Heute will ich mal meine Beine testen und schauen, wie weit sie mich bringen können bis sie müde werden. Das Ziel sind 100km zu schaffen, und das nachdem ich gestern schon 70km gefahren bin. Bis jetzt bin ich aber noch nie an mein Limit gekommen, und das wird nun geändert.
Also fahre ich wieder los Richtung Osten. Es ist alles flaches Land und ich komme dank Rückenwind sehr schnell voran. Bis zum Mittag schaffe ich über 60km und bin stolz darauf. Da es in dieser Ebene fast nichts ausser Felder gibt, muss ich wirklich suchen, bis ich ein Restaurant finde. Dass es sonst nichts hat, ist aber auch ein Vorteil: es gibt kaum Verkehr. Das liegt aber auch daran, dass es paralell zu meiner Strasse auch eine Autobahn gibt. Es macht wirklich Spass mal die Vögel zwitschern zu hören anstatt immer nur Autos!
Am Nachmittag dreht der Wind leider und kommt nun von vorne. Das macht das Vorwärtskommen natürlich nicht einfacher, und der Kampf beginnt nun. Ich merke schon, wie die Energie nun schwindet, aber das macht der Wille wieder wett. Ich will umbedingt bis Burgos kommen um dort dann auf den Zug umzusteigen. Also wird fleissig getreten und ab und zu pausiert. Auch das Hinterteil macht sich immer öfters bemerkbar, aber das gehört auch dazu. Ich will ja das Limit testen. Und schlussendlich klappt auch alles: Nachtessen, Ticket kaufen und ein Hotel finden. Wobei eben nicht ganz alles klappt: am Schluss habe ich 130km gemacht und das Gefühl, ich hätte noch 20 mehr geschafft. Aber das reicht für heute!
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