Category: Travel

  • Boarding…

    Nun ist die Zeit gekommen! Ich habe (hoffentlich) alles gepackt, eingecheckt und bin im Flugzeug.
    Das Einchecken des Velos war zwar ein zeitaufwändig, aber kein Problem. Es gibt einen Service dafür beim Check-in 2. Dann das verpackte Velo zum Schalter bringen für den Kleber und es beim Sperrgut Schalter abgeben.
    Dauert und ist mühsam, aber kein Problem!
    Jetzt hoffe ich, dass die Weiterreise gut klappt!

  • Bald geht’s los

    Unterdessen ist fast alles organisiert für die 6-Monatige Reise durch die Amerikas und schon bald geht es los!
    Zuerst nach Vancouver und dann mit dem Velo der Küste entlang bis San Diego.
    Zum entspannen geht’s nach Mexiko an die Karibik und nach Kuba. Danach den Anden entlang nach Süden.
    Viel genauer will ich das noch nicht planen, flexibel reisen ist sowieso schöner!

  • Über den Hügel zurück

    Wegen dem Streik stehen die französischen Bahnen heute still. Das ist jetzt aber kein Problem mehr: ich muss nur noch einen Hügel überwinden und schon bin ich in Genf. Da ich gestern erst spät angekommen bin, habe ich die Wäsche auf heute verschoben, also zuerst waschen und dann bei strahlendem Sonnenschein losfahren. Die Kleider trocknen so auch sehr schnell am Körper. Die Aussicht auf den See ist leider meist verdeckt, aber es macht trotzdem Spass den Hügel rauf. Für letzte Einkäufe steht sogar noch ein französischer Supermarkt am Strassenrand. Kurz nach dem Gipfel mache ich Mittagspause an einem gemütlichen Picknicktisch und kann 3 Frauen beobachten, welche an einer Ausfahrt des Kreisverkehrs stehen und ihren Beruf nachgehen.
    Auch bei der Abfahrt gibt es leider kaum Aussicht auf den Genfersee, und es ziehen Wolken auf. Um die Navigation tu traninieren folge ich nun nur noch den Strassenschildern und der Intuition. Das funktioniert ganz gut, bis ich einem falschen Fluss folge, den ich kurz für die Rhone halte. Ein Blick auf die Karte verrät dann den Irrtum. Den Gedanken, noch dem See zu folgen verwerfe ich wegen des nicht mehr so tollen Wetters und fahre direkt mit dem Zug zum Elternhaus.

  • Durchquerung der Pyrenäen

    Allzu weit ist es nicht mehr bis nach Frankreich. Nur noch knapp 40km spanische Pyrenäen fehlen. Ich mache mich möglichst früh auf den Weg, was aber erst um 9:30 ist, da das Frühstück eher spät anfängt. Nach ein paar Kilometer Flachland geht es der Hauptstrasse entlang hoch, aber nicht wirklich weit: kein Punkt ist höher als 200m über Meer, es geht aber immer wieder direkt ans Meer.
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    Nach einigem hoch und runter erreiche ich die Grenze nach Frankreich auf einem “Pass”. Danach geht’s nur noch runter bis zum Bahnhof. Der ist komplett verlassen, aber ich bin auch noch eine Stunde zu früh. Also esse ich draussen zu Mittag und danach ist auch ein Schalter offen. Der Küste entlang fahre ich mit dem Zug nach Avignon. Der Plan ist es, in Avignon zu übernachten und von morgen den Rest der Strecke zu fahren.
    Als ich am Schalter das Ticket für morgen kaufen will, muss ich jedoch herausfinden, dass die französische Bahn bei diesem Plan nicht mitspielen will, da morgen gestreikt wird und nichts nehr fährt. Zum Glück erwische ich noch einen Zug nach Lyon und dann gleich noch einen nach Annecy. So komme ich zwar erst spät an, bin aber zumindest in Veloreichweite zur SBB.
    Leider sind viele Hotels und die Jugi schon ausgebucht, aber im Internet finde ich noch eins, dass ein halbwegs bezahlbares Zimmer hat. Ohne es zu buchen fahre ich dorthin und erwische es noch. Das Internet kann schon ganz praktisch sein!

  • Velowege

    Das Ziel ist es, wieder zurück nach Frankreich zu fahren. Da es aber noch über 100km sind, will ich es gemütlich angegen und in 2 Tagesetappen einteilen. Um möglichst keine Umwege zu fahren, programmiere ich das Navi. Es nimmt bevorzugt Velowege, was mir natürlich gut passt. Gegen Mittag befinde ich mich mitten zwischen Feldern an einer Kreuzung und beschliesse, die Ruhe auszunutzen und Mittagspause zu machen. Die Ruhe hält aber nicht lange: zuerst kommt eine Gruppe Mountainbiker und quatascht an der Kreuzung. Wenn sie endlich weg sind, höre ich einen Traktor und schon bald kommt eine Gruppe Schüler, die nicht weit von mir Musik abspielen. Nachdem ich fertig bin, kommt auch noch ein Traktor und sobald ich stehe wird das Bänklein von 2 Leuten beschlagnahmt. So viel zur ruhigen Mittagspause.
    Die Fahrt geht weiter durch Ortschaften und vor allem durch Velowege. Diese sind aber teilweise kaum als solches zu erkennen und mutieren zu 5cm breiten Trampelpfaden. Am Ende dieses Pfades suche ich die Beine nach Zecken ab und bin froh nichts zu finden und heil durchgekommen zu sein. Auch an einem Naturschutzgebiet komme ich vorbei, aber auch das ist nicht wirklich erkennbar, da überall Felder sind. Teilweise werden sie gerade überflutet.
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    Nach über 60km suche ich ein Hotel möhlichst nahe am Weg. In der kleinen Ortschaft werde ich sogar fündig: das hübsche 2* Hotel hat zwar nicht offiziell offen, aber im Nachbarhotel kann ich einchecken.

  • Die Küste hoch & runter

    So ein Campingplatz mitten in der Stadt hat auch sine Nachteile: Der Lärm der Autos ist auch mit Ohrenstöpseln gut zu hören. Aber ich kann trotzdem einigermassen schlafen und stehe erst um 8:00 auf und esse danach was zum Frühstück im Café nebenan. Da ich das Zelt nicht nass einpacken will, lasse ich es noch bis 10:00 trocknen in der Sonne.
    Danach fahre ich los nach Norden. Der Wef ist aber nicht allzu einfach: die Strasse geht immer wieder hoch und runter. Dafür wird man aber immer wieder mit einer schönen Aussicht belohnt!
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    Nach knapp 50km komme ich in eine schöne Ortschaft und beschliesse, ein gemütliches Hotel zu suchen. Nach dem einchecken, duschen und Kleider waschen schaue ich mich noch in der Ortschaft um. Zum Glück habe ich die Regenkleidung dabei: ein ausgewachsenes Gewitter scheucht mich in ein Restaurant, wo ich wohl oder übel ein Bier trinken muss, bis alles vorüber ist.
    Das Gewitter kühlt die Luft auch ab, so dass ich keine Lust mehr habe um mich weiter umzuschauen.

  • Und weiter im Zug

    Heute geht’s weiter bis ans Mittelmeer. Nach einem guten Frühstück fahre ich zurück zum Bahnhof, ohne Navi. Man will ja die Fähigkeiten testen ab und zu.
    Die Landschaft erinnert mich teilweise an die australischen und amerikanischen Wüsten, jedenfalls den Anfang davon. Ich muss definitiv nochmals zurück kommen mit dem Motorrad und das Landesinnere erkunden.
    Die letzte Stunde fährt der Zug dem Meer entlang, und das Wasser scheint recht warm zu sein, jedenfalls baden viele Leute.
    Doch mir stellt sich die Frage, wo ich übernachten soll: auf Grossstadt habe ich keine Lust, und bis Blanes sind es über 60km. Da auch nicht durch die Stadt radeln will und per Zufall an einem Bahnhof bin, nehme ich einfach den Zug weiter nach Blanes. Dort war ich als Kind mit der Familie zelten, und nun will ich aus nostalgischen Gründen wieder dasselbe machen!
    Der Zug braucht für die 60km fast 2h und fährt gemütlich der Küste entlang. Auch einmal umsteigen ist nötig, und mich nervt, dass das Gleis nie erscheint auf der elektronischen Tafel. Aber mann kann ja auch das Personal fragen.
    In Blanes mache ich mich sofort auf die Zeltplatzsuche, und er existiert noch und ist offen! Also einchecken und Zelt aufbauen.

  • Züglein, Züglein

    Heute gibt’s einen entspannten Tag nach der Anstrengung gestern: die nächste Etappe mache ich aus Zeitgründen mit dem Zug. Ich merke in den Beinen, dass sie noch ein Bisschen schlapp sind. Da die velokompatible Verbindung nach Barcelona nicht in einem Tag durchführbar ist, fahre ich erst am Nachmittg ab nach Zaragosa. Vorher schaue ich aber noch die Stadt an und esse zu Mittag.
    Allzu viel mehr ist nicht passiert, morgen geht’s dann weiter nach Barcelona ans Mittelmeer.

  • Das grosse Nichts

    Heute will ich mal meine Beine testen und schauen, wie weit sie mich bringen können bis sie müde werden. Das Ziel sind 100km zu schaffen, und das nachdem ich gestern schon 70km gefahren bin. Bis jetzt bin ich aber noch nie an mein Limit gekommen, und das wird nun geändert.
    Also fahre ich wieder los Richtung Osten. Es ist alles flaches Land und ich komme dank Rückenwind sehr schnell voran. Bis zum Mittag schaffe ich über 60km und bin stolz darauf. Da es in dieser Ebene fast nichts ausser Felder gibt, muss ich wirklich suchen, bis ich ein Restaurant finde. Dass es sonst nichts hat, ist aber auch ein Vorteil: es gibt kaum Verkehr. Das liegt aber auch daran, dass es paralell zu meiner Strasse auch eine Autobahn gibt. Es macht wirklich Spass mal die Vögel zwitschern zu hören anstatt immer nur Autos!
    Am Nachmittag dreht der Wind leider und kommt nun von vorne. Das macht das Vorwärtskommen natürlich nicht einfacher, und der Kampf beginnt nun. Ich merke schon, wie die Energie nun schwindet, aber das macht der Wille wieder wett. Ich will umbedingt bis Burgos kommen um dort dann auf den Zug umzusteigen. Also wird fleissig getreten und ab und zu pausiert. Auch das Hinterteil macht sich immer öfters bemerkbar, aber das gehört auch dazu. Ich will ja das Limit testen. Und schlussendlich klappt auch alles: Nachtessen, Ticket kaufen und ein Hotel finden. Wobei eben nicht ganz alles klappt: am Schluss habe ich 130km gemacht und das Gefühl, ich hätte noch 20 mehr geschafft. Aber das reicht für heute!

  • Flachland

    Als Abwechsung zu den vernebelten Hügel an der Küste erwartet mich hier wie gehofft eine flache, sonnige Landschaft. Da ich sowieso nochmals den Zug nehemen werde, ist es mir relativ egal wohin ich fahre. Tendenziell aber schon zurück, also nach Osten. Am Rande der Stadt entdecke ich einen Veloweg direkt einem Fluss entlang. Der muss natürlich befahren werden, und es ist eine richtige Wohltat mal keine Autos um einem rum zu haben. Als er fertig ist bin ich ein bisschen zu Abenteuerlustig und folge einem Wanderweg, der komplett im Schlamm endet. Halb verschlammt schaffe ich es umzudrehen und folge dem Weg auf der anderen Flusseite.
    Und irgendwie stoplere ich wieder über den Camino de Santiago, diesmal die Hauptroute. Es ist kaum fassbar welche Völkerwanderung da über tausende Kilometer unterwegs ist alle paar Minuten treffe ich jemanden.
    Der Weg führt aber schön ins Grüne und ist fast perfekt autofrei. Das gefällt mir, also folge ich ihm. Auch die Sitzbänke alle paar Kilometer sind ganz praktisch.
    Auf einem Strommasten entdecke ich ein Storchennest mit Jungtieren und einem Elternteil. Der andere Teil iat gerade unterwegs in der Luft. Eine gute Gelegenheit das Teleobjektiv auszupacken.
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    Mit Rückenwind geht es richtig schnell vorwärts, und nach etwa 70km suche ich ein Bett.