Category: Costa Rica

  • Windows 11

    Zum Frühstück mag Diana viel Kaffee mit noch mehr Milch. Da sowas gar nicht vorkommen darf, ist das Restaurant auch nicht darauf vorbereitet und hat keine Milch mehr. Zum Glück habe ich magische Zauberkräfte und kann einfach so in einer Minute 1l frische, kalte Milch auf den Tisch zaubern. Etwas weniger magisch ist es wenn man weiss, dass direkt nebenan ein Laden ist. Von Magie hält hier niemand was, also geht halt einfach die Milch aus.
    Diana möchte jetzt das Knie so richtig schonen um zu schauen ob es dann besser wird. Also bleiben wir beide im Hotel. Ich möchte auf meinem ARM Macbook einige meiner Spiele zum laufen bringen. Nur ein ganz kleiner Teil läuft unter MacOS, der Grossteil ist nicht für Mac oder eben 32bit x86. Nur die x86_64 Mac Games laufen unter Rosetta. ARM Games gibt es wahrscheinlich noch nicht.
    Unter Linux versuche ich pcem mit Win98SE zum Laufen zu bringen, nur geht da die Maus nie. Es hat ziemlich sicher etwas damit zu tun, dass die VM die Maus als Tablet betreibt und pcem Probleme hat damit.
    Parallels, die VM, kann direkt auch Windows 11 für ARM64 installieren. Das ist ganz spannend, denn Windows bringt auch eine Übersetzung von ARM64 zu x86 32 & 64 bit mit. Somit kann ich also dort das normale x86 Steam installieren und alle Spiele sollten mehr oder weniger gut laufen. Das Konstrukt wird dann schon sehr lange: ARM64->MacOS->Parallels->Windows11->x86-Übersetzung->Games
    Trotz all der Layer läuft es erstaunlich gut! Selbst die Performance ist nichtmal unterirdisch.
    Mittagessen nehmen wir auf der Terrasse, ich versorge Diana mit Papayas und esse selbst Tortillas mit Rohschinken. Der ist Diana zum Glück zu salzig.
    Abendessen gibt’s dann auch im Restaurant vom Hotel. Diana mag den Red Snapper sehe gern.

  • Windows läuft

    Die gerstern herbeigezauberte Milch ist schon weg. Heute lasse ich deshalb gleich 1.8l erscheinen, also eine halbe Gallone. Das sollte sogar bis morgen reichen.
    Auch heute wird das Knie geschont und ich bastle noch ein wenig rum. Das Internet ist häufig bis 20Mbit schnell. Eigendlich sehr lahm, aber trotzdem habe ich schon mehrere 10GByte heruntergeladen, meist über Nacht. Ich bin noch am austesten was wie gut läuft, aber fürs Windows 11 organisiere ich mir sogar eine offizielle Lizenz. Natürlich eine Volumenlizenz von Ricardo, den Vollpreis würde ich nie bezahlen.
    Ansonsten ist etwa alles wie gestern.

  • Zum Wasserfall

    Milch haben wir noch von gestern, also haben wir noch genug. Wir gehen an den Strand zu den Palmen. Während Diana schwimmt, liege ich unter einer Palme und höre Musik. Dann gehe ich auch ein wenig schwimmen. Zum Mittagessen bleibt nicht mehr so viel Zeit, die Papaya en la Playa muss noch ein wenig warten.

    Wir haben mit dem Hotelbesitzer abgemacht: Er fährt uns über ganz viele Schlaglöcher an die Küste. Dann müssen wir noch einige 100m durch den Wald laufen bis wir zu einem Wasserfall kommen. Wir haben eine sehr schöne Aussicht über das Meer.

    Wir beiden hübschen
    Aussicht

    Er erklärt uns auch viele Bäume hier und erzählt eine Geschichte, dass vor einiger Zeit ein grosses, rundes Metallobjekt am Strand gefunden wurde. Die Leute glaubten, dass es eine Schatztruhe von Henry Morgan ist und versuchen sie mit Pferden an Land zu ziehen. Ein Mann schaut genauer hin und sagt, dass es eine Bombe vom 2. Weltkrieg ist. Niemand glaubt ihm, denn der 2. Weltkrieg war weit weg von Costa Rica. Auch die Polizei glaubt ihm zuerst nicht, doch die Inschrift zeigt klar, dass es eine Schiffsmiene vom 2. Weltkrieg ist. Offenbar wurde sie benutzt um den Panamakanal zu schützen, hat sich dann gelöst und wurde hier angeschwemmt. Sie wurde danach gesprengt. Gold wurde keins Gefunden.

    Diana findet ganz viele riesige Krabben unter dem Wasserfall. Runter gehen wir nicht, denn das wäre zu anstrengend. Aber mit dem Teleobjektiv sieht man sie ganz gut.

    Viele Krabben
    Der Wasserfall

    Für Dianas Knie ist die Dschungelwanderung nicht schlecht, da sie sowieso jeden Schritt genau platzieren muss, belastet sie es nicht falsch. Ist fast ironisch, dass sie besser durch Wanderwege kommt als asphaltierte Strasse.

    Das Restaurant ist zwar heute zu zum Abendessen, aber wir haben ja noch eine Papaya und essen sie auf der Terrasse.

  • Weihnachten

    Diana mag Kaffee mit ganz viel Milch, und genau die ist jetzt ausgegangen. Dann mache ich mich halt auf den weiten Weg (5m) zum Laden nebenan und kaufe Diana 1l Milch. Jetzt ist sie richtig glücklich, endlich genug Milch zum Kaffee.

    Der Hotelbesitzer gibt uns 2 Hängematten, damit uns so richtig entspannen können am Strand. Die Chilenin, die hier im Hotel aushilft und morgen weiterreist, hat eine Ausbildung im Seilknüpfen und zeigt mir wie am einfachsten und sichersten einen Knoten für eine Hängematte macht.

    Die Palmen sind irgendwie schon alle besetzt, also gehen wir in den Wald und hängen die Hängematten an die Kokospalmen dort. Gegessen wird natürlich Papaya en la Playa.

    Damit wir nicht nur am faul rumliegen sind, wird ab und zu geschwommen.

    Abendessen nehmen wir wieder bei der Pizzeria. Hier finde ich raus, dass man nicht nur ganze Pizzas bekommt, sondern auch Stücke davon, denn eine ganze Pizza ist zuviel.

  • Heiligabend

    Nach dem Frühstück gehen wir an den Strand und sitzen erstmal unter einer Palme. Das Meer ist sehr ruhig hier. Diana schwimmt viel lieber hier im Pazifik als in der welligen Karibik.
    So viel Frühstück hatte ich eben auch nicht, schon bald werde ich hungrig. Diana noch gar nicht, sie schwimmt lieber. Wir machen also ab, dass ich in Tambor Tropical gehe zum essen und sie dann mal dazukommt.
    Auch als sie kommt, hat sie noch keinen Hunger. Aber Lust auf einen Drink, den wir uns nun gönnen. Hier steigt bald eine grosse Party, und Rob trifft auch ein. Er bringt Diana sein pinkes Karibikvelo, damit sie mobiler ist. Das ist sehr lieb! Zur Party können wir leider nicht bleiben, denn wir haben nicht reserviert.
    Wir gehen zur Pizzeria und essen beim Dorfplatz. Diana einen Crevettensalat und ich Pouletsalat. Der Dorfplatz ist sehr beliebt heute: viele Autos und Motorräder kommen und gehen. Bei Motorrädern scheint es ein paar Regeln zu geben:

    • es muss möglichst laut sein
    • Licht vorne ist für Anfänger. Wichtig ist, dass das Motorrad selbst beleuchtet ist und alle es auch in der Nacht bewundern können
    • Wenn ein Vorderlicht eingeschaltet ist, dann muss es eine 2. Sonne sein und alles vorne hell beleuchtet sein. Blenden ist dabei ein Muss.
    • was zum Teufel interessiert ein Rücklicht? Das ist ja hinten und man sieht es ja selbst nichtmal
    • es muss wirklich richtig laut sein, auch bei wenig Hubraum
    • vor dem wegfahren muss man den Motor vorwärmen. Dazu muss man im Stand 15min lang immer wieder am Gas drehen und den Motor hochdrehen lassen.
    • solange das Ding noch fährt ist alles wunderbar und es gibt keinen Grund für eine Reparatur.
    • riesige Rauchfahnen sind nicht ganz so modisch, aber akzeptierbar
    • insbesondere die sehr lauten Motorräder müssen das auch während der Fahrt zur Geltung bringen: tiefe Gänge, beschleunigen und wieder bremsen ist ein Muss.
    • die Lautstärke ist mit Abstand am wichtigsten

    Wer etwas älter ist und deshalb mehr Geld hat, braucht natürlich ein Auto. Und auch sowas muss auffallen. Neben uns steht ein ganz besonderes Exemplar. Wichtig hier sind breite Felgen, und zwar so breit, dass man mit viel Murx noch die normalen Pneus draufbekommt, denn man will ja nicht mehr bezahlen für die Pneus. Auch ganz wichtig ist, dass das Auto tiefer gelegt ist. Und zwar natürlich so tief wie es irgendwie geht: also genau so tief, dass die nun weiter rauskommenden Räder gerade nicht an den Kotflügel kommen. Ausser natürlich man hat Passagiere, es gibt Schlaglöcher (nein, die gibt es in Costa Rica natürlich nicht. Nirgends), man fährt über einen Geschwindigkeitshügel oder man bremst oder gibt Gas. Dann schleift das Rad am Blech. Aber wie beim Motorrad ist das egal solange das Ding fährt.
    Die reichen Leute hier fahren egendlich alle fette SUVs oder Pick-Ups, wegen mehr Vortritt (je grösser, je Vortritt) und weil der grössere Federweg eben durchaus Vorteile hat bei den Strassen hier.
    Dann schauen wir noch das grosse Treibholzfeuer am Strand an und gehen recht früh schlafen.

  • Baden mit Krokodil

    Unter den Hühner war auch ein kleiner Hahn. Da seine Stimme noch sehr hoch ist, muss er sie offenbar um 3:00 morgens trainieren, damit sie besonders laut wird. Dabei weckt er noch nur die anderen Hähne auf und es gibt ein Konzert, sondern auch Diana.

    Wir möchten jetzt natürlich wissen, wie es dem Blue Zone Retreat geht. Wir haben vor der Reise versucht sie zu kontaktieren, aber bekamen nie eine Antwort. Da es Dianas Knie momentan viel schlechter geht, gehe ich erstmal alleine und schaue ob sie da ist. Ihr Auto ist da, das sieht schonmal gut aus. Sie selbst ist gerade verhindert, aber ihr Sohn ist da. Er sagt mir, dass sie den ganzen Tag da sind. Also rufen wir ein Taxi, welches Diana hinbringt. Jetzt ist sogar Marc, der Vater da. Holly ist beschäftigt, aber er erklärt uns, dass sie das Hotel eben erst wiedereröffnet haben für die Festtage. Die Nummer, die wir vorher angeschrieben haben, war korrekt. Scheinbar hat er unsere Nachrichten nicht gesehen.

    Er bringt uns noch an den Strand zum Bänkli, wo wir wochenlang gesessen waren. Das Bänkli ist nun weg und Schiffsmechaniker haben dort ihre Sachen deponiert während sie ein Schiff reparieren.

    Wir setzen uns also einfach aufs Badetuch unter einen Baum.

    Während Diana den Strand bewacht und schaut, dass die Pelikane auch artig essen, gehe ich nun ein paar Dinge organisieren: Ich schaue beim Tambor Tropical ob wir ein Quad mieten können. Sie vermieten nicht mehr, aber schauen wo man das in der Umgebung machen kann. Juan Carlos, der Manager (Er hat uns damals sein Ferienhaus vermietet) ist auch noch da. Er meint, dass die Schildkröten bald schlüpfen werden. Da sind wir natürlich gespannt.

    Im Laden kaufe ich noch eine Papaya para la Playa und gehe wieder zu Diana zum essen. Laufen ist nicht so gut für sie momentan, aber schwimmen schon. Wir schwimmen im wunderbar stillen und warmen Meer. Die Badehose habe ich zwar vergessen, aber es ist kaum jemand da und die Unterhose macht da einen perfekten Ersatz. Das Krokodil ist auch immer noch da: die hügel links haben genau die Form eines Krokodils.Zurückgehen wäre Diana fast zuweit, aber hier hat sie eine geniale Idee: Der Weg zurück ist ja dem Meer entlang, also schwimmt sie erstmal bis zur Strasse wo wir dann vom Strand weg müssen.

    Wir essen im Hotel, hier gibt es heute grossen Lomito Abend. Ausser uns ist aber niemand da, das zeigt wie verschlafen das Nest hier selbst an Weihnachten ist. Wir selbst nehmen auch nicht Lomito, Diana nimmt einen Fisch mit entschärfter Salsa Caribeña (Kokosmilch mit Ingwer, ohne Curry). Salsa Caribeña ist irgendwie überall anders, an der Karibik war sie mit Tomate.

    Ich habe mal wieder Lust auf Pasta und nehme Spaghetti Bolognesa.

    Das Hotel schnappt sich heute den Hahn und bringt ihn weg, damit wir besser schlafen können.

  • Die Fähre

    Von gestern Abend haben wir noch ein wenig Essen übrig, das wärmen wir jetzt in der Mikrowelle. Auch Kaffee bekommen wir, die Milch dazu haben wir gestern gekauft. Also frühstücken wir im Hotelgarten. Das Hotel hat zusätzlich noch einen Kleiderladen, und die Kleider da gefallen Diana sehr. Während sie dort im Paradies ist, hebe ich Geld am Bankomaten ab, denn wo wir heute hingehen gibt es keinen.

    Ich will Diana natürlich nicht stören beim shoppen, aber mit der Fähre wird es jetzt knapp. Später gibt es auch noch welche, Stress ist also nicht angebracht. Wir nehmen ein Taxi zum Restaurant in der Nähe der Fähre und essen erstmal zu Mittag. Diana versucht es mit Spiesschen und ich nehme eine Pizza. Die ist nichtmal so schlecht, aber die in Puerto Viejo war viel besser. Sie ist zu gross, als dass ich sie komplett essen kann, also packe ich sie ein.

    Auf der ganzen Fähre, auch draussen, herrscht Maskenpflicht und das Personal spricht auch jeden an, der keine trägt. In Paquera nehmen wir dann direkt ein Taxi, der Bus ist schon sehr rumpelig und wäre nicht gut für Dianas Nacken.

    Angekommen in Tambor werfen wir das Gepäck im reservierten Zimmer ab und essen in der Bar am Strand das Abendessen. Es fühlt sich fast wieder wie zuhause an hier, schliesslich haben wir ja fast 3 Monate hier verbracht. Einen Bekannten treffen wir auch gleich: Rob, der Engländer, der damals die Pizzeria besass ist immer noch da und freut sich, uns zu treffen. Er sagt uns, dass das Hotel zu ist, aber Holly immer noch da lebt.

    Auf dem Baum neben der Terrasse sitzen Hühner, sie können hier frei rumlaufen.

  • Wenig Wellen

    Noch vor dem Frühstück nehmen wir ein Taxi zum Ende der Halbinsel und essen dort erstmal was. Da dort auch gleich die Fähren sind, schaue ich auch gleich die Fahrpläne an bevor wir zum Strand gehen. Heute gibt es keinen Wind und deshalb kaum Wellen. Ideal zum schwimmen für Diana! Sie kann sogar an einem Ort bleiben beim schwimmen. Ok, nicht ganz, denn die Gezeitenströmung treibt sie schneller dem Strand entlang als sie schwimmen kann. Deshalb geht sie auch nicht weiter raus als dass sie gut stehen kann. Ich frage mich gerade, wie viel Kraft auf das Kreuzfahrtschiff drückt, welches gerade frisch angelegt hat, denn gestern war es noch nicht da. Die Strömung von etwa 5km/h drückt es ganz seitlich gegen das Pier.

    Zum Mittagessen hätte Diana gerne Papaya en la Playa. Das ist schneller gesagt als gekauft: Hier in der Gegend hat es nur „Mini Super“, welche nur Getränke und Süsses haben, aber keine Früchte. Teilweise sehen sie recht schäbig und dunkel aus, da gehe ich gar nicht rein. Bei einem Kaufe ich aber ein Cola gegen den Durst und frage ihn wo ich eine Papaya bekomme. Nur 100m weiter werde ich endlich fündig: Eine Metzgerei hat draussen auch noch Früchte. Der Herr draussen wiegt die Papaya, verpackt sie in einen Sack, schreibt den Preis auf einen Zettel, welchen er auch noch stempelt und klammert den Zettel an den Sack. Bezahlen muss ich drinnen. 1000 Colones sind etwa CHF 1.30. Kein schlechter Preis für eine riesige, perfekt reife Papaya.

    Das kleinere Problem ist nun gelöst, das grössere Problem ist nun Besteck zu finden, denn eine Papaya ohne Werkzeug zu essen ist sehr schwierig. Die Mini Supers haben sowas nicht, aber ich habe eine Idee: das Frühstücksrestaurant kann mir sicher was ausleihen. Und ich habe Glück: Sie geben mir Plastikmesser und „Glöffel“ (Keine Ahnung obs das Wort gibt, es ist eine Komnbination aus Gabel und Löffel). So können wir doch noch unsere Papaya am Strand geniessen!

    Da Diana noch einige Dinge aus einer Apotheke braucht, gehe ich zurück zum Hotel und suche dort die Nächste. Die ist auch gar nicht weit. Ich schaue was sie haben und laufe zurück um Diana zu informieren was sie haben. Sie ist unterdessen vom Strand weg in ein Restaurant gezogen, da bekommt man doch gleich Hunger. Die Papaya war zwar gut, aber eben nicht sehr ausdauernd.

    Diana bestellt wieder Fajitas (Natürlich ohne Tortillas, aber mit Kartoffelstock) und ich nehme ein Poulet Cordon Bleu. Das Essen ist sehr gut, aber auch mit einem Bier zum spülen bekommen wir nicht alles weg. Den Rest nehmen wir für Morgen zum Frühstück mit.

    Ein Taxi bringt uns direkt zur Apotheke, wo Diana nun weiss, dass sie findet was sie braucht. Dann verdauen wir das Essen im Hotel und liegen dabei faul run.

  • Wind & Wellen

    Das versprochene Restaurant direkt neben dem Hotel ist zu, also müssen wir unser Frühstück etwas weiter suchen. Das klappt sogar ganz gut, 50m weiter gibt es ein Israelisches Restaurant. Das Israelische Frühstück mit in Tomatensause gekochten Eiern und Fladenbrot ist nicht schlecht, aber wird nicht mein Lieblingsessen. Als Abwechslung zu Reis mit Bohnen ist es aber sehr gut.

    Um 10:15 schreibe ich dem Receptionist, dass wir um 10:35 ein Taxi brauchen. Er meint, er organisiert ein Uber. Kein Problem, ausser dass er eben um 10:35 anfängt zu organisieren. Da der Uber Fahrer sich noch verfährt uns uns kaum findet, wird es nun knapp. Beim Busbahnhof sind aber alle Uhren so +/- 15min genau, und do erwischen wir den 11:00 Express Bus nach Puntarenas immer noch mit ein wenig warten.

    Je näher wir dem Meer kommen, desto wärmer wird es. In Puntarenas ist es immer sehr warm, da sind wir froh, dass das Hotel nur 2 Blocks weit weg ist. Wir gehen gleich an den Strand, aber essen erstmal zu Mittag. Dann mieten wir einen Stuhl unter Palmen. Doch es windet recht stark und hat auch recht grosse Wellen. Ich gehe zum Ende der Halbinsel zum schauen ob die Wellen dort kleiner sind. Sie sind es schon, aber gemütlich ist es immer noch nicht. Als ich zurück komme, hat sich Diana schon vom Strand zurückgezogen und wartet im Park auf mich.

    Wir haben jetzt ein wenig Hunger und möchten nur ein Salat mit etwas Fleisch, also bestellt Diana einen Fruchtsalat und ich Fajitas. In Costa Rica kommen Fajitas nicht mit Tortillas, sondern mit Reis und Bohnen. Der Fruchtsalat kommt dafür mit viel Glace und sogar mit Wackelpudding. Verhungern werden wir also nicht.

  • Inlandflug

    Da Diana heute um 9:00 eine Massage in Cahuita hat, müssen wir früh aufstehen. Die Badekleider und das Badetuch sind alle noch so nass wie gestern. Kein Wunder, es hat auch die Nacht durch geregnet und die Luftfeuchtigkeit ist nicht viel weniger als 100% überall. Also trockne ich alles nasse mit dem Föhn, indem ich das Badetuch wie ein Sack forme, alles reintuhe und mit dem Föhn reinblase. Ganz trocken bekomme ich nicht alles, aber viel besser. Theoretisch hätte ich auch die Klimaanlage einschalten können, die hätte die Luft auch getrocknet. Aber dann wärs uns wiederum weniger wohl, denn wir sind eben genau wegen dem Klima da.
    Wir bestellen uns ein Taxi zu Dianas Massage in Cahuita. Hin haben wir 20’000 Colones bezahlt, jetzt sind es 8’000. Und er fährt schnell. Wie schnell wissen wir nicht, denn sein Tachometer ist kaputt.
    Während Diana massiert wird, telefoniere ich mit der Familie bei Brigittes Frühstück. Dabei fotografiere ich auch noch die Frösche ringsum. Es gibt kleine, Rote, die recht laut und schnell quaken. Die grün-Schwarzen sind grösser und quaken nicht.

    Quakendes Fröschlein
    Grün-Schwarzes Fröschlein

    Ich frage die Kellnerin wann der Bus nach Limon fährt, sie meint jede Stunde um Punkt. Also gehen wir um 11:30 zur Busstation, wo wir herausfinden, dass er erst um 12:50 fährt. Wenn der Fahrplan auf der Website gewesen wäre, dann hätten wir das auch herausgefunden, denn so ganz habe ich der Kellnerin nicht vertraut und habe selbst gesucht.
    Der Billetverkäufer organisiert uns ein privates Taxi, das soll in 5min ankommen. Zeit haben wir ja genug, denn das Taxi wird doppelt so schnell sein wie der Bus. Deshalb stört es uns nicht, dass 5min in Lateinamerika eben auch 20min sein können. Oder noch viel mehr, denn schon “un minuto” kann eine Stunde sein. “Mañana”, also Morgen heisst dann eben “nie”. Man muss nur übersetzen können, dann versteht man alles viel besser.
    Nach eben 20min ist er da und bringt uns für $40 an den Flughafen. Der Bus wäre günstiger gewesen, aber eben mit grossem Risiko den Flug zu verpassen.
    Jetzt sind wir etwa 1.5h zu früh am winzig kleinen Flughafen. Die einzige Start- und Landebahn ist direkt neben dem Meer.

    Beim Check-in wird das Gepäck und wir selbst gewoden. Wir haben knapp 2kg Übergewicht, so lassen wir halt die 1.75l Wasserflasche da. Das Flugzeug ist das Kleinste, mit dem ich je geflogen bin: Es hat 12 Plätze und zuvorderst sitzt der Pilot und Copilot. Wir sehen auch ihnen über die Schulter, es gibt keine Tür. Passagiere sind wir nur 4, das Flugzeug ist also weniger halb voll.

    Der Flug ist wunderschön, wir starten direkt am Strand und fliegen dann aufs Meer hinaus um dann umzudrehen und über Limon hinweg der Küste entlang zu fliegen. Dann geht es die Berge hoch und teilweise durch die Wolken. Das kleine Flugzeug wird dabei ein wenig geschüttelt. Der Passagier vor mir geht trotzdem die ganze Zeit immer von einer Seite zur anderen. Er hat den Piloten gesagt wo er wohnt, und sie fliegen extra eine Runde um sein Haus, damit er es von allen Seiten bewundern kann! Diana und ich schiessen auch ganz viele Fotos, da das Flugzeug allgemein nicht hoch fliegt und wir eine schöne Sicht auf die Landschaft haben. Ich schiesse auch Infrarot Fotos.

    Infrarotfoto von Costa Rica aus der Luft

    Die Gepäckausgabe könnte nicht schneller sein: Wir steigen aus und vor dem Flugzeug ist auch schon unser Gepäck. Dann müssen wir noch kurz warten bis wir den Flugzeugparkplatz gehen können, da ein anderes gerade wegrollt.

    Auf der Autobahn sind sie 2 Brücken am umabuen auf 4 Spuren pro Richtig, erklärt uns der Taxifahrer. Deshalb hat es momentan immer Stau hier, sogar am Sonntag. Trotzdem sind wir schnell beim Hotel. Das Hotel heisst Mangogarten, aber sehr zu Dianas Leid ist unser Zimmer nicht im Hauptgebäude, sondern etwa 200m nebendran. Sie hätte gern im Garten mit Mangos und einer Schildkröte gesessen. Das Zimmer ist aber trotzdem schön und direkt nebenan hat es ein Peruanisches Restaurant. Das Essen ist sehr gut.