Category: Travel

  • Telefontag

    In den letzten Wochen war ich nicht so kommunikativ, aber heute ist der Telefontag. Der Handyakku ist geladen, die Powerbank auch und die Internetleitung scheint zu funktionieren. Während ich Familie und Freunde anrufe, geht Diana in Richtung Strand um dort bei einem richtiges Affentheater zuzuschauen. Etwa 20 Affen sitzen auf einem Baum und lassen sich ungestört zuschauen.
    Der kurze Besuch im Laden hier zeigt, dass noch keine Lieferung gekommen ist, alle unsere Lieblingsschinkensorten sind nun weg. Das Nötigste bekommen wir trotzdem.
    Diana kocht uns zum Abendessen ein Rezept aus ihrer Kindheit, welches sie extra bei ihrer Mutter angefragt hat: Teigwaren nach Marineart.
    Der angekündigte Abendregen kommt wie angekündigt, und zwar so richtig in Strömen. Hier ist der erste Regen der Saison ähnlich wie der erste Schnee in der Schweiz: es läuft nichts mehr. Mit dem Unterschied, dass hier auch der Strom ausfällt, und das auch beim jetzt 4. Regen. Zu ihrer Entlastung: ersten Stromausfälle waren bei sternenklarem Himmel. Apropos Sterne: sobald der Regen fertig ist, feiern das nicht nur die Frösche, sondern es tauchen auch überall blinkende Sterne auf. Glühwürmchen sind nun in der dunklen Nacht unterwegs.
    So schlimm sind also die Stromausfälle nicht, aber sie nerven trotzdem weil so Kühlschrank und Gefriertruhe immer wieder auftauen und unsere Glace immer weniger geniessbar wird.

  • Palmen

    Der Tag fängt mit Hausarbeit an: Wäsche waschen und das mit toten Ameisen übersähte Schlachtfeld in der Küche aufräumen. Zum Glück sind kaum mehr neue Suizidmeisen aufgetaucht. Wer gekommen istm dem wurde der Wunsch erfüllt.
    Heute ist das Restaurant in Tambor wieder offen, das muss gefeiert werden. Unter dem Absperrband durch dem Strand entlang pedalen wir über den Panikfluss zum Kanadier aufs Bänkli, wo wieder seltsame Schwimmberbrechen begangen werden. Weiss gar nicht von wem, ich kenne die Personen nicht.
    Mittagessen im Restaurant ist schon was feines, da freuen wir uns beide.
    Mir fällt auf, dass Kokospalmen eigentlich sehr einfache Pflanzen sind: der Stamm wächst nicht in die Breite, sondern nur in die Höhe. Ausser die ersten Blätter, welche klein sind, spriessen immer etwa 6m lange Blätter. Zuerst macht sie einen Busch mit solchen Blätter bis sie genug breit ist, und dann wächst sie nach oben indem sie oben neue Blätter wachsen lässt und die unteren abstösst. So bekommt sie auch ihren charakteristischen Stamm. Eine Rinde besitzt sie nicht, und auch Schäden werden nicht repariert, zumindest aussen nicht. Innen besteht der Stamm aus Fasern, die für die Stabilität sorgen. Dabei wächst der Stamm eigentlich nie gerade nach oben wie bei anderen Palmen. Die abfallenden Blätter sind riesig und schwer, ich kann mir gut vorstellen, dass es richtig weh tut, von soeinem getroffen zu werden. Bei Palmen sollte man allgemein schauen wo man sitzt, nur schon wegen den herunterfallenden Nüssen.
    Die Rückfahrt ist kaum ereignisvoll, und so gehen wir noch ins Wäldchen zum sitzen und anderen Strandverbrechern zuzuschauen, nur um dann selbst baden zu gehen.
    Der Abend ist dominiert von den Fröschen, welche in einer gewaltigen Lautstärke ein Konzert geben. Dabei wird auch unsere Handys komplett übertönt, mit denen wir uns gegenseitig die Lieblingsmusik vorpielen.
    Diese Nacht kommen kaum mehr Ameisen zum sterben, so wie es aussieht ist der Krieg soweit gewonnen.

  • Kokospalmen

    Der Tag fängt mit Hausarbeit an: Wäsche waschen und das mit toten Ameisen übersähte Schlachtfeld in der Küche aufräumen. Zum Glück sind kaum mehr neue Suizidmeisen aufgetaucht. Wer gekommen istm dem wurde der Wunsch erfüllt.
    Heute ist das Restaurant in Tambor wieder offen, das muss gefeiert werden. Unter dem Absperrband durch dem Strand entlang pedalen wir über den Panikfluss zum Kanadier aufs Bänkli, wo wieder seltsame Schwimmberbrechen begangen werden. Weiss gar nicht von wem, ich kenne die Personen nicht.
    Mittagessen im Restaurant ist schon was feines, da freuen wir uns beide.
    Mir fällt auf, dass Kokospalmen eigentlich sehr einfache Pflanzen sind: der Stamm wächst nicht in die Breite, sondern nur in die Höhe. Ausser die ersten Blätter, welche klein sind, spriessen immer etwa 6m lange Blätter. Zuerst macht sie einen Busch mit solchen Blätter bis sie genug breit ist, und dann wächst sie nach oben indem sie oben neue Blätter wachsen lässt und die unteren abstösst. So bekommt sie auch ihren charakteristischen Stamm. Eine Rinde besitzt sie nicht, und auch Schäden werden nicht repariert, zumindest aussen nicht. Innen besteht der Stamm aus Fasern, die für die Stabilität sorgen. Dabei wächst der Stamm eigentlich nie gerade nach oben wie bei anderen Palmen. Die abfallenden Blätter sind riesig und schwer, ich kann mir gut vorstellen, dass es richtig weh tut, von soeinem getroffen zu werden. Bei Palmen sollte man allgemein schauen wo man sitzt, nur schon wegen den herunterfallenden Nüssen.
    Die Rückfahrt ist kaum ereignisvoll, und so gehen wir noch ins Wäldchen zum sitzen und anderen Strandverbrechern zuzuschauen, nur um dann selbst baden zu gehen.
    Der Abend ist dominiert von den Fröschen, welche in einer gewaltigen Lautstärke ein Konzert geben. Dabei wird auch unsere Handys komplett übertönt, mit denen wir uns gegenseitig die Lieblingsmusik vorpielen.
    Diese Nacht kommen kaum mehr Ameisen zum sterben, so wie es aussieht ist der Krieg soweit gewonnen.

  • Regen

    Letzte Nacht ist etwas passiert: was wir in Costa Rica so noch nie gesehen haben: es hat geregnet. Beide haben die Tropfen auf dem Dach gehört, und dann sind wir nach draussen gegangen um es anzuschauen. Ein kurzer Platzregen eröffnet die Regenzeit und kühlt die Luft auf 27° runter. Wir hätten beide nie gedacht, dass wir uns mal über Regen freuen würden, aber die Abwechslung und vor allem Abkühlung tat gut.
    Zum Frühstück toasten wir Toastbrot über dem Gasherd und trinken kalt gebrauten Kaffee.
    Dann satteln wir die Fahrräder und schleichen unter dem Absperrband durch um dem Strand entlang nach Tambor zu fahren. Der Panikfluss hat gleich wenig Wasser wie vorher, obwohl es seit Monaten das erste Mal geregnet hat. Ich erwarte trotzdem, dass der Fluss nun langsam an schwillt.
    Beim Kanadier auf dem Bänkli sitzt es sich gut, bei gelegentlichen Schwimmverbrechen. Die Wellen sind heute erstaunlich hoch, und nur ich wage es ins tiefere Wasser vorzudringen, denn ein unerwarteter Waschgang droht jederzeit. Dort wo ich nicht mehr stehen kann ist aber alles ruhig. Ein kurzer Regen überrascht uns auf dem Bänkli, ist aber bei diesen Temperaturen nicht schlimm.
    Beim zurückfahren kaufen wir noch das Mittagessen ein und schauen beim Hotel vorbei um zu fragen ob sie ein Zimmer mit Küche hätten. Der Monat im Häuschen ist schon bald vorbei und wir schauen uns jetzt um was es noch so alles gibt.
    Mittagessen gibt es wieder zurück im Wäldchen beim Steintisch wo wir schon die letzten Tage immer waren. Diana muss gleich bei der Ankunft ein heimtückisches Schwimmverbrechen begehen. Die Security lässt das zum Glück kalt.
    Pünktlich um 16:00 wird der Himmel dunkler und eine halbe Stunde später fängt der Regen an. Wir sind gerade mit den Velos heimwärts unterwegs, doch die Abkühlung stört uns nicht, im Gegenteil: wir machen eine Runde mehr, weil uns die Abkühlung gefällt. Zuhause gibt es dann noch einen Regentanz. Die Temperatur fällt auf 27° runter.
    Da immer noch Ostern ist und wir vom Zürcher Geschnetzeltem noch 2 Portionen übrig haben, werden die jetzt genossen zum Abendessen.
    Am Abend gibt es immer wieder kurze Stromausfälle, welche das Internet kurz wegfegen. Ich schätze, dass es wegen Blitzeinschlägen ist.

    Damit sind aber die Überraschungen noch nicht alle durch, während ich beim kochen alleine in der Küche war, hat sich am Abend ein ganzer Ameisenstamm entschieden den Kochherd zu erobern. Chancen hatte er keine, denn die über hundert Arbeiter, Dronen und Königinnen wurden alle geschlachtet. Zum Glück brannte nur dort das Licht, so blieben sie immer schön da. Ich hoffe, dass das eine einmalige Angelegenheit war zu beginn der Regenzeit.

  • Ostersonntag

    In der Nacht gab es mehrmals Stromausfall und auch am Morgen ist er länger weg. Zum Glück haben wir es noch geschafft, den Gasherd anzuzünden, denn das geht elektrisch und wir haben keine Streichhölzer gefunden. So kommen wir zumindest zu unseren Ostereiern zum Frühstück, bis der Strom wieder weg ist. Nach etwa 2h ist er wieder da, wir aber dafür weg, denn der Strand ruft wieder.
    Es ist schon den ganzen Tag eher bewölkt und daher auch nicht so heiss.
    Zum Abendessen koche ich heute etwas festliches: Zürcher Geschnetzeltes mit Poulet und Rösti.
    Beim Abendspaziergang merken wir richtig, dass wir in den Tropen sind: um 21:00 sind es immer noch 29° bei 90% Luftfeuchtigkeit.

  • Stromausfall

    Nachdem wir den Rest der gefrorenen Pizza gefrühstückt haben, müssen wir einkaufen gehen.
    Den Nachmittag verbringen im Wäldchen am gesperrten Strand und hoffen, dass wir nach Ostern wieder problemlos baden gehen können. Eine Frau tanzt recht lange am Strand bis die Security sie weg schickt.
    Am Abend gibt es dann mehrere stundenlange Stromausfälle. Ein Spaziergang verrät, dass sie nur auf das Feriendorf beschränkt sind, denn die Umgebung leuchtet immer noch. Eigentlich schade, denn so sehen wir die Milchstrasse trotzdem nicht so gut. Wir hoffen nur, dass die Ausfälle nicht allzu lange sind und die Sachen im Gefrierschrank nicht auftauen

  • Karfreitag

    Unterdessen schiesse ich immer bessere Fotos von den Kolibris während dem Frühstück.
    Eigentlich wollten wir heute ins Dörfli mit dem Velo, doch da wir auf die Flut achten müssen, ist es schon fast zu spät nun.
    Also gehen wir wieder ins kleine Wäldchen am Strand, wo wir auch vorher häufig waren. Hier erwartet uns jedoch eine Überraschung: pünktlich auf die Festtage wurde der Strand nun doch abgesperrt. Scheinbar waren im der letzten Zeit zu viele Leute am Strand hier und die Regierung will klar zeigen, dass über Ostern nicht zu spassen ist. Die Polizei selbst haben nicht mehr gesehen, doch 1-2x pro Tag flog immer dasselbe Flugzeug dem Strand entlang.
    Wir entscheiden uns, dass wir für heute den gesperrten Strand akzeptieren und bleiben hinter der Absperrung.
    Entgegen dem Aufruf der Regierung sind auch einige Leute mehr hergekommen, geschätzt sind nun sicher doppelt so viele Häuschen bewohnt als vor 2 Wochen. Normalerweise wäre jetzt Hochsaison, doch davon ist zum Glück nichts zu spüren.
    Allzu viel zu run gibt es nun nicht mehr, wir entspannen uns einfach.
    Dann finde ich bei einer aufgegebenen Bar einen Eimer. Da die Duschen noch gehen, bringt mich das auf eine Idee: ich fülle ihn mit Wasser und fange an eine Sandburg zu bauen. Mit ein wenig Anlaufschwierigkeiten klappt das ganz gut. Leider komme ich nicht so hoch bevor sie wieder auseinander fällt.

  • Wellenfotos

    Beim Frühstück habe ich nun immer die Kamera dabei, damit ich die Kolibris erwische, welche immer wieder von den Blüten hier naschen. Tatsächlich erwische ich eins.
    Heute zieht es uns nicht allzu weit. Nur an den Strand um in den Wellen zu plantschen. Diesmal schaue ich besser auf die Auslösezeit und erwische die Wellen auch besser. Natürlich erwische ich auch Diana in den Wellen, denn wir haben beide einen Riesenspass.
    Obwohl wir vor 17:00 beim Laden sind, ist er schon geschlossen. Ist aber klein Problem, denn so bestellen wir einfach eine Pizza. Zum Glück habe ich VOIP, sonst wäre der Anruf teuerer gewesen als die Pizza.
    Beim Verdauungsspaziergang sehen wir neben den üblichen Rehen auch ein Gürteltier.

  • Verschwundener Strand

    Wir möchten mal wieder einen Tag im Dörfli verbringen. Da aber nach dem Mittag Flut ist, fahren wir am Morgen mit dem Velo hin und bleiben dort bis am Abend. Da nun wirklich alle Restaurants zu sind, kaufen wir das Mittagessen ein und geniessen es auf dem Bänkli beim Kanadier.
    Momentan sind die Wellen recht gross, sogar hier erwischt eine Diana, obwohl sie lieber die Haare nicht nass möchte. Die Welle sieht das aber anders. Zumindest können wir beim netten Kanadier im Garten duschen.
    Der Strand wird immer mehr vom Meer erobert bis er schlussendlich komplett weg ist und die Wellen teils in den Wald schwappen.
    Wir warten bis nach dem Sonnenuntergang und fahren retour. 3h nach der Flut sollen wir eigentlich gut zurück kommen, doch da heute Springflut ist, wurde der See vom Panikfluss so richtig gefüllt und ist immer noch am entleeren. Das Wasser ist etwa knietief und hat eine rechte Strömung. Warten würde helfen, doch es wird immer dunkler. Also gehe ich zur breitesten Stelle und trage erst mal mein Velo rüber. Dann Dianas und schlussendlich helfe ich Diana beim überqueren des Panikflusses.
    Am Strand fährt es sich meistens gut, aber ab und zu sinkt man ein. Mit der Zeit brauchen wir auch Licht. Fahrräder werden hier in der Nacht offenbar nur von Dieben benutzt, denn jetzt hält uns jede Security an und fragt uns aus. Trotz allen Hindernissen schaffen wir die abenteuerliche Heimreise unbeschadet. Nur die Velos sind dreckig und möchten gleich abgespritzt werden.

  • In den Wellen

    Mal hoch, mal runter, Berg und Tal.
    Wellen sind wellig und wellen eine nach der anderen an den Strand, wo sie mit Getöse brechen und schaumig den Sand aufwirbeln.
    Mitten in diesem Sprudel dreht es sich wie in einer Waschmaschine, was ungeheuer Spass machen kann wenn die Grosse richtig ist.
    Richtige Wellen türmen sich auf wie ein Berg und ziehen das Wasser zu sich, bis die Wand überhängend wird und wie ein Wasserfall nach vorne prescht. Der Bauch fühlt sich so richtig wohl wenn er an diesem Berg herunter gleiten kann. Mit etwas Glück schaut der Kopf oben raus und freut sich zu sehen wie er von der Welle getrieben dem Strand entgegen rast.
    Das unruhige Meer macht ganz viele verschieden grosse Wellen in unregelmäßigen Abständen. Grosse und kleine Wellen, die grossen sind schneller und verschlucken die Kleinen. Doch dabei lässt die grosse Welle den Reiter liegen.
    Wenn wellige Wellen wellen, dann wellen wellige Wellen.
    Das reimt sich nun alles gar nicht. Aber ich bin mir sicher, dass Walter der Dichter etwas schönes daraus zaubern kann.

    Heute ist Vollmond und deshalb auch Springflut. Wir gehen zum Tisch am Strand zum Picknick. Diesmal kommt auch ein Klappstuhl mit, denn die Steinbank ist schon sehr hart.
    Das Meer sehr unruhig heute. Die Wellen sind unregelmässig und teils recht gross. Das Baden erinnert nun mehr an Jaco und den offenen Pazifik. Ich nehme die Unterwasserkamera mit um Wellenfotos zu Schüssen, schaue aber leider die Fotos nie an. Fast jedes Foto zeigt nicht die Welle, sondern den Himmel. Scheinbar hat die Kamera nie dann ausgelöst, als ich gedrückt habe, sondern zuerst versucht zu fokussieren, aber bis dann war ich schon in der Welle und die Kamera gegen den Himmel gerichtet.
    Zumindest haben wir 4 Papageie beim trinken am Boden mit der Kamera erwischt.
    Das Abendessen mit Schinken und Melone ist gut angedacht, aber die Melone in einem sehr schlechten Zustand. Die Hälfte müssen wir wegwerfen weil sie schlecht ist, und die andere Hälfte ist knapp essbar. Mein Magen mag sie nicht sonderlich.
    Dafür machen wir einen Vollmondspaziergang dem Golfweg entlang. Wo wir bei Halbmond noch eine Lampe brauchten, beleuchtet der Mond nun alles klar.