Category: Costa Rica

  • Diana überraschen

    Gestern war ich fürs Frühstück weg vom Strand, heute will ich schauen ob nicht mehr Optionen am Strand selbst hat. Die Soda direkt an der Ecke von Strasse und Strand hat sogar Omletten, da kann ich natürlich nicht widerstehen. Die Omlette ist sogar sehr gut.

    Gestern war ein Geschäft wo ich was kaufen wollte schon zu. Jetzt ist es offen und ich kann das Geschenkli noch kaufen.

    Dann packe ich alles Gepäck zusammen und mache mich auf den Bus. Soweit ich weiss fahren die alle Punkt, und ich bin 10min zu früh dran. Trotzdem fährt er mir vor der Nase weg. Nützen tut ihm das nichts, denn bei der nächsten Haltestelle hole ich ihn wieder ein. Anscheinend ist hier erst der offizielle Start des Buses, denn erst jetzt steigen überhaupt Leute ein und er wartet auch bis es Punkt ist.

    Die Gegend hier ist schon sehr trocken und es gab viele Buschbrände. Die Bäume sind nicht verkohlt, aber das Gras ist häufig schwarz.

    In Communidad muss ich umsteigen, der Busfahrer winkt mich sogar raus. Mehr als Haltestellen hat es nicht und angeschrieben ist sowieso nichts. Der Logik nach warte ich an der Strasse nach Nicoya, und hier bin ich der erste. Eigentlich kein gutes Zeichen, den die Leute trudeln hier unabhängig vom Fahrplan ein, und wenn niemand da ist, dann war vorher gleich ein Bus da.

    Langsam füllt sich die Haltestelle mit Leuten. Immer wieder fahren mit Zuckerrohr beladene Lastwagen durch. Ich habe immer noch keine Ahnung wann der Bus kommt, aber ich gehe davon aua, dass die Verbindung stündlich ist.

    Nach etwa 50min kommt der Bus. Ich habe ein paar Colones zuwenig Münz, aber das stört den Fahrer nicht. Lieber so als viel Wechselgeld rausgeben. Der Bus ist noch nicht so voll, aber das wechselt mit den Haltestellen und schon bald stehen die Passagiere.

    Angekommen in Nicoya habe ich erstmal Durst. Es ist knapp nach 13:00, da habe ich noch den ganzen Nachmittag zum weiterfahren. In einer Soda kehre ich ein und bestelle ein Poulet. Da ist auch ein selbstgemachtes Getränk dabei, wo ich keine Ahnung habe was es ist: Chan. Es kommt ein Glas voll mit haarigen, schwarzen Samen im Wasser. Schmeckt ganz gut, ist aber sehr ungewohnt.

    Chan

    Jetzt gehe ich zum nächsten Busterminal. Zu meiner grossen Enttäuschung habe ich gerade den Bus verpasst und der Nächste fährt erst um 17:00. Ich hätte wirklich gedacht, dass der Bus öfters fährt als 3x pro Tag. Naja das Nächste Mal muss ich zuerst schauen wo und wann der Bus fährt und dann erst essen. Jetzt gehe ich erstmal zu einem Bankomaten und dann mache ich es mir in einem Park gemütlich. Bevor der Bus fährt, kaufe ich mir noch das Abendessen für im Bus ein.

    Von Nicoya bis Paquera sind es laut Navi 95km und 1.5h. Der letzte Bus in Paquera fährt um 19:40 und ich muss in Playa Naranjo umsteigen. Theoretisch könnte es noch klappen, denn die Strasse ist gut und es hat kaum Verkehr.

    Diana habe ich heute extra nicht angeschrieben, denn ich möchte sie durch meine Ankunft überraschen. Dummerweise schreibt sie mir jetzt und möchte auch noch wissen wohin ich jetzt gehe. Und als ich es ihr nicht verrate, wird sie ein bisschen beleidigt. Ich schreibe ihr dass sie es schon noch erfährt.

    Der Bus schafft es erst nach 19:30 nach Playa Naranjo. Das sind also über 2.5h für 70km. Das ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von weniger als 30km/h auf einer Strasse wo sonst alle 100km/h fahren. Da kann man sich ausrechnen wie oft er angehalten hat.

    Weiter komme ich jetzt nicht mehr, also nehme ich ein Taxi, das ist jetzt etwa so teuer wie ein Hotelzimmer. Der Fahrer beschwert sich, dass es viele Verrückte auf der Strasse hat, gleichzeitig fühlt er sich auf der linken Strassenseite genauso wohl wie auf der rechten, insbesondere in den Kurven. Zum Glück ist uns da kein Motorrad ohne Licht entgegen gekommen, die waren alle nur in den Ortschaften lichtlos. Den Berg hoch hat er wenig Lust runterzuschalten, aber irgendwann muss er halt. Um den Motor zu schonen geht es aber nur langsam den Berg hoch. Die Kurven kennt auswendig und weiss genau wie schnell er fahren kann ohne dass das Gefährt kippt. Deshalb geht es rasant runter auf der anderen Seite. Auch im flachen kann der Motor das Tempo gut halten und er kann fleissig überholen. Ganz ohne Todesopfer schafft er die Fahrt aber nicht: ein Tier in der Grösse eines Fuchses hat Pech gehabt.

    Diana hat nach meinen Nachrichten geahnt, dass ich sie übertaschen möchte, ist aber trotzdem überrascht als ich komme. Ich habe ihr noch Lomo mitgebracht und ganz viele andere Geschenkli.

  • Shopping

    Frühstück gibt es hier nicht im Hotel, deshalb suche ich nun ein Restaurant. Ich nehme die Haupstrasse weg vom Meer, aber viel hat nicht offen hier. Nur ein Italiener öffnet gerade. Italieniches Frühstück will ich nicht, denn das wäre ja nur ein Espresso und ein Zwieback oder Biscuit. Da probiere ich lieber das Amerikanische. Ist nicht schlecht, aber Hunger habe ich trotzdem noch. Ein Schinkengipfeli hilft hier in dieser Situation sehr gut.

    Jetzt schaue ich erstmal die Läden durch. Es hat hier sehr viele Souvenier- und Kleiderläden. Ich schaue mir ersteinmal alles in Ruhe an und überlege mir was ich denn so kaufen soll.

    Zum Mittagessen gehe ich diesmal in eine andere Pizzeria, und da gibt es für mich eine Calzone. Die ist auch recht gut, ich bin erstaunt über die Qualität hier, denn eigentlich würde ich bei den vielen Amerikanern eher amerikanische Qualität erwarten (also sehr schlecht). Aber nein, die Leute hier bevorzugen alle möglichen Küchen, nur die Burgerschuppen sind eher leer. Es gibt hier sogar einen Griechen und einen Peruaner.

    Jetzt gehe ich erst einkaufen, ich habe sogar Diana ein Foto von einem Gestell mit Ohrringen geschickt, die mir gefallen. Sie gefallen ihr auch und schreibt mir, ich soll auswählen. Nur ein Geschenkli finde ich nicht mehr, ich suche die Geschäfte 2x ab bis ich merke, dass eins geschlossen ist und es genau dort das gibt, was ich möchte. Leider öffnet es heute nicht mehr.

    Zum Abendessen gehe ich in den Mexikaner. Das Essen ist nicht schlecht, aber auch nicht soo gut. Dafür ist es konform mit den meisten anderen Restaurants hier: ich habe noch Hunger. Dagegen hilft diesmal ein Donut.

  • Die andere Seite

    Wäsche habe ich nun genug zusammen zum waschen. Beim Hotel ist niemand da, deshalb suche ich nach einer Wäscherei. Laut Google hat es hier eine, aber davon weiss die Wäscheri anscheinend nichts, denn die ist nicht da. Dafür finde ich einen Supermarkt gemacht für Amerikaner und Europäer, mit vielen, feinen Produkten die es sonst nirgends hat. Es hat sogar ganz gute Schinken-Käse-Gipfeli. Nur guten Orangensaft gibt es nicht in kleinen Portionen. Ich kaufe mir Frühstück und esse im Park. Frischen Orangensaft finde ich unterwegs bei einem Strassenhändler.

    Im Hotel ist nun jemand da, und sie waschen meine Wäsche sogar gratis! Ich denke, am Schluss werde ich noch ein wenig Trinkgeld hierlassen.

    Zum Mittag gehe ich an den Strand und kaufe frisch grillierte Schweinsspiessli auf der Strasse, dann mache ich mich dann auf zur anderen Seite des Strands, bis jetzt habe ich nur eine auskundschaftet. Es liegen insgesamt etwa 4 tote Kugelfische rum und keiner von denen ist irgendwie angeknabbert, scheinbar wissen die Vögel, dass da Gift drin ist. Der Wind kommt immer wieder Böenartig über den Strand und wirbelt den Sand auf, so richtig Spass macht es nicht. Zum baden ist mir das Wasser trotz heissem Wind irgendwie zu kalt.

    Da das Essen gestern so gut war, gehe ich wieder ins gleiche Restaurant und probiere nun die Lasagne. Die ist auch sehr gut, aber reicht auch heute nicht. Deshalb gibt es auch jetzt wieder ein Dessert.

  • Valentinstag

    Ganz früh muss ich nun auf, zu früh für meinen Bauch, denn der hat noch keinen Hunger. Ist kein Problem, denn das Frühstück habe ich schon eingekauft und nehme es einfach mit.

    Ganz alleine bin ich nicht, es sind noch viele andere Taucher da. Wir gehen alle zu einem kleinen Boot, welches uns zu den Tauchbooten bringt. Es sind sogar 2 Tauchboote, ich bin im 2. Wir fahren raus zu einigen Felsen, die nur knapp über das Wasser kommen.

    Im Wasser gehen wir gleich zum Grund, der Meeresboden ist zwischen 15 und 25m tief. Man merkt richtig die verschiedenen Schichten im Wasser, denn es wird sprungweise kälter. Unten ist es nur noch 20°, so richtig warm ist mir trotz langem Neopren nicht mehr. Wir kreisen langsam um den Fels. Recht grosse Fischchwärme kreisen um uns. Es hat wie im Pazifik so üblich kaum Korallen, nur ganz kleine, blaue. Es schwimmen Schildkröten, Rochen und ganz viele Kugelfische rum. Fotografieren klappt aber nicht so, weil die Sicht ist eher schlecht und deshalb hat es auch nicht so viel Licht. Wir umkreisen den Felsen einmal und gehen dann wieder zum Boot zurück.

    Nun fahren wir quer über die Bucht zu einem anderen Unterwasserhügel, besser gesagt zwei. Der Wind ist nun richtig stark und produziert in der eigentlich geschützten Bucht kurze, aber starke Wellen, so dass das Boot recht schwankt. Wir machen uns nun bereit und springen ins Wasser, schwimmen zum Vorderteil des Bootes und halten uns an der Leine fest, an der das Boot befestigt ist, denn die geht zum Grund und ist dort fest angemacht. So treibt uns der Wind nicht ab.

    Der Leine entlang tauchen wir ab, so schnell wie der langamste Taucher den Druckausgleich schafft. Ich selbst habe damit nie Probleme, ich schlucke einfach und schon ist der Druck in den Ohren ausgeglichen. Die Sicht ist hier noch ein wenig schlechter, teilweise hat es auch noch ein wenig Algen. Es ist zwar spannend, aber nochmals würde ich hier nicht mehr tauchen gehen, dazu gibt es zuwenig zu sehen und die Bedingungen sind auch nicht so wirklich optimal. Bei diesem Tauchgang ist mir auch um einiges kälter als beim Vorigen, das liegt aber sicher dran, dass ich in der Stunde zwischen den Tauchgängen mich nicht komplett wieder aufgewärmt habe. Aufs Boot zu kommen bei den Wellen ist auch nicht ganz leicht, aber es schaffen es alle.

    Am Mittag sind wir wieder zurück und ich esse noch den Rest meines Frühstücks fertig. Ein heisser, trockener Wind zieht über den Ort und bringt Rauch von einem Waldbrand mit. Es dauert aber recht lange bis ich zu schwizen beginne, denn die Abkühlung im Meer ist recht langanhaltend.

    Am Nachmittag ruhe ich mich ein wenig im Hotel aus. Am Strand ist es zu windig, da wird man gesandstrahlt. Als Diana fertig ist mit baden, machen wir ein virtuelles Valentinsdate: wir rufen uns per Videotelefon an und ich zeige ihr den Strand und die Ortschaft. Leider ist die Verbindung nicht so gut und Diana sieht häufig nur farbige Schmieren als dss was ich ihr zeigen möchte. Deshalb lassen wir auch das geplante “Online”-Shopping aus, bei dem ich ihr die Läden zeigen wollte.

    Ein romantisches Abendessen möchten wir trotzdem machen, halt jeder in einem anderen Restaurant. Diana isst bei Cristina’s und ich in einer Pizzeria, natürlich. Ist trotzdem sehr schön, und wir können sogar zusammen essen: Diana bekommt ihr Essen pünktlich zu meinem Dessert. Die Pizza war zwar schnell und sehr gut, aber auch etwas klein.

  • El Coco

    Ich bin schon früh auf und Frühstück habe ich mir auch schon gekauft. Wo der Bus fährt weiss ich auch, und sogar wann. Ich packe alles und gehe zum Bus. Hier laden Strandverkäufer auch alle ihre Sachen auf: Zuckerwatte, Popcorn und getrocknete Bananen.

    Die Fahrt dauert nicht lange und ich bin in El Coco. Jetzt muss ich nur noch eine Unterkunft finden. Meine Navi App sagt, dass es hier eine Jugi gibt. Die finde ich aber nicht. Nahe der Bushaltestelle scheint es aber viele Cabinas zu haben, und da gehe ich jetzt hin. Bei der ersten ist zwar ein Schild, dass es offen ist, aber niemand ist da. Bei der Zweiten ist jemand da und das Zimmer sieht gut aus. Mit einer Küche aber geteiltem Bad. Passt mir so. Und günstig ist es auch.

    Jetzt esse ich erstmal etwas und schaue dann den Strand an. Dabei telefoniere ich noch ein wenig mit meiner Mutter. Eine Yacht liegt am Strand und wurde offenbar hier angeschwemmt. Sie schaut noch ganz gut aus und es nimmt micht wunder was da passiert ist. Ansonsten sind die Wellen hier recht klein, der Strand würde Diana gefallen! Nur das Wasser ist recht kalt, etwa 23°C. Das liegt sicher am Wind, der vom Land her bläst und das warme Oberflächenwasser wegtreibt.

    Heute scheint Super Bowl zu sein, denn alle Amerikaner stürmen die Bars und Restaurants ganz früh und überall läuft Sport. Ich suche mir ein Lokal mit möglichst kleinen Bildschirmen und somit wenig Gästen. Das ist per Zufall eine Pizzeria. Trotzdem bestelle ich etwas einheimisches: Reis und Fisch.

  • Liberia

    Zum Frühstück habe ich noch ein Stück Pizza, dann gehe ich auf den Bus. Schnellbusse scheint es hier nicht zu geben, also bummle ich wieder nach Puntarenas.

    Angekommen frage ich mich bis zum Bus nach Liberia durch, und der fährt auch gleich. Also muss das Mittagessen noch ein wenig warten. Über die Autobahn geht es nun recht schnell vorwärts. Wobei eine richtige Autobahn mit getrennten Spuren ist es noch nicht, aber an der zweiten Spur wird gearbeitet. Zu sehen gibt ea nicht so viel, die Landschaft ist trocken wie auf der Halbinsel.

    In Liberia angekommen habe ich so richtig Hunger, und da kommt eine Soda neben dem Busterminal genau richtig. Das Essen ist gut, es gibt Schweinsragiut mit Salat, Reis, Bohnen und Kartoffeln. Hier in Costa Rica muss ich eigentlich nie im Voraus nach dem Preis fragen, sie bescheissen eigentlich nie. Und der Preis hier sagt mir, dass wir weit weg vom Tourismus sind. So günstig habe ich noch selten gegessen. Auf der Karte gibt es hier gleich Unterkünfte, und da es Samstag ist, bleibe ich lieber in der Stadt, denn am Strand ist jetzt sicher alles ausgebucht. Eine Unterkunft finde ich auch sofort, und die ist nicht nur sehr günstig sondern mit 35° auch ganz warm. Eine Klimaanlage hat es auch, aber sowas brauche ich nicht. Da öffne ich lieber das Fenster, denn draussen ist es nur 30°.

    Draussen schaue ich jetzt mal die Umgebung an. Es hat vorwiedend grosse Geschäfte. Ich schaue mich um und finde sogar ab und zu etwas was ich noch brauchen könnte.

    Das Stadtzentrum schaue ich mir auch an, aber wirklich gefallen tut es mir nicht. Die ganze Stadt ist am Reissbrett quadratisch geplant worden und besteht nur aus 100m langen Quadraten mit Einbahnstrassen dazwischen. Im Zentrum hat es mehr Kleidergeschäfte, ansonsten gibt es kaum einen Unterschied zum Rest.

    Restaurants finde ich zwar im Zentrum, aber irgendwie habe ich kein gutes Gefühl, hier in der Nacht rumzulaufen. Die Stadt gefällt mir nicht. Deshalb kaufe ich etwas im Supermarkt und esse im Hotel.

  • Viele Surfer

    Da mir gestern gesagt wurde, dass heute früh grosse Wellen kommen, kaufe ich mir nur was kleines zum Frühstück und gehe gleich an den Strand. Es ist vor 9:00, aber Surfer hat es nicht viele. Ich gehe dem Strand entlang in die andere Richtung als gestern, aber nur ab und zu surft jemand. Eine Welle erwischt kaum jemand. Erst am Ende des Strands gibt es mehr Surfer, und hier erwischen sie sogar ab und zu eine Welle, stehen dann aber drauf wie sie auf der Toilette sitzen, mit etwa dieser Haltung und Steifheit.

    Surfschülerin

    Wirklich spannend ist das nicht zum zuschauen. Besser könnte ich es sicher nicht, denn die Balance zu halten ist schwierig. Aber genau so ist es beim Skifahren, und bin ich eindeutig beim Anfängerhügel. Ab und zu sehe ich einen guten Surfer, das ist aber selten. Erst als ich wieder zurück gehe, treffe ich auf ein paar gute Surfer, die ich dann auch gut erwische. Er fährt nicht einfach steif nach vorne, sondern seitwärts der Welle entlang und hat auch Spass am “Slalom”.

    Guter Surfer

    Jetzt muss ich erstmal etwas essen und dann steht der 2. Agendapunkt für heute an: Shopping. Ich brauche noch kurze Hosen, T-Shirts und Geschenke. Nach einigen Läden habe ich alles gefunden. Die meisten Läden haben aber in etwa das Gleiche.

    Die Wellen sind heute zwar grösser als gestern, aber ich habe mit Lewis abgemacht und bin gespannt ob er kommt. Heute ist die Brandung recht voll und ich sehe auch einige Leute, die Spass dabei haben dort zu schwimmen wo die grossen Wellen (3-4m) brechen und von ihnen so richtig gewaschen werden wie in einer 3m grossen Waschmaschine. Man kann ganz gut die Gewalt einer Welle abschätzen, nicht nur anhand der Höhe, sondern auch wie stark sie das Wasser zu sich zieht. Es ist schon extrem imposant zu sehen wie sich das Wasser vor einem auftürmt und es gleichzeigig eine starke Strömung zur bald brechenden Welle gibt. Wenn soeine über mich bricht, dann lege ich mich einfach auf den Meeresboden, da ist es vergleichsweise ruhig. Das praktische dabei ist, dass es mich dann durch die Drehbewegung der Welle gleich wieder auf die Füsse stellt. Je weiter weg vom Grund ich liege, desto heftiger wird die Bewegung des Wassers. So kamm ich also ganz gut einstellen wie hart oder sanft die Rückenmassage sein soll. Danach wird durch die ganze Luft im Wasser alles zum Jacuzi. Wellness pur! Eine Zeit lang regnet es ein Bisschen, dann kommt aber wieder die Sonne.

    Etwas nach mir kommt Lewis wirklich ins Wasser zu mir. Auch die mittleren Wellen, die wir jetzt reiten, sind grösser als gestern. Der Ritt ist dementsprechend intensiver, es schüttelt uns recht stark durch und auch das Tempo wird einiges höher so. Aber es macht immer noch viel Spass, auch wenn es jetzt einiges anstrengender ist. Wir schauen noch den Sonnenuntergang und verabschieden uns.

    Eine dritte Pizzeria habe ich schon entdeckt. Die probiere ich jetzt aus. Sie ist auch nicht schlecht, aber die in Samara war immer noch besser und an meine kommt sie sowieso nicht ran! Dafür bleibt ein Stück übrig, das gibt dann gleich mein Frühstück für morgen!

  • Schöne Wellen

    Es dauert schon eine Weile, bis ich mich vom Laptop lösen kann und der Hunger zu gross wird. So riesig ist er aber zum Glück noch nicht, denn es reicht um das gekaufte Sandwich bis fast zum Ende des Strands zu bringen und dort zu essen.

    Die aufkommende Ebbe ermöglicht es mir, den kleinen Fluss zu überqueren. Auf der anderen Seite wird es steinig und es hat kaum mehr Leute, nur noch ein paar Fischer und eine Sonnenbaderin, die ihre Ruhe haben möchte. Das gefällt auch den Pelikanan, die sind hier nicht so scheu und ich kann problemlos Fotos recht nahe schiessen.

    Zwei Freunde

    Dann schlendere ich dem Strand entlang wieder zurück. Allzuviel ist jetzt noch nicht los. Ich muss zuerst noch ein wenig die Beine ruhen lassen und wenn die Sonne etwas weniger stark ist, gehe ich nur mit Badehosen an den Strand.

    Nun kommt, wofür ich hier bin: die Wellen warten auf mich. Die sind so zwischen 1 und 3m hoch. Die grösseren interessieren mich nicht, da tauchf ich unten durch. Aber wie immer sind die Mittleren die Spannendsten. Nach einiger Zeit taucht ein etwa 60 Jahre alter Mann neben mir auf, und er reitet die Wellen genau wie ich. Wir nehmen immer dieselben Wellen und tauchen wieder am gleichen Punkt auf. Die Wellen hier sind wunderbar, ich kann sie solange reiten bis ich keine Luft mehr habe und aufstehen muss.

    Zwischen den Wellen reden wir ab und zu, er heisst Lewis und es freut ihn, dass noch jemand anderes die Wellen auf dem Bauch reitet. Er wohnt in der Gegend und macht es seit 10 Jahren regelmässig. Jetzt sei auch die Beste Zeit dafür, da es Ebbe ist. Er sei morgen um die Zeit wieder da, mal schauen ob wir uns wieder im Meer treffen.

    Die Sonne kommt immer tiefer und es wird hier auch richtig eng mit Surfer. Deshalb gehe ich mich kurz abduschen und hole die Kamera, denn die Sonne geht nun direkt über dem Meer unter. So fotografiere ich den Sonnenuntergang und die Surfer. Als ich fertig bin und zurück gehe, spricht mich noch ein Surflehrer an und fragt, ob ich morgen früh auch komme, dann kommen die grossen Wellen, es wird noch besser als heute morgen, und das war schon magisch. Ok, dann habe ich ja schon Pläne für morgen!

    Sonnenunterganssurfer
    Sonnenuntergang über dem Meer

    Noch habe ich noch nicht genug von Pizza. Deshalb probiere ich nun die nächste Pizzeria aus. Die ist auch wieder ganz nah und auch ganz gut! Aber an die von Samara kommt sie nicht ran, da muss ich noch weitersuchen.

  • Bus fahren

    Da Diana ihr Knie schonen möchte und ich noch die Gegend erkunden möchte, mache ich mich heute auf den Weg, aber stelle vorher möglichst sicher, dass es Diana hier in Tambor auch gut hat. Ich kaufe ihr noch ein und hole das Velo. Dabei fällt mir noch auf, dass das Ventil schräg ist. Sollte eigentlich kein Problem sein, aber ich lasse trotzdem die Luft ab und korrigiere es um auf Nummer Sicher zu gehen. Natürlich frühstücke ich noch mit ihr und zeige nochmals wie man die Hängematte knüpft. Sie weiss es noch von vorher.

    Der Bus fährt pünktlich los zur Fähre und kommt auch pünktlich an. Auch die Fähre legt pünktlich ab und kommt auch pünktlich an. Natürlich ist das Busterminal nicht bei der Fähre, das wäre ja zu einfach. Aber es fährt ein Bus zum Terminal und ein Bus fährt auch gleich ab. Das richtige Terminal finde ich auf der Kartenapp Osmand, denn natürlich gibt es nicht ein Busterminal, es gibt eins pro Ziel. Für die 90km Fahrt hat er 2h, wobei es laut Navi immerhin 1h45 sind, so bummelig ist der Bus also nicht wie es aussieht.

    Seit langem checke ich mal wieder in einer Jugi ein, aber in einem Einzelzimmer. Die anderen Zimmer sind schon ausgebucht. Costa Rica allgemein und insbesondere Jaco ist scheinbar wieder sehr beliebt, denn alles ist gut ausgebucht hier.

    Da ich nichts zu Mittag hatte wiel ich nie Wartezeiten bei den Anschlüssen hatte, habe ich natürluch Hunger. Eine Pizzeria mit Holzofen gleich bei der Jugi ist das erste Opfer. Die Pizza ist ganz gut, aber etwas trocken

    Einen Strandspaziergang am Abend lasse ich mir nicht nehmen. Der Strand ist immer noch erstaunlich wenig verbaut.

    Der Strand von Jaco in der Nacht

    Den Rest des Abenes hänge ich in einer Hängematte und schwimme im Jugipool.

  • Flussmündung

    Auch das Frühstück hole ich nun und wir essen es vor dem Zimmer. Eine Katze zeigt grosses Interesse an unserem Frühstück und bekommt von Diana sogar das Fett vom Rohschinken. Als Zugabe bekommt sie auch noch Milch.

    Der Strand gestern hat uns sehr gefallen. Deshalb fahren wir nun zurück und setzen uns erstmal in ein Restaurant, da wir nicht so viel gefrühstückt haben. Hier habe ich schonmal gegessen als ich eine Tour durch Santa Teresa gemacht habe. Es gibt einen schönen Blick auf den Strand von Manzanillo und gutes Essen.

    Uns nimmt es nun wunder wie die Flussmündung vom Rio Bongo aussieht, welche wir im Inland umfahren haben. Wir fliegen also wieder magisch über den Strand und kommen zur Mündung. Einige Quads kommen auch gleich angeflogen und einer schaut wie tief das Wasser ist. Unsere Abklärungen sind korrekt: es ist zu tief. Ich sage ihnen, dass die Einheimischen hier nicht durchfahren und erkläre ihnen den Weg über die Flüsse. Dann geniessen wir noch ein wenig die Natur hier und machen uns auf den Rückweg.

    Beim Restaurant geht es zur Hauptstrasse hoch über eine halbwegs vernünftige Rumpel-Schotterstrasse. Auch die Hauptstrasse ist nicht besser, aber wir sind ja recht schnell in Cobano. Hier kaufen wir noch was ein und sind dann schnell wieder in Tambor. Wir richten uns bei Cabinas Cristina ein und ich hole noch das restliche Gepäck im anderen Hotel. Dann mache ich mich auf nach Montezuma um das Quad abzugeben und gleich wieder zurück um mit Diana noch einenen schönen Abend zu haben!

    Ü