Category: Travel

  • Puno

    Das Kopfweh ist immer noch da, aber irgendwie anders. Ich glaube, es liegt nun am unterkühlten Kopf, denn der hatte keinen Platz unter den 3 Lagen Wolldecke und weh tut nur die Seite, die nicht vom Kissen gewärmt wurde. Warme dusche gibt es auch nicht, nur eine sehr kalte. Ist aber kein Problem, ich komme auch ohne Dusche aus! Jetzt ist das Motto schnell wieder weg. Und zwar nach Puno, das ist zumindest ein Touristenort und sicher schöner. Das Bedürfnis nach einem schönen Hotel mit warmer Dusche, geheiztem Zimmer und gutem Frühstück ist nun so gross, dass ich mir ein gutes Zimmer reserviere im Internet.

    Der Bus nach Puno fährt nicht dort wo ich angekommen bin, dann frage ich mich halt zum richtigen Ort durch. Klappt alles wunderbar und schon bin ich am Ziel. Nun will ich mal meine Leistungsfähigkeit testen und die 2 Kilometer wieder zu Fuss mit den knapp 30kg Gepäck zurücklegen. Immerhin bin ich hier auf etwa 3900m über dem Meer. Davon merke ich zum Glück nicht so viel, das Gepäck ist etwa gleich sauschwer wie sonst auch.

    Das Hotel ist wirklich schön und die Heizung im Zimmer wird sofort eingeschaltet. Zum Mittagessen gibt’s ein ganz feines Stück vom Lama und danach brauche ich noch eine Wollmütze, damit mein Kopf nie mehr frieren muss. Denn dem Kopf geht’s unterdessen wieder ganz gut. Dass ich recht hoch bin, merke ich aber beim Aufstieg zum Aussichtspunkt, das Herz rast sofort obwohl es nicht weit hoch geht.

    Eine Runde an den Titicaca See muss natürlich noch sein. Der ist zwar sehr schön und das Ufer auch schön gemacht, aber die Peruaner sind auch richtige Schweine. Überall liegt Abfall im See. Die armen Vögel hier müssen im dem ganzen Mist leben.
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    Da mindestens jedes zweite Restaurant hier auch eine Pizzeria ist, muss ich fast eine probieren in einer Pizzeria mit Holzofen. Die Pizza ist wirklich gut, aber nicht auf italienischem Niveau. Das Essen im Peru ist allgemein sehr gut, aber ehrlich gesagt muss ich ab und zu was italienisches essen, denn das kriegen viele Länder in allen Amerikas nicht richtig hin. Und wenns eben gut ist wie hier, dann muss ich auch zuschlagen!

    Da meine Backupfestplatte mit Kartenleser sich selbst zerstören könnte, wenn sie auf über 3000m eingeschaltet wird (die Lese/Schreibköpfe schweben auf einem Luftpolster über der Platte. Bei zuwenig Luft können sie in die Platte abtauchen und diese und sich selbst zerstören), mache ich hier lieber keine Fotobackups und habe somit auch die Fotos nicht um sie in diesen Blog zu laden. Nur die Handyfotos natürlich. Das bleibt jetzt noch eine Weile so, weil hier halt alles so hoch ist.

  • Die hässlichste Stadt

    Es wird Zeit in höhere Gegenden aufzusteigen, denn im Moment bin ich nur auf 2’500m über Meer. Eisenbahn fährt von hier leider auch keine, also wieder der Bus. Mein Ziel ist Puno, aber laut Internet gibt es nur einen Nachtbus dorthin. Also fahre ich nach Juliaca, da gibt es einen gemütlichen Tagesbus.

    Kurz nach Abfahrt steigt ein “Verkäufer” ein und versucht mit ewig langem Geschwafel seine gratis-Lehrbücher für Kinder in Mathematik, Englisch und Spanisch loszuwerden. Die ersten paar Minuten höre ich noch zu, aber dann wird es mir zu langweilig.

    Arequipa ist die Staustadt schlichthin, der Bus braucht über eine Stunde um dem Chaos zu entkommen. Die angegebene Mindestgeschwindigkeit von 45km/h wird dabei immer unterschritten und liegt zwischen 0 und 5km/h. Ist mir sogar lieber, als wenn der Bus mit 45 durch die Strassen pflügt.

    Über wunderschöne Töffstrassen wird jetzt Höhe gewonnen. Die Landschaft wird jetzt auch ein wenig grüner und wir verabschieden uns von der Wüste. Auf 4’500 m ü. M. erreichen wir eine Hochebene. Der Luftdruck liegt hier noch bei 590mBar und man merkt irgendwie schon, dass weniger Luft in die Lungen kommt. Mit der Zeit bekomme ich auch ganz wenig Kopfweh, aber ich bin mir nicht sicher, ob das am Luftdruck oder zuwenig trinken liegt. Da ich lieber nicht auf die Toilette will, trinke ich auch nichts und futtere das feine Riesenpopcorn, dass hier überall verkauft wird. Der Schnee ist nicht mehr viel höher, etwa 500-1000m über der Ebene liegt er.

    Dann geht’s wieder ein wenig runter. Auf etwa 4000m scheint die Baumgrenze zu sein. Nach einer wunderschönen Aussicht auf einen See geht’s in die Stadt rein. Viele Strassen sind nicht geteert, was mit dem vorherigen Regen und den Pfützen in einer Schlammschlacht ausartet. Die Hauser stehen alle im Rohbau da ohne jeglichen Verputz und mit ohen herausradenden Betoneisen, damit man noch ein Stockwerk anhängen könnte. Bei all dem Schlamm, Dreck und den hässlichen Häusern hat Juliaca den Titel “Hässlichste Stadt, die ich bis jetzt gesehen habe” redlich verdient!

    Obwohl die Stadt hässlich ist, habe ich keine Lust um weiter zu fahren. Eine Unterkunft ist schnell gefunden, ganz viel Wasser getrunken und nun muss der Hunger gestillt werden. Nach nur Popcorn und Panetone brauche ich was fruchtiges. Ein Restaurant hat Fruchtsaläte, ist aber komplett besetzt. Nach einer Runde um die Häuser ist es zwar leer, aber geschlossen. Beim Busbahnhof finde ich sogar ein wenig versteckt meinen Fruchtsalat für einen Franken. Was mir auffällt sind die peruanischen Hochlandfrauen: sie scheinen ihr ganzes Leben lang zu wachsen, zuerst in die Höhe, dann in die Breite. Es ist extrem auffällig, dass die jungen Frauen alle schlank sind und die älteren übergewichtig. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Küchenchefin zuhause auch bestimmt wer wie viel isst. Und da kommt sie selbst nie zu kurz. Bei den Männern ist es viel weniger auffällig.

    Die Unterkunft ist nicht geheizt und etwa 14° kalt. Draussen gibt’s am Abend ausser einer Schlammschlacht nichts zu tun. Also gehe ich früh ins warme Bett und schaue noch ein wenig fern. Dabei bin ich erstaunt wie viel ich bei den spanischen Sendern verstehe! Da das Kopfweg nicht weg ist, schalte ich aber schnell wieder ab um zu schlafen.

  • Nochmals Arequipa

    Das Wetter ist eher bewölkt heute. Perfekt um die gute Internetverbindung auszunutzen zum telefonieren. Gegen Mittag geht’s dann mit der Infrarotkamera raus, die habe ich schon länger nicht mehr gebraucht.
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    Da es jetzt kälter wird muss ich zumindest noch einen schön warmen Pulli kaufen. Mit etwa 12 Franken sind die sehr billig hier.

  • Arequipa

    Viel konnte ich im Bus nicht schlafen, aber zumindest ein wenig. Sobald die Sonne hoch kommt bin ich auch schon wieder hellwach. Wir fahren durch die Wüste mit Sanddünen und Hügeln. Einmal sind Schneeberge im Hintergrund zu sehen, doch sie sind weg bevor ich ein Foto schiessen kann. Zusätzlich sind sie auch in Wolken gehüllt.

    Etwa um 9:00 kommt der Bus an. Die Station ist einige Kilometer vom Zentrum weg. Da ich jetzt ewig lange gesessen bin, schleppe ich mein schweres Gepäck zu Fuss dorthin und checke im erst besten Hotel ein. Die nächste Nacht will ich meine Ruhe und ein Zimmer für mich. Das hatte ich sowieso schon ewig lange nicht mehr. Und wenn schon, dann gibt’s auch gleich die Hochzeitssuite für 20 Franken pro Nacht. Die hat zumindest ein vernünftig grosses Bett, ansonsten ist die Einrichtung spärlich. Aber bei dem Preis passt es.

    Die Ortschaft ist auch sehr hübsch, jedenfalls das Zentrum. Der Markt ist fast am Interessantesten, es gibt ganz viele verschiedene Kartoffel- und Maissorten. Z.B. gibt es riesiges und sehr gutes Popcorn, aber auch schwarzen Mais. Die Fleisch- oder Fischstände schaue ich lieber nicht an, da liegt alles offen und ungekühlt herum. Merke: Fleisch immer nur komplett durchgebraten essen hier.
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    Am Abend ist der Plaza de las Armas gut bevölkert als ein paar Tanzpaare eine Kostprobe ihres Könnens geben. Just zur blauen Stunde sind auch sehr viele lokale Fotografen mit älteren Digitalspiegelreflexkameras unterwegs, die die Leute hier wohl gegen Bezahlung fotografieren. Lustig ist, dass all diese Fotografen genau gleich angezogen sind.
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    Auch ganz interessant sind die Läden hier. Ausser den amerikanischen Junkfoodketten gibt es hier keine internationalen Läden mehr so wie in Lima. Die Geschäfte scheinen alle lokalen Leuten zu gehören.

  • Auf der Strasse nach Süden

    Im Badezimmer wird mir mal wieder bewusst, dass ich in Lateinamerika bin. Die 110V Phase ist fix mit dem Lampenschirm verbunden. Zum Glück bin ich selbst genügend gut isoliert, so dass der Stromschlag nicht stark ist.

    Ein Blick auf die Kreditkartenabrechnung zeigt, dass die Fluggesellschaft Avianca meine Onlinezahlung doch abgebucht hat und der Flug somit mehr als doppelt bezahlt wurde. Denn einen Grund die Buchung abzubrechen und nochmals ein teureres Ticket zu verkaufen gab es somit nicht mehr. Naja, wenn sie einen Erstkunden so verarschen, dann weiss ich jetzt wen ich meiden muss. Das Büro in Miraflores ist zu Fuss erreichbar, und genau das mache ich jetzt. Eigentlich will ich ja das Geld für das teurere Ticket zurück, aber da das sicher Chancenlos ist, konzentriere ich mich auf das stornierte Ticket. Die Mitarbeiterin verfasst ein Email um die Rückgabe des Geldes zu veranlassen. Da bin ich nun gespannt.

    Ich selbst mache mich nun auch auf den Weg, aber diesmal mit dem Bus. Ich will ja was von der Landschaft sehen. Das Zeil Arequipa ist weit im Süden, was eine Nachtfahrt bedeutet. Bei der Buchung habe ich geschaut, dass ich die beste verfügbare Klasse finde, die zumindest fast ein Bett wird. Richtige, komplett horizontale Betten habe ich leider nicht gefunden.

    Das Einchecken ist fast wie am Flughafen: zuerst wird das Gepäck abgegeben, dann im Wartesaal gewartet bis man aufgerufen wird. Beim Einsteigen gibt es noch eine kurze Sicherheitskontrolle.

    Der Bus fährt pünktlich ab und der Sitz ist sehr bequem. Nur der Fussraum ist mir zu klein, ich kann meine Beine nicht komplett strecken. Ok, die Busse sind auch in erster Linie für kleine Inkas gebaut und nicht für grosse Europäer. Das Internet funktioniert leider nicht, aber Filme können direkt aufs Handy gestreamt werden. Nach dem farbenprächtigen Sonnenuntergang schaue ich noch 3 Filme, alle auf Spanisch. Ich bin erstaunt wie viel ich verstehe.
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    Der Bus fährt immer schön dem Meer entlang durch die Wüste. Allzu viel gibt es nicht zu sehen. Die Strasse selbst ist meistens gut, aber ab und zu ein riesiges Gerüttel. Dann fährt er meistens über eine Sandpiste soweit ich das von meinem Platz sehe.

  • Schwimmen

    Normalerweise wenn man an ein kaltes Meer kommt, dann geht man einfach ein paar tausend Kilometer nach Süden und es wird schön warm. Das hat beim Pazifik in den USA geklappt, aber hier ist das nicht mehr so. Im Süden ist es nur noch kälter. Wenn ich also im Südpazifik schwimmen will, dann muss ich es hier machen.

    Gesagt, getan. In der Badehose geht’s ab zum Strand. Bei den Wellen und dem groben Kiesstrand fühlt es sich an, also ob die Füsse gesteinigt werden. Trotzdem bleibe ich eine Weile stehen um mich an das kalte Wasser zu gewöhnen. Irgendwann kann ich mich überwinden und gehe richtig schwimmen. Aber nur für ein paar Minuten und dann geht es schon wieder raus.

    Am Nachmittag geniesse ich nochmals die Küste und verstecke mich eher von der Sonne. Denn obwohl die Sonne nie richtig scheint, ist die Strahlung hier sehr intensiv und hat meine eigentlich sehr sonnengewöhnte Haut gestern ans Limit gebracht.

  • Miraflores

    Nun bin ich mitten in der Hauptstadt Perus gelandet im Stadtteil Miraflores, also Aussicht auf Blumen. Blumen gibt es hier weniger, denn hier ist eigentlich Wüstenzone. Lima ist nach Kairo die zweit trockenste Hauptstadt der Welt. Der Grund ist ein gewisser Herr Humboldt, der kaltes Wasser aus der Antarktis der Küste entlang zum Äquator schickt. Ok, dass er es macht ist natürlich ein Witz, aber er hat den Strom entdeckt wie so vieles anderes. In Nordamerika sind auch ganze Regionen nach ihm benannt. Der etwa 18° kalte Pazifik kann zuwenig Wasser verdunsten und produziert nur kalten Nebel durch die Nacht. Zusätzlich macht er so noch eine Inversionslage, die die Feuchtigkeit daran hindert aufzusteigen.

    Als erstes muss ich nun den Pazifik sehen. Dazu spaziere ich gemütlich an die Küste und runter ans Meer. Die Temperatur muss auch geprüft werden, und da komme ich wie oben erwähnt etwa auf 18°C. Surfer sind trotzdem ganz viele unterwegs. Oben auf den Klippen ist die Aussicht besser, also gehe ich wieder hoch und drehe eine Runde. Die Parkanlagen sind wunderschön und perfekt gepflegt. Auch der ganze Stadtteil hier wirkt sehr modern und top in Schuss. Es finden sich auch Einkaufszentren mit allen internationalen Markenläden. Man bekommt also alles hier.
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    Zum Sonnenuntergang mache ich nochmals die Runde zum Strand um Fotos zu schissen. Ganz zu meiner Überraschung finden sich nun im Park der Liebe ganz viele Liebespärchen ein. Wer hätte das ahnen können. Der Sonnenuntergang selbst ist fast so spektakulär wie in Oregon mit vielen Farben am Himmel. Das bestätigt nun meine Theorie zu den dunkelroten Sonnenuntergängen mit von unten beschienenen Wolken: Das kalte Meer produliert eine Inversionslage direkt über dem Meer, welche durch einen Linseneffekt das Sonnenlicht dem Meer entlang beugt und damit die Wolken noch lange Zeit nach Sonnenuntergang bescheinen kann. Das Licht ist durch den langen Atmosphärenweg viel dunkelroter als bei einem normalen Sommenuntergang.
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    Da ich eine italienische Pizzeria entdeckt habe, muss das peruanische Essen noch waren. Die Lust nach einer guten Pizza ist zu gross. Diesmal habe ich schwein und bekomme eine wirklich gute Pizza. Auch das am Vorabend angepriesene Bier ist sehr gut und passt dazu.
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  • Vom Winter in den Sommer

    Jetzt ist wieder packen angesagt, heute geht mein Flug nach Lima. Also alles schön packen, auschecken, Gepäck abstellen und noch ein wenig in die Stadt gehen. Da will ich noch die Sizilianische Meisterpizza mit Büffelmozzarella und Rohschinken probieren. Der Chef ist heute nicht anwesend, nur ein junger Typ ist ganz alleine da. Mineralwasser ist nicht vorrätig.
    Die Pizza selbst ist auch wiederum weit entfernt von italienischer Meisterklasse. Der Teig ist nicht speziell gut, die Tomatensauce schmeckt kaum, der Mozzarella ist nicht so richtig gut, dafür ist alles in Olivenöl ertränkt.
    Müde von der Pizza nehme ich lieber ein Taxi zum Flughafen. Die Reception hat das Taxi schon früher bestellt wegen dem Stau.

    Die etwa einstündige Fahrt kostet nur 20 Franken, und ich habe eh noch genug Pesos. Am Flughafen wechsle ich noch schnell die Kleider, was sich als Fehler entpuppt: die Schlange am Schalter hat sich in den paar Minuten vervielfacht. Ich checke am Automaten ein um mich an die Gepäckabgabe Schlange zu stellen. Die dauert trotzdem ewig, so lange dass jetzt Passagiere der nächsten Flüge nach vorne gerufen werden und ich somit nochmals länger warten darf. Die Gepäckabgabe selbst dauert auch jewails 5-10 Minuten, weil noch Sachen eingetippt werden müssen. Natürlich im bekannten lateinamerikanischen Tempo. Nach einer Stunde bin ich durch und kann endlich zum Gate gehen. Bei der Sicherheits- und Ausreisekontrolle ist dafür niemand. Die stehen alle noch beim Check-in. Da den Beamten langweilig ist, wollen sie mein Gepäck auch gerne ansehen und ich werde 3x gefragt wie lange ich in Kolumbien war und wieso. Alle anderen Länder fragen das vor der Einreise.

    Der Flug über den Äquator ist pünktlich und problemlos. Geografisch gesehen bin ich also von Winter in den Sommer geflogen, auch wenn hier das ganze Jahr die Temperatur gleich ist. Auch durch die Einreisekontrolle und den Zoll komme ich recht schnell. Da es schon spät ist, habe ich die Jugi gebeten, ein Taxi zu organisieren. Das ist in den Ländern die sicherste Option, da es ein gewisses Risiko gibt, dass ein Taxi von der Strasse einem entführt. Bei bestellten Taxis ist das Risiko gering, da die Zentrale ja weiss wer mich mitnimmt. Zu meiner Überraschung ist das Spanisch hier in Lima sehr klar und verständlich. Mit den Leuten kann ich also problemlos sprechen.

    In der Jugi ist nicht viel los, aber genau deshalb habe ich sie gebucht. Aber ein paar Reisetipps bekomme ich am Tisch auf der Terrasse noch von einer deutschstämmigen Brasilianerin. Und auch Biertipps, sie kann ihre Wurzeln nicht verleugnen und steht auf Bier, welches hier in Peru viel bessser ist als in Brasilien. Ich erfahre auch, dass nicht mal Brasilianer das Portugisisch von Portugal verstehen und es in Brasilien viel näher am Spanisch ist.

  • Botanischer Garten

    Als allererstes muss ich nun zur Fluggesellschaft und mein Ticket sichern. Das klappt auch wunderbar wie erwartet. Sogar die erwartete Preiserhöhung ist da. Das Problem war, dass die Zahlung per Kreditkarte nicht funktionier hat obwohl ich ein Email mit Bezahlstatus: bestätigt bekommen habe. Internationale Zahlungen sind halt immer so eine Sache.
    Da das endlich geklappt hat und die Sonne scheint, will ich nun noch was von der Stadt sehen. Dazu nehme ich die U-Bahn, welche eher eine Ü-Bahn ist, und fahre zum botanischen Garten. Zuerst verirre ich mich in einen Vergnügungspark, was mich gar nicht stört. Der Eintritt ist gratis, nur die Attraktionen kosten je etwa 2 Franken. Leute hat es fast keine. Ich schaue mich um und mache eine Fahrt durch den Dinosaurierwald. Nach dem Besuch im Spiegelkabinett gehe ich endlich in den botanischen Garten.
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    Der Garten sieht wirklich schön gepflegt aus, nur die Beschriftung der Pflanzen fehlt irgendwie. Die Leute nutzen den Park um in der Natur spazieren zu gehen und liegen auf dem Gras. Ich finde ihn auch ganz schön, aber auch nichts spezielles.

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    Vom Stadtzentrum selbst habe ich noch kaum was gesehen. Deshalb gehe ich nun zu Fuss zurück ins Zentrum. Da herrscht gerade Stossverkehr mit vielen Autos, Töffs, Busse und Fussgängern. Auch viele Marktstände sind überall anzutreffen. Das allgemeine Preisniveau kann man an den Telefonständen sehen. Die Minute in alle Netzte kostet zwischen 100 und 200 Pesos, eben je nach Gegend.
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    Vom Zentrum aus nehme ich wieder die Metro zurück.

  • Neujahr

    Das neue Jahr wartet sogleich mit einer Enttäuschung auf. Die Fluggesellschaft hat meinen Flug aufgrund von Problemen mit meinen Daten storniert und rät mir eine Geschäftsstelle aufzusuchen. Na wunderbar, genau das kann ich jetzt gebrauchen.

    Laut Internet gibt es ein zu Fuss erreichbares Büro in einen grossen Shoppingcenter, welches auch an Feiertagen geöffnet ist. Mein Plan ist es, punkt 12:00 dort zu sehen wenn es öffnet, also gehe ich lieber genug früh.

    Das Wetter ist wunderschön und die Strassen fast leer. Die Leute sind scheinbar immer noch betrunken und teilweise agressiv. 2 gehen mit Steinen und Flaschen aufeinander los und ziehen Schaulustige an. Ich schleiche mich vorbei und freue mich, dass die Polizei sogleich auftaucht.

    So wie es aussieht bin ich nun im Bankenviertel gelandet mit Hochhäusern und schönen Parkanlagen, alles schön gepflegt. Das Einkaufszentrum ist einfach zu finden, aber noch komplett zu und öffnet erst um 12:00. Leider ist das Büro noch nicht offen, also schaue ich mich ein wenig um. Es hat sogar eine Eisbahn hier! Fast alle Geschäfte sind zu heute. Als das Büro um 14:00 immer noch nicht offen ist, gebe ich auf und gehe Mittagessen. Selbst um 15:00 ist es immer noch zu. Heute scheint der einzige Tag im Jahr zu sein, an dem das Büro den ganzen Tag geschlossen ist. Perfektes Timing also. Nun verschiebe ich meinen Besuch halt auf morgen und muss mit einem höheren Preis rechnen. Zumindest hat der Jumbo offen und bietet eine riesige Auswahl an Lebensmitteln.
    Nun ist der Tag leider erfolglos gelaufen und es bleibt zu wenig Zeit um noch etwas anderes zu machen.
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