Irgendwie habe ich es geschafft mich zu erkälten und habe ein wenig Schnupfen. Das kann eigentlich nur wägrend der Nacht passiert sein, denn Diana kann nur einschlafen wenn die Klimaanlage läuft. Ich wiederum habe mich wunderbar an die Temperaturen gewöhnt und brauche eine Klimaanlage höchstens um krank zu werden. Da Diana den Reis nicht so gut vertragen hat, hat sie die Klimaanlage auch mehrmals laufen lassen in der Nacht.
Um die Nase zu spühlen gehe ich nun in die Wellen. Es ist fast Flut und der Panica Fluss schon hoch. Da ich aber in der Badehose unterwegs bin, überquere ich den Fluss problemlos und gehe zur Stelle mit den schönsten Wellen. Hier hat es auch 2 Fischer, die am angeln sind. Ich halte Abstand und gehe in die Wellen.
Mit etwa 0.5-1.2m sind sie an der unteren Grenze zum rutschbaren, machen aber trotzdem viel Spass. Ich schaue immer den Punkt zu erwischen wo eine Welle gerade anfängt zu brechen, schiebe mich vorwärts und versuche mit dem Bauch die Welle runter zu rutschen. Wenn alles perfekt klappt, schiebt mich die Welle 10-20m weit mit. So richtig habe ich es aber nie gemessen. Die grossen Wellen schieben einem dann noch weiter mit.
Neben mir entsteht auf einmal ein Sprudelbad. Es ist etwa 5m von mir weg und hat einen Durchmesser von auch etwa 5m. Offenbar hat ein grösserer Fisch einen Schwarm kleine Fische in Panik versetzt. Das bleibt nicht unbemerkt, die Profifischer sind sofort zur Stelle. Nein, nicht die Angler, sondern die richtig professionellen mit Flügeln und einem Schnabel, der wie ein Netz gebaut ist. Natürlich die Pelikane, sie fliegen tief und lassen sich genau dort ins Wasser fallen. Ist schon fies als kleiner Fisch: man wird zuerst aus dem Wasser angegriffen, versucht aus dem Wasser zu flüchten und schon wird man auch noch aus der Luft angegriffen.
Auch sonst springt ab und zu ein grösserer Fisch aus dem Wasser als ich weiter am Wellenreiten bin. Und immer wieder stürzen sich Pelikane ins Wasser. Dabei fliegen sie zuerst nur ein paar cm über dem Wasser, steigen dann hoch und plumpsen rein. Meine Nase wird auch so richtig durchgespühlt mit Meerwasser, das tut auch sehr gut. Dass die Linsen wieder etwas Sand darunter haben, ist weniger gut. Der kommt aber eher von den gestrigen Staubpisten. Trotzdem werde ich die Linsen heute entsorgen und ein paar Tage die Brille tragen.
Diana ist fertig mit Haare waschen als ich zurückkomme, und so bin ich an der Reihe. Nur ganz so einfach ist das nicht: mit jedem Mal, welches ich das Wasser aufdrehe, kommt weniger Wasser, bis es nur noch tropft. Ich schaffe es noch so knapp die Seife auszuwaschen, spühle aber lieber im Waschbecken nach, denn dort kommt das Wasser normal. Ich schreibe dem Hotelbesitzer das Problem und er meint, er komme gleich. Wobei “gleich” hier von 1 min bis 1 Tag alles bedeuten kann. Da er Deutscher ist, denke ich dass es noch heute ist. Nach einigen Stunden meint er aber, dass morgen jemand kommt. Da Diana unterdessen schwimmen war, muss sie jetzt halt im Garten duschen.
Ich esse noch den Reis und meine Pasta von gestern auf, Diana nimmt leiber einen Yoghurt.
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