Wir brauchen langsam Bargeld, Benzin und sonst noch feine Sachen. Auch das Quad möchte nach der Staubattacke in Santa Teresa geputzt werden, also fahre ich nach Cobano zum tanken und dann gleich weiter nach Montezuma. Dort gebe ich das Quad ab und möchte eigentlich eine Pizza essen, doch die Pizzeria ist geschlossen, obwohl anfeschrieben ist, dass sie Mittagessen servieren. Lohnen würde es sich schon, denn alle anderen Restaurants sind voll.
Also esse ich einen mittelmässigen Burger an der Strasse und schaue dem Geschehen zu. Obwohl die Strasse nur etwa 1km lang und eine Sackgasse ist, ist das Verkehrschaos perfekt. Die Strasse ist beidseitig so zuparkiert, dass sich Autos nicht mehr kreuzen können. Trotzdem möchten nun Lastwägeli die Geschäfte beliefern. Also sucht jeder Verkehrsteilnehmer irgendwo ein Plätzchen zum kreuzen, bis die Lastwägeli abladen sind und dann natürlich gar nichts mehr geht. Irgendwie schaffen sie es aber alle dorthin zu kommen wo sie möchten, und das sogar ohne Hupkonzert.
Am Nachmittag beruhigt sich alles und ich hole das Quad ab, um damit zum Strand zu fahren. Dort lade ich alles in den Kofferraum, schliesse ab und verstaue den Schlüssel im Schlüsselfächli der Badehose. Das ist sogar pazifikwellensicher. Das muss sie auch sein, denn meine Lust auf grössere Wellen ist nicht klein, schon die erste Welle kann ich perfekt reiten uns sie spühlt mich direkt an den Strand. Das offene Haar (Haargummis halten nicht in diesen Wellen) ist damit auch so richtig eingesandet. Deshalb schaue ich, dass ich die nächsten Wellen nicht mehr so ganz richtig erwische, damit ich nicht mehr ganz so eingesandet werde. Die Wellen hier sind schon einiges grösser als in Tambor, so bis 2.5m etwa. Da kommt der Waschmaschineneffekt schon recht zu tragen, auch weil der Strand eher steil ist und die Wellen somit stärker brechen.
Ich nutze die starken Wellen um den Sand auszuspühlen bevor ich raus geh und wasche dann den Schlüssel wie auch die Haare mit einer extra nicht weggesperrten Wasserflasche ab.
In Cobano kaufe ich ganz feine Sachen ein und fahre zu Diana zurück.
Dianas Bauch geht es unterdessen so gut, dass wir ins Restaurant zu Cristinas gehen. Sie haben sogar extra für Diana eine Languste bereit, und es freut mich, dass sie genug Hunger hat um die Ganze zu essen.
Am Abend wollen wir einen Film schauen, und am liebsten machen wir das auf Youtube, denn die kommen mit der schmalen Bandbreite hier am besten zurecht. Nur gibt es den Film nur als Klickbaitversion dort, aber eigentlich ist das klar, denn neue Filme werden konsequent von Youtube gelöscht.
Mit Diana haben wir aber noch einen Joker: in Russland stört sich niemand an Urheberrechtsverstössen und auf russischen Seiten findet man alle Filme, sogar noch bevor sie im Kino sind. Leider ist die Leitung etwas zu schmal und es gibt viele Pausen. Also machen wir einen grosse Pause und nun können wir den Film fertigschauen.
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