um Diana das Elternhaus meines Schwagers zu zeigen. Wir müssen uns mal meiner Schwester anhängen wenn sie ins Tessin fahren.
Weg von der befahrenen Strasse auf Feldwegen geht der Veloweg weiter. Nur ganz so gut befahrbar sind die Velowege nicht: einmal ist der Kies so tief, dass Diana auch im Schrittempo das Gleichgewicht verliert und umfällt. Ausser ein paar Kratzern passiert zum Glück nichts.
Nun wollen wir aber so direkt wie möglich zum Hotel, deshalb verlassen wir den Uferweg an einer Kreuzung mit einem anderen Veloweg. Unter der Bahn durch führt dieser Veloweg über extrem steile Treppen. Mit viel Kraft bringe ich beide Velos durch.
Um ums nicht mehr durch den Mittagsverkehr kämpfen zu müssen und um Dianas Bein zu schonen, nehmen wir nun den Zug durch die Vorstadt.
Das Ziel ist ganz einfach: alles beim Hotel liegen lassen und in den See schwimmen gehen. Der erste Teil klappt gut, nur für den 2. Teil müssen wir recht weit gehen, denn die Lido Bar lässt die Leute nur mit Online Anmeldung auf nur italienischer Webseite rein, was uns zu dumm ist.
Beim Flussdelta gibt es einen wunderschönen Badestrand, da lohnt sich der Fussmarsch. Danach wartet schon gleich eine Pizzeria im Zentrum auf uns und wir schauen noch ein wenig den hinteren Teil der Stadt an.
Die Bahn auf den Monte San Salvatore fährt bis fast um Mittetnacht, das wollen wir nun ausnutzen. Zum Sonnenuntergang sind wir oben und geniessen den Rundumblick, der bis weit nach Italien reicht. Selbst das Gebirge vor Genua ist sichtbar, obwohl es etwa 140km weit weg ist. Dabei träumen wir auch ein wenig von Italien selbst.
Je tiefer die Dämmerung ist, desto mehr sehen wir die Lichter der Stadt. Auch tief in der Po-Ebene sehen wir viele Lichter. Auf der Karte stellen sie sich als Mailand und den dazugehörigen Flughafen heraus.
Um 22:30 nehmen wir die zweitletzte Bahn runter. Vorher fällt mir aber eine Wolke auf, die ich mir kaum erklären kann: eine sehr hohe Schleierwolke leuchtet auch über eine Stunde nach Sonnenuntergang noch bläulich-weiss im fast schwarzen Himmel. Wenn, dann sollte sie ja eigentlich dunkelrot leuchten
42km

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