Category: Travel

  • Jurapass

    Frühstücksbuffet wollen wir nicht, Kaffee und Gipfeli reichen. Nun geht es ab auf den Pass. Ich muss nun eine gute Position für meine rechte Hand finden, denn das Handgelenk tut immer noch weh. Ich sag’s doch: Hausarbeit ist gefährlich und sollte man wenn immer möglich der Gesundheit halber sein lassen. Es geht aber einigermassen und ich finde eine Position wo nichts weh tut.
    Die Sonne scheint und wir werden immer wieder von Motorrädern und Autos übeholt. Der Veloweg zweigt aber jetzt von der Hauptstrasse ab und die Schilder versprechen auch ein gutes Mittagessen.
    Ab und zu überholt uns aber doch ein Auto, was bei der engen Strasse recht mühsam ist. Noch mühsamer sind aber die Kühe auf der Strasse. Ich kann mich noch vorbeischleichen, aber Diana ist das ganze gar nicht geheuer. Ein Bauer merkt es aber und treibt die Kühe von ihr weg.
    Der Hunger ist schon gross, aber wir überschiessen das Restaurant. Zum Glück merken wir es noch genug früh und müssen nicht weit zurück fahren. Auf einer Alp wird deftig gekocht und wir verstehen kaum was auf der Karte. Mein Französisch reicht aber soweit, dass ich die Erklärungen verstehen und wir was ganz feines bekommen.
    Nicht bestellt haben wir die dunklen Wolken, gekommen sind sie trotzdem. Also wird in den Turbo geschaltet und wir sausen den Berg runter.
    Genau bei ersten Dorf und somit auch beim ersten Restaurant ist dann auch der Regen da. Das gibt uns Zeit zu planen. Sobald der Regen  durch ist, fahren wir weiter nach Nyon zum Wunschhotel. Der Weg runter mit der Aussicht auf Genfersee ist wunderschön. Das Hotel ist aber eher faul und öffnet erst um 18:00. Das ist uns viel zu spät, also bekommt das Nachbarhotel eine Chance, und die wird genommen.
    Vom Hotelzimmer aus schauen wir dem nächsten Gewitter zu. Danach passiert etwas kaum denkbares: ich muss Diana überreden in die Stadt zu gehen zum Essen. Das klappt und sie ist im Vietnamesischen Restaurant überglücklich, dass wir doch raus gegangen sind. Dem befürchteten Regen können wir immer ausweichen.
    45km

  • Das Tal der Zeit

    Gut gefrühstückt (aber mit nicht so gutem Kaffee) fahren wir dem Veloweg entlang dem Seende entgegen. Der Weg geht mal hoch und mal runter, mal durch den Wald und mal durch Wiesen. Am spannensten ist ein Naturschutzgebiet mit Vogelbeobachtungshäuschen, wo wir den Enten zuschauen.
    Nicht mehr viel weiter sind wir in Yverdon im Seebadrestaurant, wo wir auch schon vor 3 Jahren waren und wo Diana ihren wohlverdienten, guten Kaffee bekommt.
    Nach dem Schwimmen ist auch schon Mittagszeit, und da wir praktischerweise schon in einem Restaurant sind, nutzen wir das.
    Mit einer kleinen Verirrung in der Stadt finden wir den richtigen Weg und fahren über sanfte Hügel durch die Felder den Velorouten entlang. Immer höher und steiler kommen wir, da das Ziel ja im Jura ist. Dafür wird die Aussicht immer schöner. Hier merke ich jetzt auch so richtig, dass mein Ebike mehr Batterie braucht als Dianas, der stärkere und weniger effiziente Motor, die breiteren Pneus, das schwerere Gepäck und vorallem der schwerere Fahrer saugen den kleineren Akku doch recht schnell leer. Dafür habe ich vorgesorgt und für mich einen 2. Akku mitgenommen. Den wechsle ich jetzt bevor der erste komplett leer ist. So hat auch Diana noch ein wenig Reservebatterie übrig.
    Also unser Wasservorrat langsam zuende geht, kommen wir ins Dorf der vergifteten Brunnen: alle 4 Brunnen haben kein Trinkwasser. Das nächste Dorf ist da besser und beschenkt uns mit frischem Trinkwasser.
    Immer weiter den Jura rauf kommen wir schlussendlich nach Vallorbe an den Bahnhof, wo wir mit dem Zug weiterfahren möchten. Dieser fährt uns genau vor der Nase weg obwohl (oder eben weil) wir den Fahrplan nicht angeschaut haben. Also schauen wir das Dorf an und merken, dass das einzig spezielle der Direktzug nach Paris ist. Zumindest haben die Läden noch offen und wir bekommen Kirschen, die wir dann am Bahnhof geniessen bis 1h später endlich der nächste Zug fährt.
    In Le Pont hoffen wir auf ein Hotel am See, was sich aber wie im Internet gesehen als ausgebucht herausstellt. Beim nächten Hotel sagen sie mir dann, dass es in 2 Autominuten oder 10 Velominuten eins hat. Nach 30 Minuten sind wir dann dort. Zum Glück war der Typ vom Hotel nicht unterwegs, denn anscheinend fährt er immer mit 340km/h, sonst würde er die Strecke nicht in 2min schaffen.
    Das Hotel ist nicht schlecht, aber die Ortschaft gefällt uns nicht so. Es gibt hier nichts anzusehen und auch kein anderes Restaurant als das beim Hotel. Also essen wir da. Mein Essen ist gut, aber Dianas Fisch ist nicht ganz durch. Zumindest bringen sie uns dafür ein gratis-Dessert. Es ist eine Kombination aus 3 Desserten, die ganz per Zufall auf der Tageskarte vom Mittwoch, Donnerstag und Freitag stehen.
    Waschen ist nun auch angesagt, und es gibt wieder einiges zu tun. Leider etwas zu viel für mein Handgelenk, das schmerzt nun.

    72km

  • Waldwege

    Gut ausgeruht und alle wieder fit machen wir uns auf den Weg am See. Es gibt einen wunderschönen und vorallem autofreien Veloweg fast dem ganzen Bielersee entlang. Ab und zu machen wir eine Pause und geniessen den Ausblick.
    Nach dem Bielersee fahren wir durch das kleine, aber herzige Städtchen Le Landron und fahren dem Kanal entlang, wo wir beschliessen dem Südostufer des Neuenburgersees entlang zu fahren. Über die Brücke und wir kommen vom Kanton Neuenburg zurück nach Bern.
    Hier fängt auch die Irrfahrt an, ich glaube, dass man direkt dem Kanal entlang unter der Eisenbahnbrücke durch weiter kommt. Der Weg wird aber immer schmaler und die Karte meint, wir sollen umdrehen. Ein besserer Weg wäre schnell gefunden, ist aber gesperrt. Die Umleitung ist ein schmaler Pfad quer durch den Wald. Mir macht das nicht so viel aus, aber Diana gefällt es nicht so. Der Weg wird zum Glück immer breiter, jedoch gibt es immer wieder riesige Pfützen. Wir haben langsam genug von den Waldwegen und nehmen nun die Hauptstrasse.
    Der Hauptstrasse entlang geht es nun schnell, wir sind mit 26km/h unterwegs. Das Ziel ist nun ein Seebad. Auf das müssen wir uns noch ein wenig gedulden, wir müssen noch einige Kilometer durch den Kanton Waadt strampeln bis wir ein wunderschönes Seebad finden.
    Während Diana sich im Wasser abkühlt, habe ich richtig Hunger und esse den zuvor gekaufen Salat. Der Wetterbericht meint etwa eine Stunde lang, dass es in 15min anfängt zu regnen. Dann wird uns das Spiel zu dumm und wir fahren einfach los. Regen kommt zum Glück keiner.
    Dem normalen Veloweg entlang fahren wir weiter nach Estavayer-le-lac. Hier finden wir auch gleich das Hotel, in dem wir vor 3 Jahren schon mal waren, und sie haben sogar ein schönes Zimmer für uns frei, mit Whirlpool. Den brauchen wir sogleich, denn eine Dusche gibt es nicht.
    Auch das Restaurant von vor 3 Jahren finden wir gleich wieder, und essen wie damals wieder sehr gut. Nun haben wir aber noch eine Drohne dabei, mit der wir nun die Stadt und uns fotografieren.
    Am Hafen steht immer noch das verlassene Hafenhotel, welches langsam am zerfallen ist. Diana war vor vielen Jahren dort mit ihrer Mutter und Grossmutter. Sie hat sehr schöne Erinnerungen daran und findet es traurig, dass das Hotel nicht mehr in Betrieb ist.
    Sie lässt die Drohne nun hier fliegen und fotografiert den Hafen und den Sonnenuntergang. Jedoch mag der einzige Bewohner des Hotels die Drohne offenbar nicht: eine Möve steigt auf und versucht die Drohne immer wieder zu vertreiben. Es dauert eine Weile bis ich das realisiere und lande dann die Drohne wieder.
    Wir geniessen noch die warme Nacht am See bis wir von den Moskitos ins Hotelzimmer gejagt werden.

    62km

  • End der Welt

    Durch die Nacht hat die Wäsche gut getrocknet.
    Dianas Nase läuft leider immer nich sehr stark, und die antiallergischen Medikamente wirken kaum, ausser dass sie nun schläfrig ist.
    Deshalb bleiben wir heute in Biel und verlängern das Zimmer um einen Tag. Wir gehen gleich zu einem Ärztezentrum wo Diana bessere Medikamente bekommen möchte. Vor dem Zentrum ist eine riesige Schlange ums Haus mit impfwilligen Bieler. Hier müssen wir aber nicht anstehen. Sie bekommt schnell einen Termin und auch einen guten Nasenspray. Damit geht es ihr nun sofort viel besser.
    Nach einem Kaffee fahren wir hoch nach Magglingen ans End der Welt. Das ist ein Restaurant mit einem sehr lustigen Namen. Denn jetzt waren wir zusammen sogar am Ende der Welt! Die Aussicht von Magglingen ist natürlich auch sehr genial. Leider reicht die Fernsicht nicht bis zu den Alpen.
    Der See hat auch Badetemperaturen, was uns ins Strandbad lockt. Ich merke, dass ich schon lange nicht mehr geschwommen bin, denn die Schwimmmuskeln sind ein wenig eingerostet.
    Nach einem Abendessen am See spazieren wir durch die Altstadt und am Tech vorbei zurück ins Hotel.

  • Der Emme entlang

    Diana hatte leider eine schlechte Nacht: sie hat auf ein Parfum in der Bettwäsche allergisch reagiert und ist mitten in der Nacht aufs Sofa umgezogen. Dort gieng es dann besser.
    Nach einem guten Frühstück fahren wir der Emme entlang weiter nach Burgdorf. Der Weg ist wunderschön, meistens im kühlen Wald. Ich habe den Motor immer ausgeschaltet, den brauche ich gar nicht.
    In Burgdorf kauft Diana einen Nasenspray, denn ihre Nase hat sich noch nicht erholt und läuft die ganze Zeit. Dabei kaufen wir auch gleich das Mittagessen und piknicken an der Emme.
    Weiter den Feldwegen entlang fahren wir ohne ein einziges Auto zu sehen nach Solothurn. Dort machen wir eine grössere Pause unter einer Brücke. Diese wird von einem kreativen Fotografen, immer auf der Suche nach dem besten Blichwinkel, mit einer teuren Mittelformatkamera verewigt. Dabei stellt er die Kamera sogar auf den Abhang wo er selbst wenig halt hat. Passiert aber nichts, er scheint sich solche Orte gewohnt zu sein.
    Nun fahren wir weiter der Aare entlang nach Biel. Wir haben nun hochgeschaltet mit der Unterstützung und fahren mit den gegebenen 25km/h. Und obwohl wir schon sehr schnell fahren, läuft Dianas Nase noch schneller. Wir schauen deshalb gleich online nach einem guten Hotel und fahren direkt dorthin.
    Das Zimmer ist schön und gross, mit riesigem Balkon. Perfekt zum Wäsche aufhängen.
    Zuerst wird aber noch gegessen.
    79km

  • Hotel Mama

    Wir sind noch einige Zeit mit auftäumen und putzen beschäftigt und essen dann das Mittagessen zuhause.
    Die letzten Dinge sind gepackt und wir gehen auf den Zug nach Luzern. Ich mit dem Velo und Diana ohne. Ihr Velo wartet dort nach einem Service auf uns. Dabei kauft Diana noch einen neuen Helm und ich Handschuhe, denn der Griff vom Ebike hat ein sehr unangenehmes Muster.
    Die Strasse von Kriens hoch ist etwas mühsam, die Autos kommen kaum an uns vorbei. Den Berg runter ist aber alles gut und wir nehmen gleich die Feldwege für Velos.
    In Wolhusen steigen wir aber gleich wieder in den Zug, denn wir sind spät dran.
    Bei meinen Eltern wartet ein feines Abendessen auf uns, mein Vater hat Forellen gebacken.
    22km

  • Um den See

    Heute wollen wir den Luganersee geniessen und fahren nach dem Frühstück los nach Melide. Die Strasse ist sehr mühsam wegen den vielen Autos und wenig Platz, aber wir sind zum Glück schnell durch.
    Bei Swiss Miniature ist heute der erste Maskenfreie Tag. Uns interessiert das aber nicht, denn das Wetter ist zu schön und es hat zu viele Leute. Wir fahen über die Brücke weiter dem See entlang um bei einem Metzger Halt zu machen, wir wollen ja noch Souveniers nachhause bringen. Leider finden wir das Fleisch, welches uns beim letzten Tessinaufenthalt so begeistert hat, nicht.
    So ganz schweizerisch ist der See aber nicht: eine Umrundung führt auch durch Italien. Ich erinnere mich an eine 24h Regel und auf gut Glück fahren wir an die Grenze. Dort ist effektiv ein Schild, das besagt (soweit wir das verstehen), dass wir Italien innerhalb von 24h durchqueren können. So viel Zeit brauchen wir aber nicht.
    Seit langem sind wir wieder zusammen im Ausland! Wir fahren dem See entlang weiter durch schöne Ortschaften und schiessen fleissig Fotos. Ein Lieferwagen verkauft am Strassenrand Früchte, was wir uns nicht entgehen lassen wollen. Die Kirschen sehen gut aus und wir kaufen eine Kiste. Die kostet 30 Franken und hat mindestens 5kg Kirschen drin. Das sollte aber kein Problem für uns beide sein und in der nächsten Ortschaft machen wir am See halt und essen. Die Kiste ist nun etwas weniger voll und so fallen sie weniger aus der Kiste ins Velokörbchen.
    Es ist nun schon Nachmittag und ich habe Lust auf etwas anderes als nur Kirschen, so halten wir bei einer Pizzeria an. Leider ist schon alles zu, aber Diana kann zumindest auf die Toilette.
    Also fahren wir weiter und essen Kirschen. An einer Stelle sind wir nur wenige Meter von der Schweiz entfernt und nur durch einen Kanal getrennt.
    Während niemand da war beim Grenzübertritt nach Italien, kontrollieren die schweizer Grenzbeamte nun die Autos. Wir schleichen uns nebendran ganz langsam durch und sind wieder in der Schweiz.
    Kirschen essen wir etwas weiter dem See entlang an einem schönen Badeplatz mit Bänkli, WC, Dusche und einer hübschen Entenfamilie. Beide gehen hier schwimmen. Aber Kirschen habe ich nun genug gehabt für heute, mein Bauch meldet nun, dass er mehr Abwechslung braucht.
    Ein Velofahrverbot heisst ja nur, das man das Velo stossen muss, was wir jetzt auch machen. Wir wollen ja schön dem See entlang fahren. Die Treppen sind aber schon etwas mühsam, aber da trage ich die Velos halt.
    Auf Velowegen fahren wir dem See entlang weiter und machen in einem Coop und Migros halt. Auch hier finden wir das Trockenfleisch nicht. Ich nehme aber etwas Salami als Abwechslung zu den Kirschen. Diese haben nun meinen Magen noch ein Bisschen mehr durcheinander gebracht, aber nach dem WC beruhigt er sich wieder.
    Wir fahren nun weiter dem See entlang und geniessen die Aussicht. Bei Morcote habe ich schon recht Hunger, aber Diana noch nicht. Ihr Magen beschwehrt sich nun auch über die Kirschenflut. Ein Spaziergang durch die engen Gässchen hilft aber, dass auch bei ihr der Appetit kommt.
    68km

  • Dianas Rückreise

    Wegen meinem gebrochenen Arm haben wir die Veloreise um eine Woche verschoben. Diana hat das genützt und hat ihre Mutter und Grossmutter besucht in Kiew.
    Sie fliegt pünktlich ab und ich schaue den Flug online mit dem Radar an. So sehe ich, dass sie sogar zu früh annkommen wird und nehme extra einen früheren Zug zum Flughafen. Sie kommt sogar so früh an, dass sie noch vor mir da ist. Dafür habe ich Kirschen dabei, welche wir auch gleich im Zug essen. Den Kaffee habe ich leider zuhause vergessen, aber dort sind wir auch bald.
    Diana hat viel gutes, geräuchertes Fleisch und Poulet-Fleischbällchen mitgenommen, die essen wir zu Mittag.
    Danach packen wir und richten die automatische Balkonpflanzenbewässerung ein. Ich fülle einen 25l Eimer mit Wasser, und bringe den Schlauch von Pflanze zu Pflanze von der Pumpe weg. Die Pumpe selbst ist per USB an den Strom angeschlossen.

  • Gandria

    Ich habe entschieden, einen Tag länger in Lugano zu bleiben, um die Sonne zu geniessen und einen Spaziergang nach Gandria zu machen. Dort waren wir mit Andreas schon einmal und waren von diesem kleinen herzigen Dörfli voll begeistert. Auch der Weg dorthin ist sehr schön mit tollen Aussichten. Diesmal möchte ich noch etwas weiter gehen, bis zur Grenze mit Italien. Also mache ich mich nach dem Frühstuck bereit. Obwohl ich gestern an den beiden Fersen recht schmerzhafte Druckstellen bekommen habe, haben sich doch keine Blasen gebildet. Glück gehabt! Leider habe ich aber keine anderen Schuhe dabei, so dass dieselben Stellen gedruckt werden. Um den geplanten Spaziergang trotzdem machen zu können, klebe ich 3 verschiedene Arten vom Pflaster auf die Druckstelle aufeinander. Weil es trotzdem noch nicht ausreicht, klebe ich auch noch ein Polsterpflaster auf die innere Seite der Schuhe. So tut es endlich weniger weh und ich mache mich auf den Weg. Und irgendwann muss ich es schaffen zu lernen, nicht die momentanen Lieblingsschuhe, sondern die bequemsten Wanderschuhe in die Ferien mitzunehmen 🙂

    Heute ist es wolkig, kein mehr blauer Himmel und strahlende Sonne wie gestern. Dafür ist es absolut windfrei und dadurch nicht kalt. Der Weg geht mehrmals hoch und runter, an wunderschönen Häusern, mediterranen Gärten und spektakulären Felsen vorbei. Man geniesst zudem den ganzen Weg die wunderschöne Aussicht mit dem See und den Bergen. Die Pflanzen werden Richtung Gandria immer vielfältiger und tropischer, z.B. wachsen in einem Garten grosse Kakteen wie in Mexico. Zudem gibt’s grosse Plantagen von Olivenbäumen. Ich freue mich, wieder Gandria mit den authentischen Häusern und schmalen Strassen (zum Grossteil aus Treppen bestehend und somit zu 100% autofrei) zu sehen. Nach Gandria gibt’s aber keinen Wanderweg mehr und ich laufe der Autostrasse entlang. Kurz vor der Grenze gibt’s eine Baustelle, deswegen kehre ich um und laufe den gleichen Weg zurück. Es ist keine schlechte Idee, denn meine Füsse langsam beginnen zu reklamieren, zudem wird es immer kälter und windiger. Ich möchte trotzdem keinen Bus nehmen, um den schönen Weg nochmals zu geniessen. Kurz vor Lugano beginnt es aber, leicht zu schneien und dann gebe ich auf und nehme einen Bus. Als ich am Bahnhof ankomme, schneit es immer noch ganz leicht, so dass kein Schnee auf dem Boden zu sehen ist. Als aber der Zug 20 Minuten abfährt, schneit es schon richtig und alles ist weiss. Das hat anscheinend niemand erwartet, die Wettervorhersage allenfalls nicht und SBB wohl auch nicht. Der Zug ist zwar pünktlich abgefahren, kommt aber ca. 15 Minuten später nach Arth an, wo ich umsteigen muss. Man verpasst somit aber den Anschluss nicht wirklich: der Anschlusszug steht immer noch da und kann aufgrund eines technischen Problems nicht weiter fahren. Zum Glück gibt’s im kurzen ein anderer Zug, der nur 4 Minuten Verspätung hat. Dafür erwische ich, ohne warten zu müssen, den Bus 7, der fast direkt an unserem Haus anhält. Es schneit auch in Zug heftig und ich freue mich auf unsere warme Wohnung.

  • Ponte Tresa

    Strahlend blauer Himmel erwartet uns heute, perfekt um auf den Hausberg San Salvatore zu fahren. Gut ausgeschlafen nach dem Frühstück gehen wir zu Talstation nur um zu erfahren, dass die Bahn nur am Wochenende fährt. Da der Weg hoch komplett an der Schattseite liegt, nehmen wir Plan B und marschieren los Richtung Ponte Tresa. Bei einer Tankstelle, wo wir auch gleich Kaffee und Fleisch tanken, geht es hoch, sagt Google Maps. Nur ist hier wieder kein Trottoir und diesmal gibt es sicher einen besseren Weg. Den finden wir auch und sind nun autofrei unterwegs den Berg hoch. Oben angekommen geht’s auf der anderen Seite wieder runter zu einem Seeli, wo Dianas Fuss nun nach einem Pflaster verlangt. Zum Glück habe ich mein Verbandssäcklein eingepackt, denn es sind nun beide Füsse recht sensitiv und verlangen nach immer mehr Pflaster. Über einen Wanderweg und vorbei an einer Gärtnerei kommen wir zu einem Migros, wo wir gleich Blasenpflaster und Haftvliess kaufen, damit Dianas Füsse wieder glücklicher werden.
    Am See gibt es einen wunderschönen Park, wo wir die Mittagspause einlegen. Der Wind treibt uns aber langsam weg vom Ufer in den Windschatten.
    Dem See entlang laufen wir weiter nach Ponte Tresa, jedoch meinen Dianas Füsse, dass wir den Rest der Strecke besser mit dem Zug fahren.
    Ponte Tresa selbst hat nicht viel spannendes zu sehen, also nehmen wir den nächsten Zug zurück und fahren auch gleich nach Paradiso, wo unser Hotel ist.
    Ich packe nun meinen Rucksack, aber Diana bleibt noch eine Nacht. Nachdem wir uns wieder richtig aufgewärmt haben, gehen wir ins Restaurant essen. Nach 2 erfolglosen Nicht-Pizza-Versuchen gibt Diana auf und bestellt eine Pizza. Ich muss mich da natürlich anschliessen, denn ich habe nun auch ein wenig Angst vor nicht-Pizza-Essen. Diana hat die Entscheidung nicht bereut, die Pizza war besser als die vorherigen Versuche.
    Dann mache ich mich auf den Heimweg mit dem Zug und lasse Diana in der Sonnenstube.