Gestern war die Gasflache leer und wir konnten das Frühstücksrührei nicht machen. Heute ist die Küche wieder voll in Betrieb und ich mache mich ans Frühstück kochen. Damit Diana schliessen kann, lege ich den Zimmerschlüssel direkt neben die Türe aufs Brett, denke ich jedenfalls. Als Diana kommt, sagt sie, dass der Schlüssel nicht dort war. Wir essen erstmal und dann mache ich mich auf die Suche. Entweder ist er runtergefallen in unser Gepäck oder ich habe ihn mitgenommen und irgendwo abgelegt auf dem Weg. Also durchsuche ich die Küche und den Weg dorthin. Kein Glück. Also durchsuche ich das Zimmer und alles Gepäck unter dem Brett. Auch dort ist er nicht. Weit kann er nicht sein, aber wo? Ich habe keine Ahnung mehr…
Diana überlegt sich nun auch wo sie war: Sie ging in ein anderes Zimmer und hat dort das Kissen getauscht. Anscheinend hat sie den Schlüssel doch mitgenommen und ihn dann auf dem Bett im anderen Zimmer liegen gelassen. Wir sind froh, dass wir ihn wieder gefunden haben und ich freue mich, dass ich nicht der Einzige bin, der ab und zu Dinge verlegt und nicht mehr weiss wohin.
Nun steht dem Tag nichts mehr im Weg. Wir packen das Quad, kaufen das Mittagessen ein und fahren ans andere Ende des Strands, Pochote. Dort lassen wir es stehen und schnappen uns den nächsten Kapitän, der uns mit dem Boot zum Strand der Toten bringt. Wir machen ab, dass er uns um 17:00 wieder abholt.
Ich mache nun meine Lieblingsbeschäftigung: faul rumliegen. Irgendwie brauchen wir mal ein grösseres Badetuch, damit wir beide zusammen faul rumliegen können. Aber so hat Diana zumindest eine Rückenlehne.
Irgendwann habe sogar ich genug vom rumliegen und gehe schnorcheln. Letztes Mal habe ich hier ein paar Korallen gesehen, doch es war zu dunkel. Jetzt ist es zwar hell, aber die Sicht ist extrem schlecht. Die Wellen wirbeln den Sand auf und man sieht kaum die Hand vor den Augen.
Endlich haben wir wieder eine Papaya zum essen en la Playa, denn gestern gab es keine mehr in den Geschäften. An den Überresten sind auch die Einsiedlerkrebse sehr interessiert. Hier scheint es jedoch kaum grössere Schneckenhäuschen zu haben, denn die grösseren Krebse haben meistens zu kleine Häuschen. Am Strand finde ich sogar einen obdachlosen Einsiedlerkrebs, der kein Häuschen hat. Jetzt sehen wir endlich wie sie hinten aussehen: Sie haben einen recht langen, spiralförmigen Schwanz, den sie in die Schneckenhäuschen rollen. Das macht irgendwie noch Sinn. Wir setzen ihn zu einem Stück Wassermelone wo schon Artgenossen sind. Diese mögen ihn aber gar nicht und greifen ihn sofort an. Offenbar gibt es kein Sozialnetz bei den Einsiedlerkrebsen: Obdachlose werden aggressiv angegriffen und verstossen, auch wenn sie viel grösser sind als sie selbst.
Vor Sonnenuntergang werden wir zurückgebracht. Das reicht noch für einen kurzen Schwumm für Diana und wir können den Sonnenuntergang geniessen. Dann packen wir alles, fahren nach Los Delphines, kaufen was ein und holen Geld.
Jetzt probieren wir noch ein anderes Restaurant in der Umgebung unseres Hotels aus wo wir mit dem Velo nicht hingekommen sind. Cordon Bleu haben sie gerade nicht, aber ab und zu nehme auch ich Fisch, und der ist sehr gut.
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