Category: Travel

  • Strand

    Nach dem Frühstück brauchen wir jetzt erstmal Strand. Wir packen alles und fahren zu einem Hotel direkt am Strand, welches laut Google Maps nicht so teuer ist. Nach ein paar Verirrungen ist es gefunden, und sie haben auch noch ein Zimmer im odersten Stock mit Meeressicht für uns frei. Das nehmen wir gleich für zwei Nächte. Da hier alles Fussgängerzone ist, ist es auch schön leise, und man hört nur die Wellen.
    Mit den Badesachen gepackt laufen wir westwärts dem Hafenentgehen. Zuerst brauchen wir aber eine Mittagspause, und die ist fischig teils sogar tintenfischig.
    Nach dem Hafen ist ein besser geschützter Strand mit weniger grossen Wellen. Hier üben die Surfanfänger. Da wir auf die Liegestühle ein Badetuch legen müssen und wir nur eins dabei haben, mieten wir nur einen Liegestuhl und entspannen uns ein wenig. Danach unternimmt Diana einen nicht ganz so erfolgreichen Badeversuch, es ist ihr zu kalt und zu wellig. Dann gehe ich raus. Es ist mit 22 °C schon kalt, aber wenn man drin ist, geht es schon. Ich schwimme ein wenig ausserhalb der Surfzone wo es zu tief ist als dass sich Wellen brechen. Dann reite ich noch ein paar Wellen auf dem Bauch.
    Die Zeit fliegt hier so schnell, dass wir schon wieder Hunger bekommen. Ein Mexikanisches Restaurant steht genau für diesen Fall bereit. Pina Colada haben sie leider nicht. Aber andere gute Cocktails, und das Essen schmeckt auch gut. Diana schafft aber nicht mal die Vorspeise. Da das aber so von uns bedenkt wurde, hat sie auch keine Hauptspeise bestellt.
    Nach dem Sonnenuntergang wird’s gleich recht kühl, also gehen wir schnell ins Hotel zurück, wo ich gemütlich Blog schreibe und Diana sich besser anzieht um nochmals nach draussen zu gehen.

  • Rollen

    Diana stellt extra den Wecker um den Sonnenaufgang auf der Dachterrasse schauen zu können. Diesmal sind leider zuviele Wolken vor der Sonne, so dass es kein Farbenspiel gibt. Allzu lange bleiben wir also nicht und gehen frühstücken.
    Eigentlich wollten wir jetzt in ein Motorradgeschäft gehen um Hosen für Diana zu kaufen. Zum Glück sagt mir Google Maps, dass heute Nationalfeiertag ist in Spanien und das Geschäft ev. geschlossen ist. Und laut deren Webseite ist es. Diana hat aber schon im Ledergeschäft nebenan Motorradhosen mit Knieschutz gesehen, also schauen wir dort. Sie haben offen, und Diana handelt den Preis von 450 auf 120€ herunter. Nicht schlecht!
    Frisch eingekleidet rollen wir los mit unserem Roller nach Malaga. Immer auf der rechten Spur fahren bringt mich noch auf eine Autobahn, wo ich aber sofort wieder runter komme.
    Auf der anderen Seite von Malaga sehe ich einen risigen Wellenbrecher, der einen Strans schützt. Das ist genau was Diana nun braucht! Ich halte an und wir essen im Strandrestaurant, danach kann Diana endlich im Meer ohne Wellen schwimmen gehen!
    Danach fahren wir durch endlos lange 30er Zonen, in denen man selbst mit 50 ein Verkehrshindernis ist. Auch viele Geschwindigkeitshügel hat es, wo dann effektiv auf unter 20 gebremst wird.
    Ab und zu sind wir ausserhalb der Ortschaften und können schön am Meer fahen.
    In Torro del Mar schauen wir den Leuchtturm an, fahren aber gleich wieder los, und zwar über eine richtig kurvige Strasse in die Berge zu einem Stausee. Der ist fast leer und ein wenig enttäuschend. So fahren wir wieder runter und dann direkt nach La Herradura. Hier war ich vor 10 Jahren schonmal in einem schönen Hotel, und ich war überrascht als Diana diesen Ort vorgeschlagen hat. Das Hotel wo ich damals war ist leider schon geschlossen, aber nebendran finden wir ein genau so schönes mit einem riesigen Zimmer. Hier schauen wir auch gleich den Sonnenuntergang an. Danach gibt’s mal wieder eine Pizza für mich.

  • Flussüberquerungen

    Vor 8 erwache ich und gehe schonmal auf dem Balkon in Stellung, denn hier erwarten wir ein Spektakel über dem Meer: den Sonnenaufgang. Wie bestellt sind einige Wolken da, die zuerst dunkelrot und dann immer oranger, gelber und am Schluss Weiss beschienen werden. Das ganze Spektakel ist mit dem effektiven erscheinen der Sonne dann schon fast fertig. Diana nimmt alles auf ihrem iPhone als Timelapse auf.
    Diana hat gestern Abend einem Restaurant zugeschaut wie sie alle Stühle und Tische reingetragen haben nur um sie am Morgen dann wieder rauszutragen. Sie hat sich dazu entschlossen, heute hier zu frühstücken. Gesagt, getan: Diana nimmt ein Gipfeli mit Schinken und Käse, ich Bohnen mit Toast und Speiegelei. Da wir beide danach noch hungrig sind, nimmt Diana noch ein Eis und ich ein Dianagipfeli, das hat so gut ausgesehen.
    Der Hunger ist zwar jetzt weg, aber Dianas Koffeinspiegel noch zu tief, also gehen wir ein ein Café um den morgigen Tag zu planen. Danach schauen wir beim Motorradgeschäft ob sie Schutzhosen für Diana hat, aber sowas trägt hier wirklich niemand. Sie können uns zumindest eine Adresse geben, dort werden wir dann morgen vorbeischauen!
    Ganz viele Strandkilometer warten auf uns, das Ziel ist es, einen Dianawürdigen Badestrand zu finden, mit nur kleinen Wellen. Diesmal gehen wir Richtung Osten der Promenade entlang. Scheinbar haben beide viel gefrühstückt, denn so schnell bekommen wir nicht Hunger. Irgendwann fangen wir an zu schauen was es denn so gibt. Diana ist noch sehr unentschieden mit den Restaurants, kommt dann aber gleichgültig mit in eins mit schöner Strandterrasse. Nur auszuwählen was sie möchte ist sehr schwierig, der Tipp “Frag doch ob sie frischen Fisch haben” wendet aber alles zum Guten. Der Kellner bringt einen kleinen Thunfisch “Bonita” und Diana bejat sofort. Ich werde gar nicht gefragt, was ich möchte, aber der Fisch reicht für beide.
    Auf einem Sonnenschirm erkenne ich einen Papagei, den Diana nun genauer anschaut während der Fisch neben dem offenen Feuer grilliert wird. Der Papagei fliegt zu einem anderen Schirm und Diana geht mit. Nun kommen noch 6 Papageie angeflattert und Diana ist so richtig entzückt von ihnen. Sie hat nie erwartet, dass hier wilde Papageie herumfliegen.
    Zum Glück sind wir beide nicht so richtig hungrig, denn gefühlt dauert es eine Stunde bis der Fisch fertig ist. Der Kellner zeigt ab und zu richtig freudig auf ihn. Das Warten lohnt sich aber richtig, denn der Fisch schmeckt wunderbar. Die 18€ sind definitiv ein Schnäppchen.
    Der Spaziergang geht der Promenade entlang weiter bis die Promenade fertig ist. Wie ziehen die Schuhe ab und gehen im Sand weiter. Jetzt sind wir zwischen einem Golfclub und dem Meer an einem Nudistenstrand. Irgendwo hier verliere ich meine Sonnenbrille. Ist aber egal, ich wollte sowieso eine nicht polarisierte kaufen, denn mit der sehe ich die Handy und Kamerabildschirme kaum.
    Am Strandende will Diana die Füsse an der Mauer im Meer waschen, das klappt sogar auch wunderbar mit dem Rest des Körpers, als eine grosse Welle kommt. Sie zieht die Badesachen an und lässt die Kleider ein wenig trocknen.
    Über einen kleinen Fluss, der ins Meer mündet, gehen wir weiter. Das Wasser ist nur 10cm tief. Jetzt kommt ein Naturschutzgebiet mit einem Schwarm Papageien, die alle in den Büschen einander ankreischen.
    Laut Karte mündet nun ein grösserer Fluss im Meer, doch Wasser führt er keins: wir kommen problemlos dem Strand entlang. Ab und zu Schwappen einige Wellen über den Sand in den Fluss.
    Jetzt haben wir es geschafft und sind am Stramd von Malaga. Dem entlang gehen wir nun bis zur Hafenmauer, in der Hoffnung, dass Diana hier baden kann. Immer wieder überqueren wir kleine Bäche, die kein Wasser führen, bis wir da sind. Die Wellen sind zwar kleiner, aber so klein eben auch nicht. Da es schnell tief wird und doch ab und zu grössere Wellen kommen, geht Diana nicht raus. Ich war gestern schon genug schwimmen.
    Unsere Füsse und Beine melden das Bedürfnis einer Pause an. Google Maps sagt, dass auf der anderen Strassenseite ganz viele Restaurants sind. Nach 2 Anläufen finden wir eine Tapas Bar. Wir sind hier nicht mehr in der Touri Zone, sondern bei den Einheimischen. Diana und ich bestellen separat dort wo die Tapas ausgestellt sind, aber lustigerweise fast dasselbe. Sie hat aber noch mehr Hunger danach und bestellt nochmals. Mir reicht Brot.
    Zurück bringen uns die Beine wirklich nicht mehr, der Bus aber schon. Auch hier hilft uns Google bekm Fahrplan, nur zeigt es uns die Haltestelle am falschen Ort an. Genau pünktlich sind wir am richtigen Ort als der Bus kommt. Passt perfekt.

  • Strand

    Heute haben wir mal nichts vor. Das wird aber durch den Hunger gleich beendet und so haben wir jetzt vor zu frühstücken. Viele Restaurants gibt es dafür nicht, aber eins reicht ja.
    Dann geht Diana an den Strand liegen und ich auf die Suche nach einer Wäscherei. Die finde ich zwar, aber sie haben keine Lust meine Wäsche noch heute zu waschen und trocknen, auch nicht bis morgen früh. Dann gehe ich halt zurück ins Hotel, wasche selbst, und hänge alles auf dem Balkon zum trocknen auf.
    Jetzt ist Mittagessen am Strand und liegen am Strand angesagt.
    Zum Abendessen gönnen wir uns ein romantisches Candle Light Dinner am Strand. Und danach lösen wir endlich den Gutschein für den Wilkommenstrunk ein. Diana bestellt einen Schwarztee mit Milch. Offenbar hatten sie noch nie englische Gäste hier, denn sie machen Milch heiss und tunken einen Teebeutel rein.
    Für den Rückflug möchte Diana nun einen Fensterplatz kaufen, so logge ich mich ein und checke ein zum sehen was wir für Plätze haben. Dummerweise kann ich die Plätze nun nicht mehr ändern, das Diana ganz traurig macht.

  • Malaga

    Wir haben schon gestern alles vorbereitet, damit wir heute schnell gehen können. Nur noch die Pflanzen so richtig giessen und alles aus dem Kühlschrank einpacken, das nicht mehr 10 Tage hält.
    Nach Zürich ist eine grosse Reisegruppe im Wagen, aber im Gang finden wir noch Sitzplätze.
    Auch der Zug in Zürich ist so richtig voll, aber das Rrstaurant leer. Da es auch noch geschlossen ist, sieht es für die Erdbeeren gar nicht gut aus: sie werden jetzt Stück für Stück gegessen. Jetzt habe ich auch Zeit um uns beide einzuchecken und uns beim Spanischen Gesundheitsministerium anzumelden. Das dauert sicher eine Stunde bis ich alle unsere Daten eingegeben habe und den QR Code unserer Impfung so hinkriege, dass die Seite sie akzeptiert.
    Da wir extra etwas früh dran sind, steigen wir in Morges aus und suchen ein Restaurant. Ich suche eine Pizzeria und Diana eine Schneckeria. Pizzen gibt es überall, aber Schnecken nicht. Nachdem wir die ganze Altstadt durchforscht haben, entscheiden wir uns für ein Japanisches / Chiniseisches Restaurant. Das Essen ist sehr gut!
    Nach einem kurzen Spaziergang  auf der Seepromenade nehmen wir auch schon den Zug zum Flughafen.
    Hier geht alles ptoblemlos: wir kommen schnell durch die Kontrolle und haben dann noch ganz viel Zeit.
    Sogar beim Einsteigen geht alles gut, denn Easyjet hat alles getan um bei uns noch etwas mehr Geld rauszuquetschen: mit unseren Plätzen dürften wir kein Ablagegepäck mitnehmen, und obwohl wir zusammen gebucht haben, bekommen wir unsere Plätze nicht in derselben Reihe. Sie wollten uns fast dazu zwingen gegen Aufpreis die Plätze selbst zu wählen und Gepäck einzuchecken. Die Helme gehen einfach ungefragt ins Gepäckfach, und wir reden halt über die Reihen.
    Genau bei Sonnenuntergang fliegen wir durch ein Tal mit Bergen links und rechts, dem Meer entgegen. Leider ist niemand von uns am Fenster, aber es sieht wunderschön aus.
    Die lange Zeit zum ausfüllen des Fragebogens hat sich gelohnt, wir kommen problemlos in nach Spanien rein.
    Die Suche nach der Rollervermietung ist jetzt aufwändiger: niemand kennt den Händler oder kann uns sagen wohin wir gehen sollen. Google Maps zeigt uns aber den Weg, nur müssen wir durch ein Parkhaus laufen, eine Autobahnüberführung nehmen und dann noch eine Einfahrt zur Autobahn überqueren.
    Angekommen merke ich, dass der Vermieter ganz anders heisst, und der richtge Name unten auf der Reservation gewesen wäre. Zusammen mit dem Hinweis auf einen Shuttle Bus.
    Da sie auch Autos vermieten, ist es ihnen nicht langweilig: wir müssen etwa eine halbe Stunde warten bis wir endlich lostuckern können.
    Bis zum Hotel dauert es nur einige Minuten, und das Hotel ist sehr schön am Hügel mit Sicht auf Malaga. Es hat einen Pool mit Restaurant. Da brauchen wir jetzt mal noch etwas kleines zu Essen und ich ein grosses Bier!

  • Nach Lugano

    Genug Locarno, heute fahren wir nach Lugano. Wir gehen einigermassen früh auf zum frühstücken und machen uns noch bei kühleren Temperaturen dem See entlang auf den Weg. Am Ende des Sees ist erstmal Kaffein tanken und sonnencremen angesagt. Dann ruft auch schon die Ebene mit den vielen autofreien Strässchen. Ab und zu muss eine Umleitung gefunden werden, aber das schaffen wir gut.
    Ein kleiner Pass will auch noch überwunden werden, dank den Motoren gelingt das problemlos. Die Temperatur ist aber schon recht hoch und bringt uns trotz Motor zum schwitzen.
    Oben angekommen brauchen wir eine kurze Pause, die wir nutzen um Diana das Elternhaus meines Schwagers zu zeigen. Wir müssen uns mal meiner Schwester anhängen wenn sie ins Tessin fahren.
    Weg von der befahrenen Strasse auf Feldwegen geht der Veloweg weiter. Nur ganz so gut befahrbar sind die Velowege nicht: einmal ist der Kies so tief, dass Diana auch im Schrittempo das Gleichgewicht verliert und umfällt. Ausser ein paar Kratzern passiert zum Glück nichts.
    Nun wollen wir aber so direkt wie möglich zum Hotel, deshalb verlassen wir den Uferweg an einer Kreuzung mit einem anderen Veloweg. Unter der Bahn durch führt dieser Veloweg über extrem steile Treppen. Mit viel Kraft bringe ich beide Velos durch.
    Um ums nicht mehr durch den Mittagsverkehr kämpfen zu müssen und um Dianas Bein zu schonen, nehmen wir nun den Zug durch die Vorstadt.
    Das Ziel ist ganz einfach: alles beim Hotel liegen lassen und in den See schwimmen gehen. Der erste Teil klappt gut, nur für den 2. Teil müssen wir recht weit gehen, denn die Lido Bar lässt die Leute nur mit Online Anmeldung auf nur italienischer Webseite rein, was uns zu dumm ist.
    Beim Flussdelta gibt es einen wunderschönen Badestrand, da lohnt sich der Fussmarsch. Danach wartet schon gleich eine Pizzeria im Zentrum auf uns und wir schauen noch ein wenig den hinteren Teil der Stadt an.
    Die Bahn auf den Monte San Salvatore fährt bis fast um Mittetnacht, das wollen wir nun ausnutzen. Zum Sonnenuntergang sind wir oben und geniessen den Rundumblick, der bis weit nach Italien reicht. Selbst das Gebirge vor Genua ist sichtbar, obwohl es etwa 140km weit weg ist. Dabei träumen wir auch ein wenig von Italien selbst.
    Je tiefer die Dämmerung ist, desto mehr sehen wir die Lichter der Stadt. Auch tief in der Po-Ebene sehen wir viele Lichter. Auf der Karte stellen sie sich als Mailand und den dazugehörigen Flughafen heraus.
    Um 22:30 nehmen wir die zweitletzte Bahn runter. Vorher fällt mir aber eine Wolke auf, die ich mir kaum erklären kann: eine sehr hohe Schleierwolke leuchtet auch über eine Stunde nach Sonnenuntergang noch bläulich-weiss im fast schwarzen Himmel. Wenn, dann sollte sie ja eigentlich dunkelrot leuchten
    42km

  • Maggia

    Heute sind wir früher auf und wollen im Maggiathal sein bevor es regnet. Dafür gibt es auch einen Veloweg, der dem Fluss entlang führt. Die sind allgemeinn einfacher zum navigieren, da man einfach den Schildern entlang fahren kann und nicht immer anhalten muss um die Karte zu prüfen. Da es eine App zu den Velowegen gibt, weiss man trotzdem immer ob man noch drauf ist oder eben nicht.
    Genau diese App ist schon ganz praktisch, denn nachdem wir die Abzweigung verpasst haben und einem Seitenfluss gefolgt sind, merken wir mit einem Blick auf die Karte was passiert ist. So sind wir schnell wieder auf dem richtigen Weg, aber ein Kaffee am falschen Weg muss trotzdem noch besucht werden.
    Der nun wieder richtige Veloweg geht fast immer neben der Hauptstrasse und ist fast komplett autofrei. Auch viele, kleine Brücken sind da zum überqueren.
    Der Regen möchte uns gegen Mittag einen Besuch abstatten und kündigt sich mit Tröpfchen an. Das reicht uns genau bis ins Restaurant, wo wir den Regen genussvoll beim Mittagessen betrachen können. Wieder regenfrei kommen wir gut vorwärts und immer höher rauf. Ganz bis ans Ende wollen wir nicht, denn der nächste Regen kündigt sich auf der Wetterapp an. Wo sich das Thal aufteilt folgen wir dem rechten Teil weiter hoch, und diesmal wird’s steiler. Den ganzen Weg bin ich mit möglichst viel Unterstützung gefahren, denn ich möchte ausprobieren was der Ebike macht wenn der Akku leer ist. Und das finde ich nun raus: Ab 10% reduziert der Motor die Leistung und ab 6% stellt der Motor ganz ab, jedenfalls im Turbo den Berg hoch. Diana hat dann immer noch etwa halb voll und ist weit weg von leer.
    Unser Gefühl sagt uns nun, dass wir umdrehen sollten. So rasen wir die Strasse wieder runter bis zur Endstation des Buses nach Locarno. Der fährt auch gleich ab und hat perfekt Platz für unsere beiden Velos. Durch den Regen führt er uns direkt vors Hotel und wir kommen trocken heim. Vom Hotelfenster aus schauen wir zu wie das Gewitter vorüberzieht.
    Allzu weit wollen wir heute nicht gehen, also prüfen wir das Wildwest Steakhouse direkt unter dem Hotel. Das Essen ist sehr gut, und die Regenpause lädt zu einem Abendverdauungspaziergang.

    54km

  • Verzasca

    Gleich zum Frühstück kommen schlechte Nachrichten aus der Heimat: die wurde komplett verhagelt und auch unseren Balkonpflanzen geht es nicht gut. Es wird also leider keine frischen Erdbeeren geben bei unserer Rückkehr.
    Hier ist das Wetter besser und wir machen uns auf den Weg ins Vercascathal. Zerst kaufen wir Kirschen, dann fahren wir dem See entlang und in Tenero dann den Berg hoch. Vor etwa 20 Jahren war ich hier schonmal mit dem Velo hoch, aber mit dem Ebike geht es viel angenehmer!
    Die Staumauer ist schon sehr imposant anzuschauen, aber das Bungee Jumping brauche ich definitiv nicht.
    Jetzt wird die Strasse weniger Steil und geht dem See entlang bis die Vercasca edlich wieder zum Fluss wird. Direkt vor der bekannten Römerbrücke halten wir an, merken dass es Zeit zum Essen ist und gehen direkt ins Restaurant nebendran.
    Die Römerbrücke ist zwar ganz schön, aber extrem überlaufen. So machen wir uns auf den Weg tiefer ins Thal. Meine Motivation ist es, den Akku nicht tauschen zu müssen, deshalb fahre ich mit nur wenig Unterstützung. Diana wählt die Unerstützung je nach Laune, aber ihr Velo ist auch viel effizienter und sie braucht viel weniger Akku. Sie läuft also nicht Gefahr, dass ihr Akku leer wird.
    An vielen Autos vorbei finden wir schlussendlich das Ende der Strasse in einem hübschen, kleinen Dorf. Das würden wir gerne besser erkunden, aber der Wetterbericht macht Druck, dass wir schnell zurück müssen.
    Also kommt jetzt die grosse Abfahrt, zwischen 30 und 55km/h sausen wir wieder den Berg runter. Ohne Regen schaffen wir es bis Locarno zurück und wollen das mit Kirschenessen am See krönen. Nur genau dann fängt es an und wir kehren ins Hotel zurück. Mit 8% Akku komme ich an, Diana hat noch 42% übgig. Fairerweise muss ich sagen, dass mein Akku 400Wh hat und Dianas 500Wh. Jetzt hört es auch gleich wieder auf zu regnen, also lassen wir Velos und Gepäck hier undd gehen mit Schirm und Kirschen wieder an den See. Diesmal lassen wir uns den Spass nicht mehr verderben und essen die Kirschen unter dem Schirm.
    Diana möchte gerne eine Weisse Pizza ausprobieren. Das kann ich voll und ganz verstehen, also essen wir wieder in der selben Pizzeria wie gestern.

    69km

  • Tibetanische Brücke im tropischen Regenwald

    Dianas Nacht war leider nicht so gut, sie konnte zwar die Chemikalie nicht mehr riechen, aber die Allergie kam trotzdem. Die Tabletten und der Spray halfen zwar, aber viel schlafen konnte sie nicht. Auch ich hatte Mühe mit schlafen weil das Bett nicht sehr bequem war.
    Schlecht ausgeruht gehen wir früh frühstücken, packen alles zu den Velos und nehmen den Bus zur Talstation. Dann nehmen wir die Bahn eine Station hoch und landen in Curzutt, wo wir uns nun durch denen tropisch Dschungel den Berg hoch kämpfen. Man merkt richtig wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist und wie wir schwitzen. Es erinnert uns gleich an einen Regenwald in Costa Rica. Auch die dichte Vegetation versetzt uns dorthin.
    Eine kleine Fotopause bei einer Kirche und eine Massagepause später sehen wir die Brücke. Nach dem Abstieg sind wir auch schon da und können die 270m fotografierend überqueren. Das Gefühl ist schon wunderbar soweit oben!
    Auf der anderen Seite lassen wir die Drohne steigen und fotografieren die Brücke aus anderen Winkeln. Diana wird auf der Brücke von oben abgelichtet.
    Zurück auf der anderen Seite essen wir endlich die Kirschen, die wir hochgebracht haben. Andere Leute waren schon ein wenig neidisch auf die feinen Kirschen.
    Der Rückweg ist gerade so lange, dass wir wieder Hunger bekommen und noch oben zu Mittag essen können. Aber erst nachdem wir die Kirche auch mit der Drohne festgehalten haben. Die Kirche scheint Leute schon seit Jahrhunderten anzuziehen, einige verewigten sich in den Wänden schon um 1750.
    Zurück in Bellinzona machen wir uns bereit zum Velofahren und verlassen die Stadt Richtung See. Die Ebene ist wunderschön zum Velofahren, es hat einen reinen Veloweg , der gut ausgebaut ist.
    Regen kommt bei uns keiner und wir schaffen es trocken nach Locarno. Das Lieblingshotel ist leider ausgebucht, aber wir finden noch eins mit wohlriechender Bettwäsche.
    Die wohlverdiente Pizza gibt’s dann am See, sogar mir Tiramisu.
    Diana Nase und meiner Hand geht es nun wieder gut. Wenn wir beide nächste Nacht gut schlafen, sind wir wieder richtig fit!

    21km

  • Wieder an die Wärme

    Das Frühstück ist mit Abstand das Beste bis jetzt: mit Rührei, Bündnerfleisch, Erdbeeren, Heidelbeeren und vielem mehr. Da essen wir uns erstmal satt. Dann braucht mein Handgelenk leider einen Verband, es schmerzt immer noch und es möchte nun geschont werden. Die Apotheke ist gleich nebenan und vor dem Packen verbindet Diana die Hand professionell.
    Nun lassen wir die vollbepackten Velos erstmal im Hotel und schauen die Stadt an. Das Schloss ist so schön, das Diana damit von allen Seiten fotografiert werden möchte. Dann gehen wir zum See runter um gemütlich dem Ufer entlang zu spazieren. Hier kommen wir durch ein ganz kleines Fischerdörfchen bis wir wie gerufen auf eine Badi mit Kaffee treffen. Hier wird Diana zuerst mit gutem Kaffee verwöhnt (der hier gar nicht so selbstverständlich ist) und dann kann sie auch noch baden gehen im nicht so warmen Wasser.
    Das Essen im asiatischen Restaurant hat Diana so gefallen, dass sie wieder dort essen möchte. Nur ist Montag und es ist geschlossen. Dann gehen wir halt zum Seerestaurant Fisch essen. Beide nehmen etwas mit Thon und sind überrascht, dass frischer Thunfisch gebraten wurde und eben nichts aus der Büchse kam. Da wir auch eher spät dran sind, haben wir einen Tisch direkt am See erwischt. Manchmal ist es ganz gut wenn ein Ort geschlossen ist, dann findet man was noch besseres.
    Wir schauen noch ein wenig die Altstadt an und holen dann die Velos. Das Wetter ist nur noch heute schön hier, dann kommt mehr Regen. Deshalb fahren wir nun ganz lange Zug, über Luzern ins Tessin. Das geht zum Glück nur mit 2 Zügen und einmal umsteigen. Im ersten Zug reservieren wir schonmal ein Hotel, dann müssen wir nicht lange suchen.
    Umsteigen geht gut und die reservierten Veloplätze sind genau da wo erwartet. Wir gehen aber dann weiter ins Restaurant zum Abendessen. Leider ist Hörndli mit Gehacktem ausgegangen, aber wir teilen uns Ravioli und eine kalte Platte.
    Beim Aussteigen müssen wir schnell sein, denn die Velos wollen abgehängt und rausgestellt werden mit Gepäck bevor der Zug weiterfährt. Auch das klappt wunderbar.
    Das Hotel ist direkt beim Bahnhof und wir checken schnell ein. Nur leider wartet für Diana ein beissender Geruch im Zimmer: Das Waschmittel enthält anscheinend dieselbe Chemikalie, die Diana schon am Dienstag zuvor eine Allergie ausgelöst hat. Sie sperrt die Duvets in den Schrank und wir besorgen viele Wolldecken um die Laken abzudecken. So kann sie den Geruch nicht mehr riechen.
    Bellinzona ist bei Nacht besonders schön, wir machen einen Spaziergang durch die Strassen und finden sogar eine gunkle Gasse zum Schloss hoch, wo wir die Aussicht auf die anderen Schlösser geniessen, die auch so schön beleuchtet sind.
    Der Verband an der Hand hilft sehr gut und es hat nichts mehr weh getan, obwohl ich ab und zu Velos rumtragen musste.
    400km(Zug)