Author: andreas

  • Anse Major Trail

    Ganz in der Nähe des Hotels gibt es einen kurzen Wanderweg zu zwei kleinen Stränden. Die Strasse ist uns zu gefährlich, deshalb nehmen wir den Bus bis zum Anfang des Weges. Laut Karte sind es weniger als 2 Kilometer.
    Ganz zum Anfang des Wanderweges fährt der Bus nicht. Unter der brennenden Sonne gehen wir über den schwarzen Asphalt. Da die Sonne ganz oben steht, gibt es minimalen Schatten, was bei dem ständigen rauf und runter doch sehr anstrengend ist.
    Endlich beginnt der Wanderweg selbst und wir hoffen auf einen kühlen Dschungelpfad, so wie es auf der Karte aussieht.
    Ganz so kühl geht es leidee nicht weiter, denn der Pfad führt über schwarzen Granit, mit immer wieder schönen Aussichten. Schatten gibt es dafür kaum. Einzig die Insel in der Ferne hat eine eigene Regenwolke.
    Neben der Temperatur ist auch der Weg recht anspruchsvoll: es geht rauf und runter über grosse Steine. So ganz könnte da unser Wasser nicht reichen für die Rückreise, also besser mal nicht zu viel trinken.
    Die Aussicht ist aber wunderschön, insbesondere als wir endlich beim Aussichtspunkt ankommen und den langersehnten Strand sehen. Und die Insel mit ihrer Regenwolke.
    Nun ist es fast geschafft und es geht durch den Dschungel runter. Ganz so einsam ist es hier aber nicht: der Strand ist recht beliebt sogar mit einem Boot vor Anker. Normalerweise mag ich das nicht, aber hier kann ich noch eine Flasche Wasser kaufen. Somit sind wir auch für einen Marsch zurück gut versorgt. Für den Rückweg fährt ab hier auch ein Wassertaxi, dann müssen wir uns für den Rückweg keine Gedanken mehr machen.
    Während über der Insel immer noch eine Regenwolke kreist, geniessen wir den kleinen Strand und richten uns im Schatten ein. Scharf beobachtet werden wir dabei von vielen, kleinen Krabben, die entweder schnell seitwärts rennen oder bockstill stehen. Und dabei immer genau zu uns starren.
    Nebendran liegt noch ein weiterer, ein Bisschen grösserer Strand. Aber der kleine reicht völlig.
    Mit dem Schnorchel erkunde ich noch die Unterwasserwelt und finde einige farbige Fische. Korallen gibt es kaum, und schon gar keine Schönen. Dafür sehe ich riesige Muscheln mit gezackten Öffnungen.
    Die Bootsfahrt zurück ist sehr schön und gemütlich. Ganz spannend ist es auch, den Weg vom Wasser aus zu sehen. Über der Insel liegt immer noch die ganz private Regenwolke. Zum Glück dort und nicht hier!
    Für den Abend ziehen wir uns hübsch an und schleichen uns ins Nachbarressort um im Restaurant dort zu dinieren. Es ist sehr schön gelegen an einem kleinen See, hat Livemusik, gemütliche 2er-Tische direkt am Teich und gutem Essen. Irgendwie gefällt es uns besser als die Restaurants in unserem Hotel.

    Dianas Eindrücke

    Heute steht ein Trail auf dem Plan. Er soll uns durch den Urwald zu einem schönen Strand führen. Klingt sehr verlockend- so wir packen genug Wasser und etwas zum Essen mit und fahren los- der Bus ist sogar super pünktlich! Es ist Mittagszeit und die tropische Sonne steht ganz hoch. Am Anfang laufen wir lange durch das Dorf auf einem schmalen, asphaltierten Weg wo immer wieder ein Auto vorbei fährt, und freuen uns schon auf den schattigen Urwald. Der asphaltierte Weg dauert aber etwas länger als wir uns vorgestellt haben, so dass wir beginnen zu denken: sind wir eigentlich bereits auf dem Trail? So langweilig kann es doch nicht sein, wir wollen ein bisschen Abenteuer! Und dieses lässt auf sich nicht warten, der Trail beginnt. Es ist ein schmaler, steiniger Weg mit unzähligen Kurven, steilen Auf- und Abstiegen und wunderschönen Aussichten. Auf der Insel gegenüber regnet es ohne Ende, als würde sie die Wolken magnetisch anziehen. Dadurch ist der Himmel über uns perfekt blau. Ziemlich bald stellt sich heraus dass das seine Nachteile hat, nämlich, dass es viel weniger Schatten als erwartet gibt. Unter der strahlenden tropischen Sonne schwitzt man immer mehr. Diana versucht die verlorengehende Flussigkeiten durch trinken auszugleichen und findet bald heraus, dass 1,5 L Wasser pro Person unter diesen Umständen viel zu wenig ist. Andreas dagegen entscheidet, das Wasser erst am Strand zu trinken. Aber wo ist der Strand? Der Weg, der eigentlich weniger als 2 km lang ist, wird immer herausfordernder, so dass man nicht so schnell weiter kommt und bei vielen instabilen Steinen die Wanderschuhe vermisst. Endlich ist der Aussichtspunkt da, von dem aus wir den ersehnten, wunderschönen Strand sehen können- so nahe ist er aber noch nicht. Zum Glück führt der Rest des Trails durch den schattigen Wald. Wir beginnen aber darüber nachzudenken wie wir es zurück schaffen- der Weg ist wirklich anstrengend, und das Wasser reicht nur knapp. Endlich ist der Strand da, zusammen mit den Antworten auf alle unsere Fragen: man kann nicht nur Wasser kaufen, sondern auch das Wassertaxi zum Hotel nehmen. Jetzt können wir uns sorglos entspannen, den fast leeren Strand geniessen und die vielen herzigen Kräbli fotografieren. Der Weg zurück mit dem Wassertaxi ist wunderschön. Nach so viel Anstrengung haben wir einen schönen Abend verdient! Nach einigen Entspannungsübungen ziehen wir zum ersten Mal auf den Seichellen unsere festlichen Kleider an, die wir mitgenommen haben ohne es miteinander abzumachen. So kann es nur in unseres Lieblingsrestaurant gehen (ja, 5 Tage sind lang genug um mittlerweile ein Lieblingsrestaurant gefunden zu haben) 🙂 Dort wird fein gegessen, getrunken und sogar zur live Musik ein bisschen getanzt. Jetzt führt uns ein unbekannter und unerwartet langer Weg durch die schöne Anlage des Nachbarhotels zu unserem Strand und Hotel, wo wir am Pool den Abend ausklingen lassen.

  • Victoria

    Ausgeruht haben wir uns nun genug, es lockt die Hauptstadt. Mit den Bussen kennen wir uns zuwenig aus, aber die Busstation sieht verheissungsvoll aus. Nach einiger Zeit kommt auch der Bus direkt zur zentralen Busstation in Viktoria.
    Eine Uferpromenade, das wäre schon was schönes. Aber leider sehen die Leute das ein wenig anders. Es gibt nur Strassen mit stinkendem Verkehr. Vom Fischerhafen zum Kreuzfahrthafen gibt’s kaum was schönes.
    Im Zentrum gibt es immerhin ein paar Shoppingmöglichkeiten und eine Strasse mit nur wenigen Autos. Hier muss also ein Fahrverbot sein.
    Zurück nehmen wir einen anderen Bus, der um die Insel rum fährt. Natürlich an vielen Stränden vorbei, wo wir auch aussteigen. Leider ist dieser hier zu steinig, aber hinter dem Hügeli liegt laut Google Maps noch ein schöner Strand.
    Der ist sogar wunderschön. So schön, dass hier sogar 2 Pärchen heiraten möchten. Wir schiessen fleissig Föteli von den Steinen und beobachten dann die Trauung. Da das Brautpaar kaum Gäste mitgebracht hat, bekommen wir auch ein Stück vom Kuchen!
    Die Busstation zu finden ist nicht ganz einfach, also gehen wir wieder zurück wo wir zuletzt eine gesehen haben.
    Die Fahrt um die Insel ist ganz spannend, auch der Fahrstil vom Bus: der ist binär (Vollgas oder Vollbremsung). Die armen Bremsen.
    Zurück im Hotel sind wir ganz erstaunt, dass das Hochzeitspaar auch hier übernachtet

  • Quarktorte

    • 1 Portion Mürbteig
    • 300g Beeren
    • 3 Eigelb
    • 100g Zucker
    • 500g Magerquark
    • 1 Zitrone (Saft)
    • 6 Blatt Gelatine
    • 2dl Rahm
    • 3 Eiweiss
    • Mürbteig auswallen und und in der Springform backen
    • Beeren darauf legen
    • Zucker & Eigelb schaumig schlagen
    • Quark & Zitronensaft dazugeben
    • Gelatineblätter 10min in kaltem Wasser einweichen und danach ausdrücken
    • Gelatine in 3EL heissem Wasser in einer Tasse auflösen und danach in den Quark rühren
    • Rahm schlagen und dazurühren
    • Eiweiss schlagen und sorgfältig dazurühren
    • Alles auf den Teig in die Springform geben

    2-3h im Kühlschrank abkühlen lassen

  • Mürbteig

    • 200g Mehl
    • 1/2 KL Salz
    • 100g kalter Butter
    • 3EL Zucker
    • 1 Zitronenschale
    • 1 Ei

    Alles zusammenrühren und 30min im Kühlschrank stehen lassen.

    Je nach Dicke 15-25min bai 180° backen

  • Pizza

    • 1kg Pizzamehl
    • 5.5dl Wasser
    • 1EL Salz
    • 2.5g Hefe

    Alles gut kneten und in 3 Portionen teilen. 2 Portionen einfreiren und die dritte 1 Tag lang aufgehen lassen.

    • 400g Büchsentomaten, gekocht
    • 1EL Tomatenpürre
    • 1KL Salz
    • 1 Zwiebel
    • 2 Knoblauchzähen
    • Pfeffer
    • Oregano

    Alles kleinmachen, umrühren und 2h lang abgedeckt köcheln lassen

    Teig mit der Hand und mit Hartweizemgries auf Blechgrösse formen, mit Olivenöl und Sauce bestreichen und nach belieben belegen

  • Tequila Sunrise

    • Orangensaft mit Tequila gemixt
    • Vorsichtig in Grenadinensaft schütten
  • Pina Colada

    • Frische Ananas
    • Kokosmilch
    • Weisser Rum
    • Eis
    • Ev. Ananassaft

  • Nachhause

    Frühstück gibt’s keins hier, so fahre ich früh aber gemütlich los Richtung Schweiz. Der Weg führt über enge, kurvige Strassen, die teilweise nicht im besten Zustand sind. Es ist noch so früh, dass noch kaum ein Laden offen ist.
    Kurz vor der Grenze öffnet ein Lidel damit nicht ohne Frühstück und Parmaschinken einreisen muss. Das Benzin reicht auch wie abgemessen bis in die Schweiz, denn hier ist es günstiger.
    Ich wusste gar nicht, dass das Tessin nicht der einzige Teil der Schweiz ist, der Italienisch spricht.
    Mit einer wunderschönen Aussicht und dee Sonne im Rücken fahre ich den Bernina Pass hoch. Fast aller Schnee ist schon geschmolzen.
    Als nächstes möchte mich das Navi auf eine Fähre schicken, was ich komisch finde und das ablehne. Also über den Albula Pass, nur ist der noch nicht offen. Demnach halt über den Flüela Pass. Hier hat es schon mehr Schnee, aber auch nicht soo viel. Dieser Pass führt mich auch gleich bei einer ehemaligen Arbeitskollegin vorbei, die mich zum Mittagessen einlädt.
    Ab hier nehme ich die Autobahn um bei meiner Schwester kurz vorbei zu schauen und von hier aus ist es nicht mehr weit nachhause.

  • In die Alpen

    Wie erwartet stürzt sich das Altersheim gleich zur Eröffnung auf das Frühstücksbuffet. Ich komme ein wenig später als der Andrang weg ist.
    Heute ist das Motto auf dem schnellsten Weg in die Alpen. Also über die Autobahn. Die 2 Grenzen sind schnell überquert und schon bin ich in Italien.
    Der ganze Schwerverkehr rollt hier über die Autobahn, die rechte Spur ist voll. Als die auf einmal stehen zeichnet sich ein Unfall ab. Wenig später steht auch die linke Spur und ich kann den Benzinverbrauch im Stau messen: 10l/100km. Ein mit Wein beladener Lieferwagen verliert Ladung und blockiert die rechte Spur.
    Mit 3 Spuren fangen auch die Elefantenrennen an, ich fahre aber witerhin unter 120km/h weil ich Zeit habe, das Motorrad ab 120km/h viel mehr dröhnt und ich erst wieder in der Schweiz tanken will.
    Beim Iseosee gibt’s eine gemütliche Pause. Der See hat einen recht hohen Pegel heute, man sieht dass es viel geregnet hat. Die Wolken und der starke Wind lassen jegliche Lust zum campieren schnell vergehen.
    Ich fahre noch ein Stück weiter Richtung Schweiz und übernachte noch in Italien. Das Hotel hat alles, was man sich so wünscht: günstige Preise, Garage fürs Motorrad und eine Pizzeria.

  • An die Küste

    Da ich immer noch etwas vom Land sehen möchte, fahre ich auf den Landstrassen Richtung Zuhause.
    Mein Navi meldet sich auf einmal: Ich habe einen 30min schnelleren Weg gefunden! Möchtest du den nehmen? Ja? Ja? Bitte!
    Ok, dann halt. Nach 3km rechts abbiegen und nach einigen Kilometern wird die Strasse unbefestigt. Da ich von gestern noch genug habe von solchen Strassen, denke ich schon übers umdrehen nach, fahre trotzdem noch ein Stück weiter. Siehe da: schon ist wieder Asphalt.
    Bis jetzt waren die Strassen immer gut in Bosnien, das nächste Stück ist jetzt aber ein rechtes Flickwerk. Doch es kommt besser.
    Zum Mittagessen koche ich mir an einem Ort mit schöner Aussicht eine abgelaufene Suppe. Diesmal schmecke ich das aber nicht.
    Übernachten möchte ich gerne am Meer, also ziele ich nun auf den auf den Norden der Adria mit Rijeka.
    Nach Kroatien komme ich genau bei Plitvice, hätte ich das gewusst, dann hätte ich mir den Abstecher vorher sparen können.
    Hier rennt ein Eichhörnchen auf die Strasse so schnell es kann um einen Föhrenzapfen in Sicherheit zu bringen. Ich kann nicht mehr ausweichen; unter dem Vorderrad zerknirscht der Zapfen und unter dem Hinterrad etwas weicheres. Manchmal bringt Schildkrötentempo einfach mehr Sicherheit.
    Während es in Bosnien immer wieder Blitzkästen gab und die Polizei präsent war, ist hier in Kroatien das Raserparadies. Das nutzen die Einheimischen auch aus. Ich habe andere Pläne: ich will 700km mit einer Tankfüllung schaffen, das ist genau bis an die Küste wo es viele Tankstellen hat. Um den Verbrauch witerhin bei etwa 4.3l/100km fahre ich mit 80km/h weiter und lasse mich fleissig überholen.
    Nach etwa 720km und mit einer Reserve von 20km fülle ich 31l auf.
    An der Küste zeigen sich nun die verschiedenen Charakteren der Fahrer: vor mir fährt ein Deutscher, der immer gemütlich im die Kurven gurkt. Von hinten möchte ein Lieferwagen uns beide am liebsten anschieben. Im 6. Gang will ich den Deutschen überholen, schaffe ich es nicht weil er jetzt Vollgas gibt. Also schalte ich bei der nächsten Gelegenheit halt runter. Der Lieferwagen hinter mir macht dasselbe und überholt auch mit bei einer Kreuzung.
    Nach einer Pizza ziehe ich in ein günstiges Hotel am Meer, welches sich als internationales Halbpensions-Altersheim  entpuppt. Ist nicht weiter schlimm, denn das garantiert ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ich habe sicher Ruhe in der Nacht. Jetzt gehe ich eine Runde schwimmen.