Aus nicht wirklich klaren Gründen konnten letzte Nacht beide nicht gut schlafen und nun sind wir so richtig faul. Wir gehen nur zwischen Hängematte und Bett hin- und her. Am weitesten gehe ich noch weg zum einkaufen. Ansonsten wird gequatscht, Youtube geschaut oder Age of Empires II gespielt.
Am Abend wird das ansonsten leere Hotel wieder etwas voller: junge Partyholländer ziehen nebenan ein und haben ganz viel Spass mit viel Lachen bis die 4 Männer dann in den 2 Betten ruhig einschlafen.
Category: Costa Rica
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Faulenzen
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Wellenreiten
Irgendwie habe ich es geschafft mich zu erkälten und habe ein wenig Schnupfen. Das kann eigentlich nur wägrend der Nacht passiert sein, denn Diana kann nur einschlafen wenn die Klimaanlage läuft. Ich wiederum habe mich wunderbar an die Temperaturen gewöhnt und brauche eine Klimaanlage höchstens um krank zu werden. Da Diana den Reis nicht so gut vertragen hat, hat sie die Klimaanlage auch mehrmals laufen lassen in der Nacht.
Um die Nase zu spühlen gehe ich nun in die Wellen. Es ist fast Flut und der Panica Fluss schon hoch. Da ich aber in der Badehose unterwegs bin, überquere ich den Fluss problemlos und gehe zur Stelle mit den schönsten Wellen. Hier hat es auch 2 Fischer, die am angeln sind. Ich halte Abstand und gehe in die Wellen.
Mit etwa 0.5-1.2m sind sie an der unteren Grenze zum rutschbaren, machen aber trotzdem viel Spass. Ich schaue immer den Punkt zu erwischen wo eine Welle gerade anfängt zu brechen, schiebe mich vorwärts und versuche mit dem Bauch die Welle runter zu rutschen. Wenn alles perfekt klappt, schiebt mich die Welle 10-20m weit mit. So richtig habe ich es aber nie gemessen. Die grossen Wellen schieben einem dann noch weiter mit.
Neben mir entsteht auf einmal ein Sprudelbad. Es ist etwa 5m von mir weg und hat einen Durchmesser von auch etwa 5m. Offenbar hat ein grösserer Fisch einen Schwarm kleine Fische in Panik versetzt. Das bleibt nicht unbemerkt, die Profifischer sind sofort zur Stelle. Nein, nicht die Angler, sondern die richtig professionellen mit Flügeln und einem Schnabel, der wie ein Netz gebaut ist. Natürlich die Pelikane, sie fliegen tief und lassen sich genau dort ins Wasser fallen. Ist schon fies als kleiner Fisch: man wird zuerst aus dem Wasser angegriffen, versucht aus dem Wasser zu flüchten und schon wird man auch noch aus der Luft angegriffen.
Auch sonst springt ab und zu ein grösserer Fisch aus dem Wasser als ich weiter am Wellenreiten bin. Und immer wieder stürzen sich Pelikane ins Wasser. Dabei fliegen sie zuerst nur ein paar cm über dem Wasser, steigen dann hoch und plumpsen rein. Meine Nase wird auch so richtig durchgespühlt mit Meerwasser, das tut auch sehr gut. Dass die Linsen wieder etwas Sand darunter haben, ist weniger gut. Der kommt aber eher von den gestrigen Staubpisten. Trotzdem werde ich die Linsen heute entsorgen und ein paar Tage die Brille tragen.
Diana ist fertig mit Haare waschen als ich zurückkomme, und so bin ich an der Reihe. Nur ganz so einfach ist das nicht: mit jedem Mal, welches ich das Wasser aufdrehe, kommt weniger Wasser, bis es nur noch tropft. Ich schaffe es noch so knapp die Seife auszuwaschen, spühle aber lieber im Waschbecken nach, denn dort kommt das Wasser normal. Ich schreibe dem Hotelbesitzer das Problem und er meint, er komme gleich. Wobei “gleich” hier von 1 min bis 1 Tag alles bedeuten kann. Da er Deutscher ist, denke ich dass es noch heute ist. Nach einigen Stunden meint er aber, dass morgen jemand kommt. Da Diana unterdessen schwimmen war, muss sie jetzt halt im Garten duschen.
Ich esse noch den Reis und meine Pasta von gestern auf, Diana nimmt leiber einen Yoghurt. -
Staub
Der Reis lag Diana schon recht schwer im Magen, und so fit ist sie noch nicht. Wir trennen uns für heute: Ich mache eine Quad Tour und Diana fährt an den Strand mit dem Velo.
Nach Cobano fahre ich nun weiter nach Santa Teresa. Jetzt gibt es keine Mittellinie mehr. Bewusst interessiert sich eigentlich niemand für die Mittellinie hier, aber ganz unbewusst fahren die meisten Autos doch auf seiner Seite. Jetzt ohne die Mittellinie wird natürlich die ganze Strasse benutzt. Mich würde es interessieren wie viele Unfälle es gibt weil 2 Autos ganz schnell in der Mitte der Strasse in einer Kurve aufeinander zu fahren und nicht mehr ausweichen können. Mein Quad ist zum gluck schmal und ich fahre auch gemütlich am Rand.
Bald hört auch der Asphalt auf und es kommt Staubpiste mit ganz vielen Schlaglöchern. Ich bin froh, dass Diana nicht mitgekommen ist, denn die Strasse wird immer schlechter und die Schlaglöcher immer wie grösser. Auch der Verkehr wird immer schlimmer, und am schlimmsten wird es in Santa Teresa selbst: Riesige Löcher in der Sandpiste und überall nur Autos, Quads, Busse und Motorräder auf der Strasse. Santa Teresa selbst ist eigentlich nur eine staubige Strasse mit unglaublich viel Verkehr. Ich gönne mit trotzdem eine Pause und kaufe mir im Supermarkt etwas zum trinken. Dabei schaue ich auch was für Schinken und Käse sie haben, denn ich suche immer noch guten Kochschinken für Pizza und Sandwichs und Gorgonzola für Pizza. Alle Läden haben hier aber genau dasselbe Angebot und qualitativ hochwertiges wie vor 2 Jahren gibt es viel weniger.
Die Strasse ist nun sogar asphaltiert, aber immer noch staubig und uneben. Da ja Santa Teresa vorwiegend für den Strand berühmt ist und weniger für die staubige Schüttelstrasse, biege ich ab und suche den Strand. Der Strand ist sehr lang, breit und hat etwa 2-3m hohe Wellen. Ich schlendere rum und schiesse ein paar Fotos, da kommt eine Rettungsschwimmerin zu mir und sagt mir, dass ich nicht schwimmen gehen soll. Es wird ein kleiner Tsunami erwartet, und im Wasser sei es dann nicht mehr sicher. Der Strand ist nicht gefährdet.
Ich mache mich wieder aus dem Staub, soweit das möglich ist. Der Verkehr wird immer weniger und es wird effektiv weniger staubig deshalb. Nun endlich der Küste entlang kurve ich über eine immer besser werdende Strasse weiter Richtung Nordwesten. Der Playa Hermosa ist wie der Name schon sagt ganz schön. Beim Playa Manzanillo esse ich endlich zu Mittag, die Tacos de Pollo sind sehr gut.
Nun habe ich genug Strand gesehen und mache nicht wieder auf den Rückweg, und zwar direkt zur Hauptstrasse hoch. Über eine nicht ganz so schlechte Schotterpiste geht es ins Inland. Irgendwie merke ich aber gar nicht, dass ich nun auf der Hauptstrasse bin, denn die ist nicht breiter oder asphaltierter als die Strasse vorher. Erst vor Cobano wird sie asphaltiert.
Ich kaufe noch Joghurt für Diana in Cobano und mache mich auf nach Tambor um bei Diana am Strand zu schwimmen und den ganzen Staub abzuwaschen. Zum Abendessen gibt’s bei mir wieder Pasta und bei Diana frisches Joghurt
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Hängematte
Diana geht es schon ein wenig besser, und der Bauch freut sich auf eine halbe Papaya zum Frühstück. Für mich gibt’s dazu noch einige Eier.
Wir packen die Hängematte und fahren mit dem Quad zum Kanadier und hängen sie zwischen die Bäume dort. Jetzt hängen wir einfach den ganzen Nachmittag hier und gehen abwechslungsweise schwimmen.
Für mich koche ich etwas Pasta und für Diana Reis zum Abendessen.
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Pizza den ganzen Tag
Dianas Nacht war nicht sehr erholsam: Ihr Bauch hat gegen etwas was sie gegessen hat rebelliert und möchte nun beruhigt und nicht gefüttert werden. Für mich heisst das: zum Frühstück gibt’s Pizza. Da mit Dianas Bauch auch ganz fest am Herzen liegt, möchte ich ihm auch was gutes tun. Ich fahre nach Cobano um ihm Kohletabletten zu kaufen. Leider schaue ich die Verpackung nicht richtig an, sondern gehe davon aus, dass Kohletabletten auch auf spanisch nicht falsch verstanden werden kann. Da liege ich jedoch falsch, wie mir Diana sagt. Also gibt es nun noch eine Fahrt nach Cobano um die Tabletten umzutauschen. Der 2. Versuch gelingt und nun hat Dianas Bauch die richtigen Tabletten und kann sich hoffentlich gut erholen.
Ansonsten liegen wir nur im Zimmer rum und mein Bauch freut sich, dass er den ganzen Tag nur Pizza bekommt, denn Diana mag heute nichts festes.
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Rumhängen
Schon am Morgen sind wir uns einig, dass wir eigentlich keine Ahnung haben, was wir machen wollen. Wichtig ist einfach, dass es mit wenig Arbeit und viel rumhängen zu tun hat. Zusätzlich ist ein guter Kaffeefluss zu Diana auch noch wichtig, und den stellen wir jetzt erstmal sicher. Dabei überlegen wir uns solange, ob wir nun im Hotel oder im Tambor Tropical frühstücken möchten, bis es klar ist, dass wir zum Tambor Tropical zum Mittagessen gehen.
Soweit sind wir also nun gefüttert, aufkoffeiniert und bereit für grosse Abenteuer. Z.B. die neue Hängematte zwischen zwei Palmen aufzuspannen. Die Matte selbst ist so elastisch, dass sie bis zum Boden gezogen wird als wir beide einsteigen, was uns aber zuwenig stört, als dass wir wieder aussteigen wollen und hängen/liegen nun zusammen zwischen den Palmen.
Irgendwann siegt Dianas Schwimmdrang doch und verlässt mich. Das gibt mir die Gelegenheit, die Hängematte besser zu spannen und nun hänge ich ganz alleine und höre Musik. Dabei schlafe ich sogar ein wenig ein, denn als ich aufwache ist Dianas Velo weg. Irgendwann kommt Diana wieder und geht nochmals schwimmen.
Zum Abendessen nehmen wir eine riesige Pizza mit ins Hotel und schaffen knapp über die Hälfte. Der Rest ist wird dann zum Frühstück verdrückt.
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Schildkrötlirennen
Frühstück machen wir auch heute wieder selbst, und zwar richtig früh. Diana hat einen “Termin” bei einem Arzt in Cobano, da wir unsere Reise umgeplant haben und eben nicht in die USA fliegen. Wir brauchen also ein Zeugnis, dass sie nicht reisen dar mit ihrem Knie.
Pünktlich schaffen wir es nach Cobano, doch vom Arzt ist keine Spur. Wir warten einige Minuten vor der verschlossenen Tür und schauen dann nebenan bei einem anderen Arzt vorbei. Auch der ist nicht da. Jetzt heisst es also: warten bis der Arzt kommt. Zum Glück ist es nicht so lange, Diana wartet am Schatten beim 2. Arzt und ich schaue ab und zu beim Ersten vorbei. Und der kommt mit etwa 30min Verspätung. Diana bekommt somit doch noch zu ihrem Termin. Einen Antikörpertest möchte sie auch noch machen, und dazu müssen wir nur etwa 200m fahren zu einem Labor. Dort nehmen sie Ihr Blut ab und verschicken es.
Nun fahren wir weiter nach Montezuma, denn hier wird unser Quad gepimpt. Diana schaut, dass sich der Strand auch lieb verhält und ich bringe das Quad und schaue mich noch ein wenig um.
Mittagessen gibt es direkt am Strand. Natürlich Fisch für Diana, ich nehme einen Lomito Hamburger, der ist zwar teurer, aber nicht wirklich besser als ein normaler Hamburger. Dafür muss Diana den Drink bis auf ein kleines Probiererli selbst trinken, denn ich mag keinen Alkohol wenn ich fahre.
Das nun gepimpte Quad kann ich abholen. Es hat nun einen Kofferraum mit einem bequemen Thron für Diana. Für mich gibt es einen Rückspiegel, damit ich sehen kann wie lange die Schlange hinter mir schon ist, denn ich fahre mit dem Ding lieber nicht so schnell. Dafür lasse ich alles hinter mir auch immer ganz gut überholen, und winke sie nach vorne während ich in geraden Strecken speziell langsam fahre. Offenbar war der, der den Rückspiegel installiert hat, kein Mechaniker. Ich habe ihm geholfen und erklärt, was welchen Weg hinkommt.
Eine grosse, aber sehr leichte Hängematte erstehen wir jetzt auch noch, denn rumhängen ist eine unserer Lieblingsaktivitäten.
Jetzt fahren wir zum grossen Strand um ihn anzuschauen. Ich lade Diana ab und gehe dann noch etwas weiter zu einem kleineren Strand zum schauen ob wir vielleicht mal an einem anderen Tag dorthin gehen möchten. Und ja, er ist ganz schön.
Zurück bei Diana fällt uns eine grosse Gruppe von Leuten am Strand auf, das kann eigentlich nur etwas heissen: frisch geschlüpfte Schildkrötli wurden freigelassen und machen sich nun auf den Weg ins Meer. Schon die erste Aktion in ihrem Leben ist ein rechtes Wettrennen, welches sie alle schneller oder langsamer meistern, bis sie von den Wellen ins Meer gespült werden.
Gemütlich machen auch wir uns auf den Weg, und Diana lässt sich nun sehr bequem chauffieren.
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Auf Schlüsselsuche
Gestern war die Gasflache leer und wir konnten das Frühstücksrührei nicht machen. Heute ist die Küche wieder voll in Betrieb und ich mache mich ans Frühstück kochen. Damit Diana schliessen kann, lege ich den Zimmerschlüssel direkt neben die Türe aufs Brett, denke ich jedenfalls. Als Diana kommt, sagt sie, dass der Schlüssel nicht dort war. Wir essen erstmal und dann mache ich mich auf die Suche. Entweder ist er runtergefallen in unser Gepäck oder ich habe ihn mitgenommen und irgendwo abgelegt auf dem Weg. Also durchsuche ich die Küche und den Weg dorthin. Kein Glück. Also durchsuche ich das Zimmer und alles Gepäck unter dem Brett. Auch dort ist er nicht. Weit kann er nicht sein, aber wo? Ich habe keine Ahnung mehr…
Diana überlegt sich nun auch wo sie war: Sie ging in ein anderes Zimmer und hat dort das Kissen getauscht. Anscheinend hat sie den Schlüssel doch mitgenommen und ihn dann auf dem Bett im anderen Zimmer liegen gelassen. Wir sind froh, dass wir ihn wieder gefunden haben und ich freue mich, dass ich nicht der Einzige bin, der ab und zu Dinge verlegt und nicht mehr weiss wohin.
Nun steht dem Tag nichts mehr im Weg. Wir packen das Quad, kaufen das Mittagessen ein und fahren ans andere Ende des Strands, Pochote. Dort lassen wir es stehen und schnappen uns den nächsten Kapitän, der uns mit dem Boot zum Strand der Toten bringt. Wir machen ab, dass er uns um 17:00 wieder abholt.
Ich mache nun meine Lieblingsbeschäftigung: faul rumliegen. Irgendwie brauchen wir mal ein grösseres Badetuch, damit wir beide zusammen faul rumliegen können. Aber so hat Diana zumindest eine Rückenlehne.
Irgendwann habe sogar ich genug vom rumliegen und gehe schnorcheln. Letztes Mal habe ich hier ein paar Korallen gesehen, doch es war zu dunkel. Jetzt ist es zwar hell, aber die Sicht ist extrem schlecht. Die Wellen wirbeln den Sand auf und man sieht kaum die Hand vor den Augen.
Endlich haben wir wieder eine Papaya zum essen en la Playa, denn gestern gab es keine mehr in den Geschäften. An den Überresten sind auch die Einsiedlerkrebse sehr interessiert. Hier scheint es jedoch kaum grössere Schneckenhäuschen zu haben, denn die grösseren Krebse haben meistens zu kleine Häuschen. Am Strand finde ich sogar einen obdachlosen Einsiedlerkrebs, der kein Häuschen hat. Jetzt sehen wir endlich wie sie hinten aussehen: Sie haben einen recht langen, spiralförmigen Schwanz, den sie in die Schneckenhäuschen rollen. Das macht irgendwie noch Sinn. Wir setzen ihn zu einem Stück Wassermelone wo schon Artgenossen sind. Diese mögen ihn aber gar nicht und greifen ihn sofort an. Offenbar gibt es kein Sozialnetz bei den Einsiedlerkrebsen: Obdachlose werden aggressiv angegriffen und verstossen, auch wenn sie viel grösser sind als sie selbst.
Vor Sonnenuntergang werden wir zurückgebracht. Das reicht noch für einen kurzen Schwumm für Diana und wir können den Sonnenuntergang geniessen. Dann packen wir alles, fahren nach Los Delphines, kaufen was ein und holen Geld.
Jetzt probieren wir noch ein anderes Restaurant in der Umgebung unseres Hotels aus wo wir mit dem Velo nicht hingekommen sind. Cordon Bleu haben sie gerade nicht, aber ab und zu nehme auch ich Fisch, und der ist sehr gut.
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Pochote
Am Morgen muss ich erstmal nach Montezuma fahren, da der Vermieter noch seine Million möchte. Allzu lange bleibe ich nicht, aber ich bekomme ein grösseres Quad mit ein wenig stärkerem Motor und 4WD falls gewünscht. Naja, das brauche ich nicht wirklich, aber schaden tut’s ja auch nicht wenn es ausgeschaltet ist.
Das grössere Quad ist auch schwerer, und das merke ich beim steuern: es braucht schon mehr Kraft. Ich hole nun Diana ab und wir fahren nach Los Delfines. Diana hat auf der Fähre eine Reklame vom Restaurant hier gesehen, also sollte es wieder offen sein. Naja, leider ist es nicht so: Das Restaurant ist immer noch geschlossen und die Werbung wurde nie weggenommen. Auch viele andere Lokale hier sind geschlossen, aber der Laden ist noch offen. Jedenfalls so halb, denn das Angebot ist um einiges weniger geworden. Auch hier hat es keine Papaya mehr, und Diana findet fürs Mittagessen eigentlich nichts gesundes.
Wir machen uns nun nach Ponchote an den Strand. So wirklich schön ist der hier nicht, aber ich finde zumindest raus wie wir zum Todesstrand kommen. Ich bringe Diana zumindest zum Strand beim Kanadier, und auf dem Weg fährt einfach eine Frau direkt vor mit auf dem Roller auf die Strasse, so dass ich eine Vollbremsung machen muss. Offenbar hat sie gedacht, dass beide Platz haben nebeneinander.
Während Diana schwimmt, entspanne ich mich im Hotel und bringe dann Diana das Velo an den Strand. Quad bin ich genug gefahren für heute. In der Pizzeria nehme ich Spaghetti Bolognese und Diana einen Salat und ein Stück Pizza. Ich glaube, das ist das erste Mal, dass Diana Pizza nimmt in einer Pizzeria und ich nicht.
Wir sind fertig bevor es richtig dunkel ist, und so fährt Diana durch den Wald zum Hotel zurück. Hier hat es zumindest keine kriminelle Autos und Motorräder wie auf der Hauptstrasse. Doch ganz so gemütlich war die Fahrt trotzdem nicht: Die Polizei ist dort und auch jemand mit einem Hund. Der Hund kennt offenbar Velos nicht und schiesst auf Diana von hinten zu. Ausser einem riesigen Schreck passiert ihr zum Glück nichts.
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Montezuma
Beim Frühstück treffen wir Marc, den Hotelbesitzer. Er nimmt uns mit nach Montezuma. Hier essen wir erstmal zu Mittag und dann trennen wir uns: Diana prüft den Strand und beobachtet alles sehr genau. Es gibt ab und zu grössere Wellen und manchmal bringen Boote Leute von Ausflügen zurück.
Ich gehe währenddessen auf die Suche nach einem Quad. In Tambor hat es nicht so geklappt, aber hier finde ich eins für einen Monat. Jetzt kommen ganz selber wieder zurück. Die Strasse ist schon ein wenig besser als sie vor 2 Jahren war, aber es gibt schon ganz viele Schlaglöcher. Da ich das Quad Bar bezahlen möchte, plündere ich in Cobano einen Bankomaten und bin danach Millionär in Colones.
Da wir jetzt mobiler sind, gehen fürs Abendessen in ein etwas weiter entferntes Restaurant. Das Essen ist ganz gut und der Preis etwa gleich wie am Strand. Dafür hat es hungrige Katzen, denen Diana nicht widerstehen kann und die Flossen vom Fisch füttert. Eine Katze ist ein siamesischer Tiger: Sie ist am Kopf und den Extremitäten eine Tigerkatze, aber am Bauch Weiss.