Geduldig warten

Mitten in der Nacht müssen wir schon auf, damit es noch reicht um den letzten Rest zu packen, frühstücken und die Wohnung halbwegs ordentlich zu hinterlassen. Kurz nach 6:00 fährt auch schon der Bus, und der Zug ist erstaunlich voll und ich denke: All die armen Leute, die schon so früh aufstehen mussten obwohl in ihrem Kanton ein Feiertag ist. Diana hat 1L Kaffee mitgenommen um zumindest halbwegs wach zu werden, und mein Magen schläft auch noch.

2.5h vor Abflug sind wir am Flughafen wie vorgeschrieben, nur wäre später kein Problem gewesen: Wir warten jetzt hier wieder und essen noch den Rest vom frischen Essen unserer Küche. Man muss schon vor dem Boarding den Pass und den Costa Ricanischen QR Code zeigen, aber das Boarding geht dafür schnell.

Im Regen steigen wir durch die schier endlose Wolkendecke bis wir endlich an der Sonne sind und einen Blick über das Wolkenmeer haben. Europa sehen wir nie, erst über dem Atlantik lichten sich die Wolken. Beide schauen mit nur wenigen Unterbrechungen zum Essen Filme, in den 12h Flugzeit schaffen beide 5 Filme. Vor und über der Karibik sehen wir endlich einige Inseln, wobei Haiti die mit Abstand grösste ist. Wir sehen auch viele, schöne Korallenriffe wo sich die Wellen brechen. Offenbar sind die Wellen auch in der Karibik recht gross momentan. Aber das werden wir schon bald sehen!

Direkt am Ausgang des Flugzeugs ist der Gang nicht klimatisiert, und so bekommen wir eine kurze Vorahnung, dass wir nun in einem wärmeren Gebiet sind. Die Wärme ist aber gleich wieder weg und wird durch die Klimaanlage des Flughafens unterdrückt. Hier dürfen wir jetzt mal noch fast 2h warten auf die Einreise. Wir werden wohl nie herausfinden wieso Leute 10min haben können, denn wir sind in 1min durch.

Am Bankomaten merke ich, dass sowohl das Geoblocking wie auch das Online-Unblocking meiner EC Karte gut funktioniert.

Das kurze Stück Fussweg zum Taxi ausserhalb des Flughafens wärmt uns wieder ein Stück bis wir im kalten Taxi durch den normalen Abendstau quetschen und dabei den Sonnenuntergang sehen. Hier herrscht eindeutig Lateinamerikanisches Temperament auf den Strassen: jeder Meter wird benutzt, insbesondere von den vielen Motorrädern.

Nach etwa 1h schaffen wir trotzdem die 18km zum Hotel, und es ist merklich kälter. Wir beziehen nun das Zimmer, ich mache mich auf die Suche nach 2 Äpfel, welche ich zu meinem Erstaunen auch im Restaurant bekomme. Die essen wir nun am Pool wo die Temperatur nun schon unter 20° zu sinken droht. San Jose ist eben noch relativ weit über dem Meer und entsprechend ist es noch nicht so richtig tropisch hier. So gehen wir nun schlafen und freuen uns auf einen warmen Tag morgen.

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