Category: Travel

  • Weisser Sand

    Eine kleine Reise will ich hier noch unternehmen bevor ich weiter fliege. Stilecht nehme ich das Collectivo nach Tulum. Das ist hier in Mexiko die normale Transportmethode der Einheimischen. Dort wo alle Collectivos halten, reihe ich mich in die Schlange nach Tulum ein. Die 15-pläzigen Busse stehen auch Schlange, werden zuvorderst stetig gefüllt und fahren sofort los. Nach etwa 10min ich drin und auf dem Weg. Die 60km sind in weniger als einer Stunde bewältigt. Der OV hier ist um Welten besser als in den USA.

    Zuerst schaue ich mir die Ruinen mit dem Fotoapparat. Ganz alleine bin ich nicht, der Ort ist hordenweise mit Touristen gefüllt. Sehr spannend wäre es alles hier zu Zeiten der Mayas zu sehen als alles in Betrieb war. Die Zeiten sind aber schon lange vorbei, obwohl es die Mayas ja immer noch gibt.
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    Das kleine Stück Strand gefällt mir am besten, und auch sonst die Sicht auf den weissen Sand.
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    Dorthin will ich als nächstes: der berühmte Strand von Tulum. Mal schauen ob der auch so überbaut wurde wie in Playa. Mit angenehmer Überraschung zeigt sich der Strand immer noch recht natürlich. Einige Restaurants gibt es zwar, aber das ist gut für mich, denn ich habe hunger.
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    Nach dem Essen schaue ich den Rest vom Strand an. Baden will ich nicht, denn ich bin ja alleine und habe niemanden, der auf meine Sachen aufpasst. Deshalb habe ich die Badekleider gar nicht erst mit genommen. Der Strand ist immer noch wunderschön, wenn auch schon recht mit Touristen gefüllt.
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    Als Regenwolken aufkommen ziehe ich mich auch wieder zurück. Das Collectivo steht auch schon bereit und fährt etwa 10 Minuten später ab, wenn es voll ist.

    Zurück in Playa muss ich noch einkaufen: einen Euro zu US Adapter, damit ich die Akkus und das Handy gleichzeitig laden kann, habe ich in den USA vergebens gesucht. Die interessieren sich nicht für andere Länder. Hier in Mexiko findet man die Adapter problemlos. Mein Sackmesser gieng auch irgendwo verloren. Auch ein Ersatz lässt sich hier finden, sogar das Original von Victorinox.

  • Auf Haifischsuche

    Die grosse Spezialität der Tauchbasen hier in Playa sind die Bullhaie. Die sind nun endlich angekommen letzte Woche.
    Um 8:00 treffe ich in der Tauchbasis ein, in der ich vor 7 Jahren tauchen gelernt habe. Wir bereiten alles vor und gehen dann an den Strand zum Boot. Ein paar Kilometer vor der Küste in etwa 30m Tiefe schwimmen die Haifische. So 100% weg ist meine Erkältung noch nicht, das Salzwasser hilft aber und befreit die Nase. Druckausgleich geht auch sehr gut, das habe ich in Cozumel schon probiert. Der Fuss ist nun immerhin wasserdicht, auch wenn die Haut noch dünn ist und geschützt weden muss.

    Die 30m bin ich mit der Gruppe schnell unten. Der Chef hat eine neue Taktik um die Haie anzulocken: er füttert die kleinen Fische um sie anzulocken. Die wiederum ziehen die Haie an. Es dauert nicht lange bis die ersten Bullenhaie um uns kreisen. Teilweise kommen sie auf etwa einen Meter Abstand. Das reicht mir völlig, Körperkontakt wie mit den Mantarochen möchte ich hier lieber vermeiden. Haie haben mir zu lange Zähne dafür. Die Bullhaie sind nach den weissen Haien auch die gefährlichsten. Aber zu Tauchern sind sie ganz lieb. Ein Stachelrochen will auch noch vor die Kameras.
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    Nach etwa 20min müssen wir wieder rauf um einen zu hohen Stickstoffanteil im Blut zu vermeiden. In diesem Tiefen darf man nicht so lange weilen. Nach einem Sicherheitsstop auf 5m tauchen wir auf. Der 2. Tauchgang ist beim lokalen Riff. Auch hier gibt es sehr viel zu sehen: Moränen, Einsiedlerkrebse, Stachelrochen, ganz viele Fische und auch eine Schildkröte.
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    Obwohl ich den Zeh mit Heftpflaster verbunden habe, ist viel Sand reingekommen. Es war also eine gute Idee zu warten bis es einigermassen zu gewachsen ist, sonst hätte es sich infiziert. So wasche ich einfach den Sand raus und verbinde die dünne Haut wieder. Sicher eine Woche muss ich das noch machen bis die Haut wieder genug dick ist.

  • Gewusst wo

    Nun sind die halben Ferien durch und die andere andere Hälfte folgt sogleich.

    Einen schönen Strand will ich hier in Playa noch finden. Dazu will ich ganz in den Norden wo die Hotels aufhören. Direkt dem Strand entlang komme ich nicht weiter, da das Ufer teilweise komplett weg gespühlt ist. Ein Blick auf die Karte zeigt mir eine Strasse zu meinem Strand.
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    Der Holerweg füht tatsächlich zum unbebauten Strand. Allzu weit ist er jedoch nicht unbebaut, auch hier haben sich All Inclusive Clubs eingeschlichen. Vorbei an einer kleinen Cenote, wo Mexikaner und Möwen vergnügt baden, finde den letzten fast unverbauten Teil bevor mehr Clubs kommen. Die Bauruinen hier waren schon vor 7 Jahren da, als ich das letzte Mal hier war.
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    Zum Abendessen habe ich mit meinem Gastgeber in einer Pizzeria abgemacht. Seine Kenntnisse hier sind vorzüglich, und dementsprechend gut sind die Pizzas auch

  • Cozumel

    Schnorcheln ist angesagt. Ein kurzer Check verrät, dass der Kameraakku nocj voll ist. Mit dem Velo und meinem Schnorchelzeugs fahre ich zur Fähre nach Cozumel. Die neue und günstigste Fähre ist so neu, dass sie noch keinen Ticketverkauf hat. Die Tickets werden beim Einstigen gegeben und werden erst in der Fähre bezahlt.

    Das Velo ist gratis mit gekommen und so kan ich schön der Küste entlang nach Süden pedlen. Viele Touristen mieten einen Roller und sind damit unterwegs, scheinbar nicht immer mit Erfahrung: direkt neben mir verliert eine Frau die Kontrolle über ihren Roller und knallt auf eine Verkehrsinsel mit hohem Ranstein. Zum Glück fällt sie nicht um, aber so wie es tont, haben die Felgen arg gelitten am Randstein. Die Frau selbst hat ausser einem Kratzer am Zeh nichts abgekriegt, der Roller jetzt aber einen Platten hinten. Ich beobachte die Ganze Szene während ich mich mit Sonnencrème einreibe. Da ich braun werden will, ziehe ich sogar das T-Shirt aus.

    Oben ohne fahre ich gemütlich weiter, immer der Küste entlang. Leider ist auch hier sehr viel verbaut, so dass ich kaum am Meer selbst fahren kann. Nachdem ich auch all die riesigen Kreuzschiffe hinter mich gebracht habe, kommt endlich unverbaute Küste. Sandstrand gibt es hier nicht, dazu fehlen die Wellen, die den Sand herspühlen würde.
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    Als wieder all die All Inclusive Bunker kommen, drehe ich um und gehe in eine gemütliche Strandbar, die ich vorher gesehen habe, und nehme einen Coup. Dann wird geschnorchelt. Das Geld und der Veloschlüssel kommen ins Gehäuse der Unterwasserkamera.

    Nun raus aufs Meer. Der Boden ist sandig mit nicht so viele Korallen. Je weiter nach draussen ich schwimme, desto mehr werden es. Weiter als zu den Boyen will ich nicht, denn da düsen die ganzen Boote umher. Hier ist es auch so um die 10m tief, so kann ich schauen wie gut ich runter komme. 2 Taucher sind auch unterwegs, einer ist sogar richtig faul und hat einen Motor dabei. Nach wenigen Fotos meldet die Kamera, dass der Akku bald leer ist. Scheinbar hat die Kamera ein Problem mit der Batterianzeige, direkt nach dem Einschalten zeigt sie voll an, dann schon bald leer. Ich hätte besser den Akku getauscht am Morgen.
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    Das Wasser selbst ist, dank den fehlenden Wellen, sehr klar. Dafür ist Cozumel ja berühmt. Als Schnorchler bekomme ich ein weiteres Phänomen mit: die Oberfläche ist viel wärmer als das Meer selbst. Das ist natürlich sehr angenehm, führt aber zu einer Trüben Schicht. Häufig gibt es das genaue Gegenteil: kaltes Süsswasser schwimmt auf dem Meer.
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    Direkt an der Küste entdecke ich nochmals ein schönes Riff mit ganz vielen kleinen Fischen und Seeigeln. Das Wasser ist hier nur etwa 50cm tief, und zu Fuss unterwegs sein ist somit eine ganz schlechte Idee. Nun gibt der Akku der Kamera komplett den Geist auf.
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    Wieder draussen steige ich direkt nach dem Duschen aufs Welo und fahre weiter. Der Fahrtwind trocknet mich schon. Nach einiger Zeit kommt Hunger auf und ein Strandrestaurant erscheint. Bei Quesadillas kann ich die aufkommenden Regenwolken und die diebischen Vögel beobachten.
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    Die Wegenwolken kommen zum Glück nicht zu mir, so komme ich trocken zur Fähre und zurück.

  • Karibik

    Meinem Fuss geht’s nun schon so gut, dass ich wieder baden kann. Für einen Strandclub habe ich eine Zutrittskarte. Jedoch sind maximal 20 Gäste erlaubt mit diesen Karten. So muss ich knapp 1h warten bis ich rein komme.
    Der Pool und alles ist wirklich schön. Scheinbar ist hier alles voll mit Deutschen, denn fast alle Liegestühle im Schatten sind mit einem Badetuch besetzt. Am Pool finde ich noch einen freien, besetzt ihn und gehe ins Meer.

    Im Meer herrscht Hochbetrieb: Viele Jetskis und Parasail Boote düsen umher. Ich schwimme da lieber im abgesperrten Bereich und schaue meinen Fuss an. Dem geht’s immer noch gut, aber ich will nichts hersufbeschwören und gehe wieder zum Liegestuhl nach 20min.

  • Supermond

    Den aufgehenden Supermond über der Karibik möchte ich gerne einfangen. Im einzigen günstigen Strandrestaurant “la tarraya” esse ich um 17:00 und warte auf den Mondaufgang. Leider sind Wolken über dem Meer und er wird erst weiter oben sichtbar.

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  • La Playa

    Nach dem obligatorischen rumliegen und entspannen am Morgen sollte doch noch etwas machen. Ein Strandspaziergang kommt da immer gut. Hier hat sich einiges getan in den letzten Jahren, es sind viel mehr grössere Hotels entstanden und auch der Strand zwischen Juarez und Constituiente ist nun sehr gut gefüllt. Das Fährenterminal wurde auch umgebaut. Die Probleme, dass der Sand weggespühlt wird sind dafür geblieben!
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    Nach langer Pizza-Abstinenz in den USA findet man hier endlich gute Pizzerien! Allgemein ist hier das Essen um Welten besser und günstiger als im nördlichen Trumpland. Die Pizza ist wirklich sehr gut.

    Zum Abschluss gehe ich noch zu Manne’s Biergarten um mit den ganzen ausgewanderten Europäer zu treffen.

  • Das Ende der Quinta

    Ich bin ja auch zum Entspannen hier, und genau das mache ich jetzt: faul herumliegen bis am Mittag.

    Mit meinem verlezten Zeh kann ich noch nicht allzu weit spazieren, aber mit dem Velo geht es problemlos, denn da kann ich den Fuss hinten belasten und vorne schonen. Die 10. Avenue hat einen praktischen Veloweg, der auch kaum durch Autos gekreuzt wird, da auf der Strandseite nur noch die 5. Avenue (Quinta Avenida) als Fussgängerzone ist. Beim Playa Mamita gehe ich trotzdem an den Strand. Der war vor 5 Jahren der schönste, weil hier die Gebäude aufgehört haben und er ausser an Weihnachten nicht überlaufen war. Jetzt zeichnet sich ein ganz anderes Bild: hier sind viele Clubs mehr entstanden und der Strand ist dementsprechend voll.
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    Wieder auf dem Velo fahre ich der 10. entlang bis die Fussgängerzohne der Quinta aufhört. Dann wechsle ich auf die Quinta, die hier autofrei und der perfekte Veloweg ist, um zu schauen wie weit sie denn so geht. Kilometerweit wurde die Fussgängerzone ausgebaut und ist jetzt am verfallen.
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    Auf dem Weg zurück suche ich die Sprachschule wo ich war mit zunächst wenig Erfolg. Das Quartier erkenne ich aber wieder. Dann entdecke ich sie doch noch, scheinbar ist sie nun geschlossen. Das Restaurant El Fogón gibt es zum Glück immer noch, denn das Essen ist lecker und günstig dort!

  • Holbox

    Die Vorteile bei einem Reiseleiter zu wohnen muss ich natürlich ausnutzen. Er hat mir für heute eine Reise nach zur Insel Holbox organisiert, aber nicht mit ihm als Reiseleiter.

    Um halb 8 schon geht es los. Die Gruppen sind wie versprochen klein. 5 detuschsprachige und 5 italienische Leute mit je einem Reiseleiter. Unsere Leiterin ist aus Deutschland und interessiert sich sehr für Maya Kultur, die hier in Yucatan einigermassen verschont wurde von den Spaniern, weil es hier nichts zum klauen gab.

    Nach etwa 2h Fahrt im Bus über eine neue Bezahlautobahn und danach teilweise nicht asphaltierte Holperpisten steigen wir in Chequilà auf ein Boot um und fahren erst mal zu einer Cenote mit Süsswasser. Das Wasser ist erfrischend, aber doch so warm, dass ich darin schwimmen kann.
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    Nachdem alle wieder trocken sind, überqueren wir die teilweise sehr seichte Lagune bis zu einem Ort, wo ganz viele verschiedene Vögel direkt in Wasser stehen und fischen. Hier sind ganz viele kleine Inselchen im seichten Wasser. Um eines gehen wir rum und auf einen kleinen Holzturm hoch um einen besseren Ausblick zu haben. Das Runterkommen läuft dann leider nicht mehr so glatt wie das Raufgehen: dass die zweitunterste Stiege der Treppe fehlt merke ich erst als es zu spät ist und schneide mir den Fuss ein wenig aus. So richtig stark blutet is nicht, also ist es nicht so schlimm. Aber es tut recht weh und muss verbunden werden. Die Reiseleiterin hat für solche Fälle vorgesorgt und reinigt, desinfiziert und verbindet den Zeh. Jetzt ist halt für die nächsten Tage kein Marathon oder Schwimmen angesagt, bis es wieder einigermassen verheilt ist.
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    Auf der Insel Holbox steigen wir in ein Golfwäglchen um, durchqueren die Ortschaft bis zum Strand um dann dem Golf von Mexiko entlang zu fahren an einen besonders schönen Strand. Trotz Deepwater Horizon sieht das Meer schön blau aus. Fische hat’s aber einiges weniger, aber trotzdem esse ich am Mittag einen Fisch.
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    Vögel gibt es in dieser Gegend noch viel mehr: auf einer weiteren Insel sitzen überall Pelikane, Kormorane, Fregattvögel und andere. Eine gute Gelegenheit um die Kamera man wieder auszuprobieren bei fliegenden Vögeln. Mit 1/2000s Belichtungszeit kommen die Bilder an besten, auch wenn die Empfindlichkeit teilweise auf ISO 2000 klettert.
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    Der aufkommende Wind ist nicht ganz so praktisch, denn er bläst all das Spritzwasser auf die Passagiere. Trotzdem sind auf der Busfahrt zurück alle müde und sogar die Italiener, welche man sonst immer hört, sind richtig ruhig.

  • Regen

    Regen von Morgen bis am Abend, mit kurzen Unterbrüchen. Die Perfekte Ausrede um faul herum zu liegen. Trotzdem gehe ich am Nachmittag in einer Regenpause mit dem Velo einkaufen und werde auch gleich verregnet.

    Mit neuen Kleidern und Zopfzutaten bestückt hält die Regenpause an zum zurückfahren.

    Zopfbacken ist hier so eine Sache. Milch und Butter schmecken ein wenig anders als in der Schweiz. So lange weg von daheim hat auch bewirkt, dass ich das Rezept nicht mehr richtig in Erinnerung habe, zu viel Milch nehme und Mehl nachschütten muss. Der Zopf kommt trotzdem gut, wenn auch ein Bisschen zu wenig Salz drin ist. Mit Parmaschinken belegt schmeckt man das nicht.