Category: Travel

  • Wenig Wellen

    Noch vor dem Frühstück nehmen wir ein Taxi zum Ende der Halbinsel und essen dort erstmal was. Da dort auch gleich die Fähren sind, schaue ich auch gleich die Fahrpläne an bevor wir zum Strand gehen. Heute gibt es keinen Wind und deshalb kaum Wellen. Ideal zum schwimmen für Diana! Sie kann sogar an einem Ort bleiben beim schwimmen. Ok, nicht ganz, denn die Gezeitenströmung treibt sie schneller dem Strand entlang als sie schwimmen kann. Deshalb geht sie auch nicht weiter raus als dass sie gut stehen kann. Ich frage mich gerade, wie viel Kraft auf das Kreuzfahrtschiff drückt, welches gerade frisch angelegt hat, denn gestern war es noch nicht da. Die Strömung von etwa 5km/h drückt es ganz seitlich gegen das Pier.

    Zum Mittagessen hätte Diana gerne Papaya en la Playa. Das ist schneller gesagt als gekauft: Hier in der Gegend hat es nur „Mini Super“, welche nur Getränke und Süsses haben, aber keine Früchte. Teilweise sehen sie recht schäbig und dunkel aus, da gehe ich gar nicht rein. Bei einem Kaufe ich aber ein Cola gegen den Durst und frage ihn wo ich eine Papaya bekomme. Nur 100m weiter werde ich endlich fündig: Eine Metzgerei hat draussen auch noch Früchte. Der Herr draussen wiegt die Papaya, verpackt sie in einen Sack, schreibt den Preis auf einen Zettel, welchen er auch noch stempelt und klammert den Zettel an den Sack. Bezahlen muss ich drinnen. 1000 Colones sind etwa CHF 1.30. Kein schlechter Preis für eine riesige, perfekt reife Papaya.

    Das kleinere Problem ist nun gelöst, das grössere Problem ist nun Besteck zu finden, denn eine Papaya ohne Werkzeug zu essen ist sehr schwierig. Die Mini Supers haben sowas nicht, aber ich habe eine Idee: das Frühstücksrestaurant kann mir sicher was ausleihen. Und ich habe Glück: Sie geben mir Plastikmesser und „Glöffel“ (Keine Ahnung obs das Wort gibt, es ist eine Komnbination aus Gabel und Löffel). So können wir doch noch unsere Papaya am Strand geniessen!

    Da Diana noch einige Dinge aus einer Apotheke braucht, gehe ich zurück zum Hotel und suche dort die Nächste. Die ist auch gar nicht weit. Ich schaue was sie haben und laufe zurück um Diana zu informieren was sie haben. Sie ist unterdessen vom Strand weg in ein Restaurant gezogen, da bekommt man doch gleich Hunger. Die Papaya war zwar gut, aber eben nicht sehr ausdauernd.

    Diana bestellt wieder Fajitas (Natürlich ohne Tortillas, aber mit Kartoffelstock) und ich nehme ein Poulet Cordon Bleu. Das Essen ist sehr gut, aber auch mit einem Bier zum spülen bekommen wir nicht alles weg. Den Rest nehmen wir für Morgen zum Frühstück mit.

    Ein Taxi bringt uns direkt zur Apotheke, wo Diana nun weiss, dass sie findet was sie braucht. Dann verdauen wir das Essen im Hotel und liegen dabei faul run.

  • Wind & Wellen

    Das versprochene Restaurant direkt neben dem Hotel ist zu, also müssen wir unser Frühstück etwas weiter suchen. Das klappt sogar ganz gut, 50m weiter gibt es ein Israelisches Restaurant. Das Israelische Frühstück mit in Tomatensause gekochten Eiern und Fladenbrot ist nicht schlecht, aber wird nicht mein Lieblingsessen. Als Abwechslung zu Reis mit Bohnen ist es aber sehr gut.

    Um 10:15 schreibe ich dem Receptionist, dass wir um 10:35 ein Taxi brauchen. Er meint, er organisiert ein Uber. Kein Problem, ausser dass er eben um 10:35 anfängt zu organisieren. Da der Uber Fahrer sich noch verfährt uns uns kaum findet, wird es nun knapp. Beim Busbahnhof sind aber alle Uhren so +/- 15min genau, und do erwischen wir den 11:00 Express Bus nach Puntarenas immer noch mit ein wenig warten.

    Je näher wir dem Meer kommen, desto wärmer wird es. In Puntarenas ist es immer sehr warm, da sind wir froh, dass das Hotel nur 2 Blocks weit weg ist. Wir gehen gleich an den Strand, aber essen erstmal zu Mittag. Dann mieten wir einen Stuhl unter Palmen. Doch es windet recht stark und hat auch recht grosse Wellen. Ich gehe zum Ende der Halbinsel zum schauen ob die Wellen dort kleiner sind. Sie sind es schon, aber gemütlich ist es immer noch nicht. Als ich zurück komme, hat sich Diana schon vom Strand zurückgezogen und wartet im Park auf mich.

    Wir haben jetzt ein wenig Hunger und möchten nur ein Salat mit etwas Fleisch, also bestellt Diana einen Fruchtsalat und ich Fajitas. In Costa Rica kommen Fajitas nicht mit Tortillas, sondern mit Reis und Bohnen. Der Fruchtsalat kommt dafür mit viel Glace und sogar mit Wackelpudding. Verhungern werden wir also nicht.

  • Inlandflug

    Da Diana heute um 9:00 eine Massage in Cahuita hat, müssen wir früh aufstehen. Die Badekleider und das Badetuch sind alle noch so nass wie gestern. Kein Wunder, es hat auch die Nacht durch geregnet und die Luftfeuchtigkeit ist nicht viel weniger als 100% überall. Also trockne ich alles nasse mit dem Föhn, indem ich das Badetuch wie ein Sack forme, alles reintuhe und mit dem Föhn reinblase. Ganz trocken bekomme ich nicht alles, aber viel besser. Theoretisch hätte ich auch die Klimaanlage einschalten können, die hätte die Luft auch getrocknet. Aber dann wärs uns wiederum weniger wohl, denn wir sind eben genau wegen dem Klima da.
    Wir bestellen uns ein Taxi zu Dianas Massage in Cahuita. Hin haben wir 20’000 Colones bezahlt, jetzt sind es 8’000. Und er fährt schnell. Wie schnell wissen wir nicht, denn sein Tachometer ist kaputt.
    Während Diana massiert wird, telefoniere ich mit der Familie bei Brigittes Frühstück. Dabei fotografiere ich auch noch die Frösche ringsum. Es gibt kleine, Rote, die recht laut und schnell quaken. Die grün-Schwarzen sind grösser und quaken nicht.

    Quakendes Fröschlein
    Grün-Schwarzes Fröschlein

    Ich frage die Kellnerin wann der Bus nach Limon fährt, sie meint jede Stunde um Punkt. Also gehen wir um 11:30 zur Busstation, wo wir herausfinden, dass er erst um 12:50 fährt. Wenn der Fahrplan auf der Website gewesen wäre, dann hätten wir das auch herausgefunden, denn so ganz habe ich der Kellnerin nicht vertraut und habe selbst gesucht.
    Der Billetverkäufer organisiert uns ein privates Taxi, das soll in 5min ankommen. Zeit haben wir ja genug, denn das Taxi wird doppelt so schnell sein wie der Bus. Deshalb stört es uns nicht, dass 5min in Lateinamerika eben auch 20min sein können. Oder noch viel mehr, denn schon “un minuto” kann eine Stunde sein. “Mañana”, also Morgen heisst dann eben “nie”. Man muss nur übersetzen können, dann versteht man alles viel besser.
    Nach eben 20min ist er da und bringt uns für $40 an den Flughafen. Der Bus wäre günstiger gewesen, aber eben mit grossem Risiko den Flug zu verpassen.
    Jetzt sind wir etwa 1.5h zu früh am winzig kleinen Flughafen. Die einzige Start- und Landebahn ist direkt neben dem Meer.

    Beim Check-in wird das Gepäck und wir selbst gewoden. Wir haben knapp 2kg Übergewicht, so lassen wir halt die 1.75l Wasserflasche da. Das Flugzeug ist das Kleinste, mit dem ich je geflogen bin: Es hat 12 Plätze und zuvorderst sitzt der Pilot und Copilot. Wir sehen auch ihnen über die Schulter, es gibt keine Tür. Passagiere sind wir nur 4, das Flugzeug ist also weniger halb voll.

    Der Flug ist wunderschön, wir starten direkt am Strand und fliegen dann aufs Meer hinaus um dann umzudrehen und über Limon hinweg der Küste entlang zu fliegen. Dann geht es die Berge hoch und teilweise durch die Wolken. Das kleine Flugzeug wird dabei ein wenig geschüttelt. Der Passagier vor mir geht trotzdem die ganze Zeit immer von einer Seite zur anderen. Er hat den Piloten gesagt wo er wohnt, und sie fliegen extra eine Runde um sein Haus, damit er es von allen Seiten bewundern kann! Diana und ich schiessen auch ganz viele Fotos, da das Flugzeug allgemein nicht hoch fliegt und wir eine schöne Sicht auf die Landschaft haben. Ich schiesse auch Infrarot Fotos.

    Infrarotfoto von Costa Rica aus der Luft

    Die Gepäckausgabe könnte nicht schneller sein: Wir steigen aus und vor dem Flugzeug ist auch schon unser Gepäck. Dann müssen wir noch kurz warten bis wir den Flugzeugparkplatz gehen können, da ein anderes gerade wegrollt.

    Auf der Autobahn sind sie 2 Brücken am umabuen auf 4 Spuren pro Richtig, erklärt uns der Taxifahrer. Deshalb hat es momentan immer Stau hier, sogar am Sonntag. Trotzdem sind wir schnell beim Hotel. Das Hotel heisst Mangogarten, aber sehr zu Dianas Leid ist unser Zimmer nicht im Hauptgebäude, sondern etwa 200m nebendran. Sie hätte gern im Garten mit Mangos und einer Schildkröte gesessen. Das Zimmer ist aber trotzdem schön und direkt nebenan hat es ein Peruanisches Restaurant. Das Essen ist sehr gut.


  • Manzanillo

    Eine Bäckerei ist voll mit Einheimischen, die am frühstücken sind. Das müssen wir ausprobieren. Die Lage ist zwar nicht so schön, dafür ist das Essen sehr gut und günstig. Es gibt wie eigentlich immer und überall “Pinto Gallo”, also Reis mit schwarzen Bohnen. Dazu kommt dann was man so wählen möchte.

    Heute möchte ich einen E-Scooter mieten, die sehen noch ganz spassig aus. Diana möchte lieber am Strand bleiben. Also miete ich direkt neben dem Hotel einen. $20 für 6h ist nichtmal so schlecht. Der Scooter selbst ist ganz spannend:

    • Der Schlüssel hat einen Fake-Funk-Türöffner, damit er aussieht wie ein Autoschlüssel
    • Die Hinterbremse ist viel schwächer als die Vorderbremse
    • So richtig linear ist das Gas nicht, eher ruckig.
    • Nummernschild? Haben hier teilweise nichtmal Autos
    • Ich habe zwar einen Helm, aber auch für schwerere Motorräder tragen höchstens Touristen sowas
    • Zum hupen muss man links und rechts gleichzeitig drücken
    • Gas kann man auch mit dem Ständer draussen geben
    • Damit der am Lenker verbaute Blinkschalter was ausrichten könnte, müssten auch Blinklichter verbaut sein
    • Es gibt 3 Beschleunigungsstufen. Die 3. Stufe ist schon etwas schneller als die erste, doch der Hauptunterschied ist, dass der Tacho bei gleicher Geschwindigkeit mehr anzeigt

    Da die Wellen doch etwas zu hoch sind um gemütlich baden zu können, möchte Diana nun doch mitkommen. Leider ist der Scooter nicht ganz so komfortabel für 2: Der Sitz ist recht kurz und es gibt keine Rückenlehne für den Sozius. Zu zweit können wir trotzdem fahren.

    Das Gefährt ist mit etwa 25 km/h unterwegs auf der 1. Stufe. Schneller will ich auch gar nicht fahren, denn wir wollen die Fahrt geniessen und auch die Reichweite würde ev. knapp wenn ich Vollgas geben würde.

    In Manzanillo wird man gleich vom Ortsnamen in riesigen Buchstaben begrüsst. Sowas zieht Diana magisch an, und somit haben wir den ersten Fotostopp. Am Strand gibt es ein recht grosses Schiffswrack, welches von Wellen um- und durchspühlt wird. Offenbar gehört es hier zum guten Ton einer Ortschaft, dass ein Wrack am Strand liegt. Und es wirkt auch: viele Touristen klettern dran rum uns lassen sich fotografieren. Ab und zu werden sich auch von einer besonders grossen Welle gespühlt. Falls etwas passiert, steht nebenan auch gleich die Ambulanz bereit.

    Manzanillo

    Der Asphalt reicht nur noch bis in die Ortschaftsmitte. Trotzdem fahren wir noch über die Schlaglochpiste bis zum Eingang in den Nationalpark. Rein wollen wir aber nicht, dazu haben wir zuwenig Zeit und fahren zurück bis der Asphalt anfängt. Denn dort gibt es ein gutes Restaurant wo wir beide Fisch essen.

    Auf dem Weg zurück halten wir vor Puerto Viejo an einem langen Strand an mit einer kleinen Insel. Hier sind auch ganz viele Blattschneiderameisen unterwegs, wir finden den Baum, der von ihnen gerade abgeerntet wird und beobachten wie sie die Blätter runtertragen. Einige Ameisen tragen sogar 2 Stücke, andere nur ein kleines Stücklein. 2 Ameisen kämpfen sogar um ein Stück Blatt.

    Auch ganz spannend sie die Brücken der Hauptstrasse über die Flüsse: Sie sind nur einspurig befahrbar und verursachen regelmässig Stau.

    Wir fahren noch weiter zum schwarzen Strand. Der Sand ist komplett schwarz, aber glitzert in der Sonne. Das sieht recht speziell aus! Wir hätten gar nicht gedacht, dass es auch so schwarze Karibikstrände gibt.

    Nachdem ich den Scooter wieder abgegeben habe, gehe ich noch ein wenig schnorcheln. Das ist aber recht schwierig heute, da die Wellen sehr gross sind und dadurch viel Sand und Luft ins Wasser wirbeln und die über das Riff brechenden Wellen eine grosse Strömung machen. Mit den Flossen komme ich zwar dagegen an, aber Spass macht es nicht. Zusätzlich mühsam ist, dass genau dort wo es gut zum schwimmen ist, liegt nun ein Boot. Diana hält das aber nicht vom schwimmen ab.

    Als wir wieder zurück im Zimmer sind, fängt auch gleich der Regen an. Und pünktlich um 20:00 wird überall die Musik lauter und die Partys steigen.

  • Schwarzer Strand

    Direkt neben dem Hotel hat es ein kleines Kaffee im 2.Stock, wo es auch Frühstück gibt. Das probieren wir jetzt mal aus. Die Aussicht ist ganz gut, und das Essen auch. Aber so richtig viel gibt es auch nicht. Dazu müssen wir einen komplett einheimischen Frühstücksort finden, aber dafür haben wir morgen noch eine Chance. Ich bringe Diana 2 Caffees an den Strand und liege dann ein wenig im Hotelzimmer rum bis ich hungrig werde.

    Bei der Busstation hat es auch ein Restaurant direkt am Strand, das probieren wir heute aus. Wir möchten jetzt lieber am Abend weniger essen, dafür am Mittag mehr. Die letzten Tage konnte ich wegen zu vollem Bauch nicht so gut einschalfen. Das Restaurant ist ganz gut, aber auch etwa 50% teuerer als solche, die nicht am Strand sind. Die Wellen sind heute recht hoch, und wir beobachten wie ein kleiner Fisch aus dem Wasser an Land gespühlt wird. Ab und zu kommt wieder eine Welle und bringt ihn dem Wasser näher, doch er bewegt sich immer nur dann wenn es trocken um ihn ist, in der Welle könnte er sicher ins tiefe Wasser schwimmen, aber dann bewegt er sich nicht. Eine grosse Welle nimmt ihn schlussendlich wieder mit ins Meer.

    Wir spazieren noch etwas weiter bis zum Fluss. Hier ist vor einigen Jahren oder sogar Jahrzehnten etwas gestrandet. Es könnte ein Schiff oder ein grosses Floss sein. Jedenfalls liegt es in den Wellen und es wachsen sogar Bäume darauf. Beim zurückgehen sieht Diana eine Moräne im flachen Wasser, doch die lässt sich nicht an den Strand spühlen.

    Das Wrack möchte ich doch noch genauer anschauen und gehe nochmals mit den Fotokameras dorthin. Insbesondere in Infrarot sieht es ganz spannend aus. Hintendran sind Surfer, die es auch die Wellen angesehen haben.

    Infrarot

    Den Fluss habe ich schnell durchquert, und je weiter ich gehe, desto schwarzer wird der Strand. Auch die Wellen werden höher. Das hält nicht alle Leute vom baden ab. Die Wellen selbst sind mit etwa 1.5m auch nicht wirklich hoch und winzig nach Pazifikstandard, aber all die Bäume am Strand machen doch Angst, dass es auch welche im Wasser hat.

    Als ich zurück komme fängt es auch gleich an zu regnen. Trotzdem gehe ich noch schnell einkaufen, damit wir im Zimmer essen können.

  • Strand

    Erst als das Restaurant und insbesondere die Küche unter uns geschlossen wurde, hatten wir sogar ein halbwegs dunkles und nicht nach Essen riechendes Schlafzimmer und wir konnten einschlafen.
    Meinem Auge geht es schon viel besser, aber ich spüre immer noch was. Jetzt nehme ich mal lieber die Brille.
    Schon vor dem Frühstück ziehen wir aus und versuchen es uns im nächsten Hotel gemütlich zu machen. Da muss aber erstmal der vorherige Gast raus. Also lassen wir das Gepäck bei der Rezeption und gehen ins gleiche Lokal wie gestern am Strand. Die haben sogar noch meinen Hut, den ich gestern vergessen habe. Das Frühstück ist gut, aber mehr als ein Appetitanreger gibt es nicht. Da gehen wir lieber an den Strand und ich hole was im Supermarkt.
    Das Checkin funktioniert sogar mit Kreditkarte, andere Hotels wollten 8% Gebühren draufschlagen.

    Während Diana den Strand geniesst, mache ich eine kleine Trour durch die Ortschaft. Allzu viel hat es hier nicht, aber es ist ein gemütlcher, kleiner Ort. Das Einzige, was mich ernsthaft stört, sind die extrem dreckigen Strassen. Egal wo man hin möchte, die Schuhe sind dreckig. Selbst wenn die Strasse mal asphaltiert ist.

    Zum Abendessen gehen wir in die Strandbar “Bavaria”. Weisswurst, Prezel und ein Maas haben Sie leider nicht, dafür ist das Essen nicht nur teuer (wie überall am Strand), sondern sogar gut und genug.

  • Puerto Viejo

    So ganz bequem war es nicht im engen Bett, also habe ich in der Nacht ein anderes Bett bezogen, damit wir uns nicht mehr gegenseitig stören. Dann konnten wir auch besser schlafen.
    Der Rest der Empanadas, welche uns gestern etwas schwer im Magen lagen, sind nun das perfekte Frühstück. Diana findet sogar Kaffee in der Lobby.
    Wir nehmen nun ein Tuktuk nach Puerto Viejo, wo es einen halbwegs geschützten Strand haben sollte.
    Ein Hotelzimmer finden wir schnell, doch Kaffee am Strand zu finden ist schwieriger. Aber machbar! Ein vegane Bar hat als einzige Strandbar schon offen und Diana bekommt doch noch Kaffee. Ich nehme ein Agua de Jamaica mit Ingwer. Vom Hibiskus merke ich wenig, dafür umso mehr vom Ingwer. Diana übernimmt es gerne.
    Jetzt ist erstmal Baden angesagt, denn der Strand hier hat einen schönen, wellenfreien “Pool”, da weiter draussen ein Korallenriff die Wellen abhält.
    Da ich nicht viel Bargeld mitgenommen habe, wird das Mittagessen etwas haushalterisch im Supermarkt gekauft, doch sogar für Lomo reicht es.
    Ein Korallenriff darf natürlich nicht ungeschnorchelt bleiben. Ich hole die Schnorchelsachen im Hotel und erkundige das Riff. Die GoPro im Unterwassergehäuse kann sich jetzt auch beweisen. So richtig schön ist das Riff nicht, es ist kaum tiefer aus 1.5m, die Wellen machen eine mittlere Strömung und die Sicht ist dementsprechend schlecht. Die GoPro belichtet mit 1/80s viel zu lange für Unterwasser, insbesondere beim schnorcheln verwickelt alles. Nächstes Mal muss ich sie besser einstellen.
    Das Hotel hat auch eine Pizzeria, und da kann ich nicht wiederstehen. Wir teilen uns eine Pizza, natürlich mit Schinken und Champignons, und einen Salat. Um die Stimmung am Strand noch etwas romantischer zu machen, gibt es auch eine Kerze auf den Tisch. Die wir regelmässig vor dem Wind schützen müssen.
    Bei mir hat sich scheinbar ein Sandkorn unter die linke Kontaktlinse geschmuggelt, vorallem beim herausnehmen kratzt es. Zum Glück muss ich in Der Nacht die Augen nicht offen halten, bis Morgen ist es sicher besser.

  • Wohnturm

    Während Diana sich nochmals massieren lässt, faulenze ich, packe dann den Rest, checke aus, lasse das Gepäck bei der Rezeption und gehe zu Birgittes Frühstück, wo ich auf Diana warte. Da es dort WLAN hat, telefoniere ich noch mit meiner Mutter, doch dann bestellte ich für beide Frühstück, damit das Essen fertig ist wenn Diana kommt.
    Dann nehmen wir gleich ein Taxi um das Gepäck abzuholen und fahren zum nächsten Hotel. Hier haben wir ein indigenes Haus gemietet mit 3 Stockwerken: unten Bad und Küche, in der Mitte 3 Betten und Hängematten und zuoberst ein romantisches Himmelbett mit weicher Matratze. Wände gibt es kaum hier, aber zumindest haben die Betten einen Mückenschutz. Der Weg zur Lobby ist eine Einzige Ameisenstrasse. Das merken wir aber erst, als unsere Füsse verstochen werden.
    Wir lassen das Gepäck da und nehmen Velos zum Strand. Der ist leider sehr wellig und hat viele Steine, so dass Diana recht enttäuscht ist, dass sie hier nicht baden kann.
    Ich fahre mit dem Velo noch alleine weiter und schaue ob ich einen badbaren Strand finde, doch die Wellen sind überall recht hoch.
    Diana gönnt sich eine Pina Colada, und wir wollen Empanadas mitnehmen, doch das Restaurant hat von der mehrseitigen Menukarte nur eine Handvoll Speisen da. Zumindest ist die Pina Colada sehr gut.
    Zurück im Hotel bestellen wir dann Empanadas und essen die in der Lobby.
    Mit einer dicken Decke gewärmt gesellen wir uns ganz romantisch ins Himmelbett mitten im Urwald.

  • Schwarzer Strand

    Am frühen Morgen trommelt Regen auf das Blechdach und spätestens der Affe, welcher seinen Unmut über den Regen rausschreit, weckt mich auf. Mit Ohrenstöpseln kann ich dann trotzdem weiterschlafen.
    Meine Wetterapp “Accuweather” zeigt mal wider sehr zuverlässig die Zukunft voraus: sie meint, der Tag wird schön und regenfrei. Das Wetter kennt die App offensichtlich nicht und regnet fröhlich weiter. Wir frühstücken was wir noch im Zimmer haben und fahren dann zur Masseurin wo Diana für eine ganze Stunde verwöhnt wird. Jetzt sind wir aber so richtig hungrig und auf der Suche nach jemanden, der uns füttert. Die Restaurants am Strand sind noch zu, aber empfehlen mir Brigitte’s Place, wo wir gerade vorbeigelaufen sind. Etwas versteckt ist da wirklich ein Restaurant, welches uns Frühstück macht. Es gibt sogar sehr guten Kaffee à discretion, das ist genau was Diana nun braucht. Auch das Frühstück ist genau was wir nun brauchen.

    Brigitte ist Schweizerin aus Interlaken und schon seit 40 Jahren hier. Sie hat ein Hotel mit Reitferien aufgebaut und erklärt uns, dass jetzt die Regenzeit auf der Karibikseite anfängt. Die Regenzeiten sind unterschiedlich zwischen der Karibik- und Pazifikseite. Hier kommt die Regenzeit und am Pazifik die Trockenzeit. Ihr Hotel mit den Bungalows läuft auch sehr gut, nun kommen vorwiegend Einheimische zu ihr.

    Als das Wetter etwas aufklart, gehen zum schwarzen Strand, der uns an den Pazifik erinnert. Es ist selten, dass Karibik und Pazifik so nahe zueinander sind! Wir spazieren dem Strand entlang zurück um dann auf halbem Weg gleich wieder in ein Restaurant einzukehren. Diesmal zum Mittagessen. Es gibt Frühlingsrollen für Diana und Steak für mich. Dies ist das erste internationale Restaurant für uns auf der Reise. Bis jetzt hatten wir nur einheimische Küche, die ist aber eben auch sehr gut!

    Nachdem wir wieder zurück im Hotel sind, fängt auch schon der Regen an. Da wir spät zu Mittag gegessen haben, reicht uns eine Mango als Abendessen.

  • Strand

    Als wir schon im Bett waren, kamen die Affen auf unser Blechdach und rannten rum. Diana wusste das nicht und hat sich die ganze Zeit gefragt, was ich da treibe, bis ich es ihr gesagt habe.
    Dianas Nacken ist heute nochmals verspannter als gestern, die 2 Matratzen hatten nicht die erhoffte Wirkung. Die Besitzerin des Hotels verspricht uns  die Matratzen zu wechseln, bessere Kissen hinzulegen und macht sogar einen Termin bei einer Masseurin für morgen. Zusätzlich macht sie das andere Bett bereit, so dass Diana das ganze Bett für sich hat. So haben hoffen wir auf eine bessere, nächste Nacht. Natürlich massiere ich Diana auch noch den Rücken und Nacken.
    Nach dem Frühstück gehen wir wieder an den Strand. Heute am Sonntag ist der recht voll, und so legen wir uns auf das Badetuch im Sand. Während ich döse, macht Diana eine Heldentat und wehrt einen Waschbär mit einem Stecken ab, der entweder mich knutschen oder Dianas fruchtfarbigen Schuhe klauen wollte. Nebenan ist ein unbeaufsichtigter Rucksack eines badenden Paares, das perfekte Verbrechen für einen Waschbären. Der wird sogleich in den Wald geschleppt, doch auch hier schreitet Diana ein und verjagt ihn! Etwas später kommt er wieder direkt auf Dianas Schuhe zu und knellt mich sogar etwas in die Hand als ich sie wegziehe. Das Essen haben wir etwas sicherer in den Bäumen aufgehängt. Die Affen sind da offensichtlich etwas weniger diebisch.
    Lustig ist es dafür anzusehen wie andere Leute mit den recht agressiven Tieren umgehen. Insbesondere Frauen sind da viel weniger mutig als Diana. Ich denke, in nicht mal so wenigen Fällen sind die Diebesaktionen erfolgreich.
    Die Bewölkung nimmt immer mehr zu, was mich nicht einmal so stört, denn dann brauche ich keine Sonnencreme. Wir verbringen die Zeit einfach mit Baden, liegen, quatschen und natürlich Papaya essen.
    Zu Abend essen wir wieder im Strandrestaurant und gehen wieder früh schlafen.