Category: Costa Rica

  • Glamping

    Heute ist glamping angesagt, das ist eine Mischung aus Glamour und Camping. Wobei es mit Camping eigentlich gar nichts zu tun hat, ausser dass das Hotelzimmer eben in einem fix installierten Zelt ist und allen Komfort eines Hotelzimmers hat (ausser eine Klimaanlage, aber das ist ein Plus für mich).

    Nach dem Frühstück gehen wir an den Strand und nehmen ein Boot auf die Insel. Unser Gepäck wird gleich überall hin getragen. Wir sind zwar noch etwas früh dran, bekommen aber schon vor dem Chekin Termin ein Zelt und können uns dort ausbreiten. Die Zelte sind alle mit einigem Abstand den Hügel hoch gebaut, so dass Diana nicht soweit laufen kann. Aber sie haben auch Golfwägeli, die uns nach oben bringen.

    Wir essen gleich mal zu Mittag und da wir an den Strand wollen, haben wir kein Handy dabei. Das wäre aber nötig gewesen, denn die Karte gibt es nur noch online. Also geben sie uns ein Handy. Das Essen ist nichtmal so teuer, aber sehr gut gekocht.

    Die Kajaks sind hier inklusive, und das lassen wir uns nicht entgehen. Wir schnappen uns eins uns paddeln damit der Insel entlang. Der Wind bläst recht stark, und so lassen wir uns auch ein wenig treiben. Zum Glück, denn ich finde raus, dass ein Schuh von Diana über Board gegangen sein muss, denn er fehlt. Er ist zum Glück knallig grün und aus Schaumstoff, also schwimmt er gut uns ist gut sichtbar. Wir paddeln zurück und schauen das Meer an: nichts. Die Bojen sehen wir, aber dee Schuh muss an Land getrieben sein vom starken Wind. Wir fahren also dem Ufer entlang und sehen beide etwas grünes leuchten. Der Schuh ist wieder gefunden!

    Nun können wir endlich auf die andere Imselseite, wo es einen Strand gibt. Hier geht Diana schwimmen und ich schnorcheln. Die Sicht ist recht schlecht wegen dem Schlammboden, aber bei den Steinen sehe ich ganz viele Fische. Allzu lange bleiben wir nicht, denn schon bald geht die Sonne unter. Also paddeln wir um die Insel rum zurück.

    Den Sonnenuntergang geniessen wir dann gemütlich in den Liegestühlen und freuen uns über den farbigen Himmel über der Bucht von Nicoya.

    Sonnenuntergang über der Bucht von Nicoya
  • Tauchen

    Diana weckt mich vor Sonnenauf, da ich ihr gestern im Halbschlaf gesagt habe, dass ich das möchte. Irgendwie möchte ich jetzt aber schlafen, nur bin ich jetzt halt wach und kann auch auf Anhieb nicht mehr einschlafen. Diana hat in dieser Nacht sogar zweimal davon geträumt, dass sie den Sonnenaufgang verpasst hat: zuerst, dass der Wecker nicht geklingelt hat und die Sonne schon oben ist als sie erwacht und dann dass es regnet und man die Sonne deshalb nicht sieht. Nachdem wir gestern früh schafen gegagen sind, habe ich sogar genug geschlafen und gehe zu Diana den Sonnenaufgang schauen. Dann packen wir alles zusammen und machen uns auf den Weg.
    Denn schon früh muss ich heute auf Platz sein, denn ich habe einen Tauchgang abgemacht. Nach einem kurzen Frühstück bin ich beim Tourveranstalter und Diana frühstückt weiter. So richtig weiss ich jetzt nicht was da genau abgeht, ich muss die Quittung zeigen und dann eine Zeile mit meinen Daten ausfüllen. Dann kommt irgendwer und bringt einen Neopren, Flossen und eine Maske. Maske habe ich selbst eine, aber niemand will sie zurück haben. Es kommen noch andere Leute, aber die bekommen alle nur Schwimmwesten. Wer genau der Divemaster ist und was nun passiert weiss ich nicht. Dann gehen alle zum Boot, ich bin der einzige Taucher.
    Erst auf der Fahrt erklären sie, dass es einen kombinierten Tauch-, Schnorchel- und Inselausflug ist: zuerst werden die Leute auf Isla Tortuga gefahren, dann wird geschnorchelt und getaucht, dann werden die Schnorchler auf die Insel gefahren und dann gehe ich nochmals tauchen. Ist irgendwie schade, dass ich das vorher nicht wusste, denn Diana wäre so sicher auch gerne mitgekommen.
    Am gesperrten Strand Playa Quesera vorbei fahren wir nun hin. Der erste Tauchgang ist besser als erwartet: ich sehe Haie, Tintenfische und Seepferdchen. Korallen gibt es kaum, aber es hat viele Fische.
    Der zweite Tauchgang ist näher am offenen Meer und hat schon eine rechte Strömung wegen den Wellen, immer zieht es einem nach vorne oder hinten. Hier wächst nun aber viel mehr, an den Steinwänden sieht es aus wie wenn weisse Blumen wachsen. Auf Seefächer und kleine Korallen wachsen hier. Auch hier bin ich positiv überrascht.
    Diana hat unterdessen am Strand gebadet. Dazu hat sie ein Plastiksäckli mitgenommen mit dem Wichtigsten für den Strand. Während dem Baden hängt es an einem Baum und lädt die klettergewanten Diebe ein. Die Affen wühlen nur darin, finden nichts essbares und lassen es sein. Beim zweiten Mal lässt sie es am Strand liegen, und auch hier kommt ein Dieb mit kurzen Fingerchen vorbei und schnappt sich den leckeren Antibrumm. Als sie mir das erzählt, schauen wir beide in den Büschen nach und ich finde den Spray sogar wieder. Ganz so lecker war er doch nicht.
    Genug vom Affentheater machen wir uns aus dem Staub. Ok, zuerst essen wir noch das Mittagessen hier, dann verlassen wir die affige Staubpisten und nehmen die asphaltierte Strasse nach Paquera, wo Diana noch eine Apotheke besuchen möchte, vielleicht haben sie hier eins der Medikamente. Sie kann sogar eins bestellen und wir sind gespannt ob am Samstag etwas kommt.
    Über eine richtige Rumpelpiste erreichen wir unser Ziel: einen Strand ohne Wellen. Nur ist er auch schlammig und Diana traut ihm nicht so. Ich erkundige mal die Gegend und laufe auf ein Inseli, welches sich mit der steigenden Flut gerade vom Festland abtrennt.
    Hier übernachten wir jetzt mal und fahren dann morgen rüber zur Insel.

  • Reitausflug

    In der Nacht kommt ein Hüpftier bei uns vorbei und klopft an die Tür. Diana öffnet und es fragt: ich bin ein Hüpftier, darf ich vor deinem Haus ein wenig Rumhüpfen? Diana antwortet: ja klar, wenn ich ein Filmli machen kann davon. Scheinbar war das Filmli nicht so gut und sie hat es offenbar gelöscht, jedenfalls war keins auf dem Handy.
    Vor Sonnenaufgang erwache ich und gehe zum Strand um ein paar Fotos zu schiessen. Es hat viele Einsiedlerkrebse hier, die aus dem Meer krabbeln, da nun die Flut kommt. Der Sonnenaufgang ist nicht soo wunderschön, denn eine Insel und Wolken verdecken ihn.
    Da Diana nicht so weit laufen kann, haben wir einen Reitausflug gebucht und können direkt auf die Pferde steigen nach dem Frühstück. Der Führer ist nur ganz wenig gesprächiger als ein Fisch und reitet einfach voraus. Unsere Perde wissen selbst wo der Weg ist und meins ist sogar so frech und schnappt sich ab und zu ein wenig Gras. Wie man die Perde steuert sagt uns auch niemand, aber ich erinnere mich noch an den Ausflug in Argentinien, da haben sie mir den Gaucho-Reitstil erklärt, und so sind auch diese Pferde dressiert. Wir reiten gemütlich durch den Wald und über die Wiesen. Wir sehen viele Rehe und Kapuzineräffchen.
    Die Apotheke schreibt Diana, dass sie keins der Medikamente bestellen komnte. Somit ist die Fahrt nach Cobano abgesagt heute.
    Den Nachmittag verbringen wir wieder am Strand beim Häuschen, ich in der Hängematte und Diana am schwimmen. Es ist herrlich hier zu entspannen, insbesondere weil es hier keine Mücken hat. Zum Sonnenuntergang gehen wir zum Aussichtspunkt hoch und sehen den ganzen Strand. Erst nachdem die Sonne weg ist, werden die Wolken so richtig schön rot.
    Als es richtig dunkel ist, wollen wir in der Bioluminiszenz schwimmen gehen. Man sieht, wie die grösseren Wellen weiter draussen lechten beim brechen, näher am Strand dann nicht mehr. Zusammen gehen wir in die Wellen und sehen auch gleich wie das Wasser um uns grün aufleuchtet. Allzulange geht es nicht bis Diana von etwas gestochen wird. Ich bringe sie zurück zum Häuschen und schaue es mir an, sehe aber nichts. Da ich in solchen Dingen unbelehrbar bin, gehe ich zurück ins Wasser und werde nun auch attakiert. Zurück an Land klebt noch eins der Biester am Fuss: es sieht aus wie eine kleine, weisse Garnele, ist etwa 1cm lang und hat sich festgebissen. Scheinbar nutzen diese Biester die Bioluminiszenz aus und krallen sich an allem fest, was sich dort bewegt und somit leuchtet.

  • Curu

    Das Brot ist ganz gut gekommen, ich schneide die Hälfte und friere sie ein. Den Rest gebe ich der Hotelbesitzerin. Dann esse ich noch den Rest Pizza auf und Diana isst die Mango.
    Dann packen wir unsere Sachen so, dass wir nur das Notwendigste mitnehmen und den Rest im Hotel lassen.
    Ganz gemütlich machen wir uns nun auf den Weg nach Curu. Hier haben wir eine Kabine reserviert im Wald am Strand. Es ist ein Wildreservat hier, und wir sehen schon gleich ganz viele Affen und ein Reh. Mittagessen haben wir auch schon reserviert, aber so richtig hungrig bin ich noch nicht. Deshalb esse ich auch nicht aus und gehe das Risilo ein, dass es morgen in der Schweiz regnet.
    Wir machen noch eine Spazierfahrt mit dem Quad soweit man fahren kann. Diana kann leider immer noch nicht gut laufen, deshalb fahren wir soweit es geht und suchen dann die Brüggli.
    Die Nasenbären sind um die Kabine rum sehr aktiv: sie klettern auf die Palmen hoch und knabbern die Kokosnüsse an bis das Wasser rausfliesst. Ab und zu fällt auch eine Nuss runter, man sollte besser nicht unter die Palmen gehen.
    Der Strand ist wunderschön mit feinem Sand und ohne Leute, so dass wir zusammen baden können. Die Wellen sind auch ganz gemütlich hier, ab und zu erwische ich eine und kann sie bis zum Strand reiten. Am Strand baue ich noch eine dem Untergang geweihte Sandburg, denn die Flut steigt immer weiter und überschwemmt sie bald.
    Nur bis 18:00 gibt es hier das Abendessen. Das ist schon sehr früh, aber gut.
    Den Abend verbringen wir am Strand, zuerst beim Restaurant wo selbst ich von den Mücken zerstochen werde und dann bei der Kabine wo kein Fluss nebendran ist und es keine Mücken hat. Hier hat es kein Wifi, aber eine Milchstrasse. Um das Ganze noch besser geniessen zu können, hänge ich unsere 2er Hängematte auf und wir schaukeln unter den Sternen am Strand

  • Pizzaabend

    Beim Frühstück im Hotel entdecke ich einen recht grossen Frosch an einem Baum. Er ist gut getarnt, genau in der Farbe des Baumstamms und bewegt sich nicht. Ich habe ihn nur gesehen als er dorthingesprungen ist. Auch alle anderen Gäste hier bestaunen den Frosch, er ist eine grosse Attraktion. Auch in der Tierwelt ist der Frosch sehr beliebt: eine kleine Schlange packt ihn, ich sehe aber nur wie sich die Schlange windet am Boden. Der Frosch ist schon sehr gross für die Schlange, sie versucht ihn zu schlucken und geht dabei langsam weiter in ein Gebüsch. Ob sie es schafft weiss ich nicht, aber ich denke schon.
    Leider habe ich gestern vergessen ein Netz mitzunehmen um meinen Rucksack auf dem Quad zu befestigen, also fahre ich nach Cobano um sowas zu kaufen. Auf dem Weg sehe ich ein Motorrad mit plattem Reifen am Strassenrand. Etwas weiter stehen vor mir die Autos, es gab einen Unfall nur wenige Minuten vorher. Eine grosse Familienkutsche steht quer und auf der Fahrerseite ist der Motorraum eingedrückt. Während ich warte fährt das Motorrad mit dem Platten langsam vorbei. Etwas später kommt ein Motorrad-Abschleppgespann vorbei. Als das Krankenauto wieder abfährt lassen sie uns wieder durch. Auf der anderen Strassenseite liegt ein zerstörtes Motorrad. Ich denke mal, dass das Motorrad versucht hat in der Kurve zu überholen, und entgegen der Hoffnung des Fahrers kam jetzt halt Gegenverkehr. Bei dem Fahrstil hier, insbesondere in den Kurven, habe ich mich schon lange gefragt wieso ich noch keinen Unfall gesehen habe.
    In Cobano finde ich Gummizüge und fahre gleich wieder zurück. Das Motorrad ist schon weg und auch das Auto wird nun abgeschleppt.
    Diana war unterdessen am Strand schwimmen. Das Velo hat sie leider mal wieder im Stich gelassen: auf der Hinfahrt gab es ein kleines Loch, so dass dort alle Luft rausgieng. Ein paar Einheimische, die am Strand Party machen, sahen sofort ihre Verzweiflung, haben das Velo genommen und es geflickt. Diana hat das sehr gefreut.
    Ich koche nun die Tomatensauce und mache alle Zutaten beteit. Rob startet den Holzofen und schon bald kann ich die erste Pizza machen: Diana ist hungrig, deshalb bekommt sie eine mit Salami, Gorgonzola, Mozzarella und frischer Ananas. Als nächstes mache ich meine Lieblingspizza mit Rohschinken, Gorgonzola und Mozzarella. Die Pizzen schneide ich immer, so dass alle sich bedienen können. Nach etwa 4-5 Pizzen sind alle satt und glücklich. Ich habe aber viel zu viel Zutaten, da ich mit etwa 10 Pizzen gerechnet habe. Die friere ich nun ein für einen späteren Pizzaabend und backe aus dem Teig noch ein Brot im Holzofen.

  • Cabo Blanco

    Frühstück essen wir heute wieder im Hotel. Um dann möglichst früh auf die Strasse zu kommen. Wir fahren direkt über die Staubstrassen-Abkürzung nach Montezuma. Die Abkürzung ist schon nicht ganz ohne und recht rumpelig. Zumindest hat ea keinen Verkehr.
    In Montezuma gehen wir auch gleich weiter auf Strandsuche, auf Google Maps hat es nach Montezuma noch ganz schöne Badestrände. Über eine richtig holprige Staubpiste fahren wir nun weiter den Stränden entgegen. Auf den Satellitenfotos gibt es weiter draussen einen Wellenblocker und innen eine Badewanne. So richtig schwimmbar wird aber nichts, denn es ist Ebbe und die Badewanne ist leer. Bis weit nach draussen ist Steinboden und sonst nichts. Wir fahren noch weiter bis Cabo Blanco und drehen dann um.
    Zurück in Montezuma gebe ich erstmal das Quad in den Service und dann haben beide Hunger. Ich bestelle am einen Thonsalat und Diana Casado mit Fisch. Diana bekommt entgegen ihrer Erwartung Casado mit Poulet und ich entgegen meiner Erwartung Salat mit frischem, gebratenem Thunfisch. Das jetzt meinen Teller plötzlich doppelt begehrt: Diana hat Fisch erwartet abee keinen bekommen und ich habe sehr feinen Fisch. Also tausche ich mein Thon gegen Poulet und Diana ist richtig glücklich.
    Schwimmen kann Diana nun hier. Ich gehe einkaufen und dann fahren wir auch schon nach Cobano in die Apotheke. Die bestellten Medikamente sind leider nicht da, sie haben noch nichts bestellt weil sie noch auf eine Offerte des billigeren Händlers fragen. Wir sagen, dass uns die Zeit wichtiger ist als der Preis, und so sollten wir alles am Dienstag abholen können. Der Verkäufer freut sich richtig über schweizer Gäste und erzählt voller Freude wie er in Interlaken, Luzern und auf den Jungfrau Joch war.
    Ganz unerwartet ist heute bei Cristinas auch Livemusik. Das lassen wir uns nicht entgehen und essen dort. Es singen und spielen 2 Sängerinnen nacheinander mit ihrer Gitarre.

  • Massage

    Heute sind wir beide sehr müde und fahren endlich zu einem neu entdeckten Restaurant in Tambor. An der Hauptstrasse ist ein immer offenes, aber ein wenig verstecktes Restaurant wo wir jetzt frühstücken. Es ist ganz gut und sehr günstig. Und es passiert etwas, was eigentlich nicht sein kann: ich bestelle Kaffee, Diana aber nicht. Ich will einfach noch wacher werden und Diana hat im Hinterkopf, dass sie im Hotel noch ganz viel Kaffee hat.
    Genau dorthin fahren wir jetzt zurück, jetzt kann Diana den Koffeinspiegel endlich normalisieren. Ich hänge nun unsere Hängematte beim Hotel auf und wir hängen gemeinsam ab.
    Irgendwann geht Diana noch schwimmen und ich hänge weiter.
    Am Abend hat Diana noch einen Massagetermin im Tambor Tropical. Wir sind pünktlich da und Diana wird durchgeknetet. Mit den bezahlen wird es schwieriger, denn die Kartenzahlung geht momentan nicht. Also fahre ich ins Hotel zurück und die Masseurin fährt mir nach. Dann kann ich ihr das Bargeld geben.
    Abendessen nehmen wir natürlich im Tambor Tropical.

  • Tango Mar

    Diana möchte noch etwas in der Apotheke bestellen, also fahren wir heute nach Cobano. Das Muttagessen nehmen wir gleich hier, mir ist ein Restaurant aufgefallen, welches sonst immer voll mit Einheimischen ist. Das Essen ist sehr gut, ich nehme Poulet Curry und Diana Poulet an Champignonsauce.
    In der Apotheke kann Diana effektiv alles gut bestellen und wir fahren nach Tango Mar. Die Strasse ist schon recht holprig, aber nichts im Vergleich zu Santa Teresa. Einen ganz schönen Strand finden wir hier, aber er ist steil und die mittelgrossen Wellen brechen direkt am Strand. Einige Leute möchten baden gehen, aber kennen sich mit solchen Wellen nicht aus und sobald sie die doch recht grosse Gewalt spüren, wagen wie sich nicht mehr rein. Teilweise werden Leute einfach ungeworfen. Dabei ist die Lösung recht einfach: Kopfsprung in die Wellen im Notfall, aber besser beobachten und zu einem ruhigen Zeitpunkt schnell rein. Draussen kann man dann wellensicher schwimmen.
    Wir gehen aber beide nicht schwimmen und einen Strand weiter mit dem Quad. Jetzt sind wir an einem Strand, an dem wir früher schon mehrmals zu Fuss waren. Diana kann leider immer noch nicht annähernd soweit laufen, aber mit dem Quad schaffen wir es jetzt auch. Badbar ist auch dieser Strand nicht, weil er zu felsig ist. So fahren wir wieder über die normale Strasse nach Tambor um beim Kanadier zu baden. Wir könnten auch dem Strand entlang fahren, aber die Strasse ist eher ein Wanderweg und nicht gut befahrbar.
    Abendessen kochen wir uns selbst.

  • Verkehrschaos

    Wir brauchen langsam Bargeld, Benzin und sonst noch feine Sachen. Auch das Quad möchte nach der Staubattacke in Santa Teresa geputzt werden, also fahre ich nach Cobano zum tanken und dann gleich weiter nach Montezuma. Dort gebe ich das Quad ab und möchte eigentlich eine Pizza essen, doch die Pizzeria ist geschlossen, obwohl anfeschrieben ist, dass sie Mittagessen servieren. Lohnen würde es sich schon, denn alle anderen Restaurants sind voll.
    Also esse ich einen mittelmässigen Burger an der Strasse und schaue dem Geschehen zu. Obwohl die Strasse nur etwa 1km lang und eine Sackgasse ist, ist das Verkehrschaos perfekt. Die Strasse ist beidseitig so zuparkiert, dass sich Autos nicht mehr kreuzen können. Trotzdem möchten nun Lastwägeli die Geschäfte beliefern. Also sucht jeder Verkehrsteilnehmer irgendwo ein Plätzchen zum kreuzen, bis die Lastwägeli abladen sind und dann natürlich gar nichts mehr geht. Irgendwie schaffen sie es aber alle dorthin zu kommen wo sie möchten, und das sogar ohne Hupkonzert.
    Am Nachmittag beruhigt sich alles und ich hole das Quad ab, um damit zum Strand zu fahren. Dort lade ich alles in den Kofferraum, schliesse ab und verstaue den Schlüssel im Schlüsselfächli der Badehose. Das ist sogar pazifikwellensicher. Das muss sie auch sein, denn meine Lust auf grössere Wellen ist nicht klein, schon die erste Welle kann ich perfekt reiten uns sie spühlt mich direkt an den Strand. Das offene Haar (Haargummis halten nicht in diesen Wellen) ist damit auch so richtig eingesandet. Deshalb schaue ich, dass ich die nächsten Wellen nicht mehr so ganz richtig erwische, damit ich nicht mehr ganz so eingesandet werde. Die Wellen hier sind schon einiges grösser als in Tambor, so bis 2.5m etwa. Da kommt der Waschmaschineneffekt schon recht zu tragen, auch weil der Strand eher steil ist und die Wellen somit stärker brechen.
    Ich nutze die starken Wellen um den Sand auszuspühlen bevor ich raus geh und wasche dann den Schlüssel wie auch die Haare mit einer extra nicht weggesperrten Wasserflasche ab.
    In Cobano kaufe ich ganz feine Sachen ein und fahre zu Diana zurück.
    Dianas Bauch geht es unterdessen so gut, dass wir ins Restaurant zu Cristinas gehen. Sie haben sogar extra für Diana eine Languste bereit, und es freut mich, dass sie genug Hunger hat um die Ganze zu essen.
    Am Abend wollen wir einen Film schauen, und am liebsten machen wir das auf Youtube, denn die kommen mit der schmalen Bandbreite hier am besten zurecht. Nur gibt es den Film nur als Klickbaitversion dort, aber eigentlich ist das klar, denn neue Filme werden konsequent von Youtube gelöscht.
    Mit Diana haben wir aber noch einen Joker: in Russland stört sich niemand an Urheberrechtsverstössen und auf russischen Seiten findet man alle Filme, sogar noch bevor sie im Kino sind. Leider ist die Leitung etwas zu schmal und es gibt viele Pausen. Also machen wir einen grosse Pause und nun können wir den Film fertigschauen.

  • Kräbblistrand wird zum Affenstrand

    Beide haben endlich mal wieder gut geschlafen und Diana ist auch wieder recht hungrig. Frühstück haben wir genug, und so mache ich uns ein Rührei mit Schinken und Käse.
    Diana hat schon länger keine Kräbbli mehr gesehen, und so fahren wir mit dem Quad soweit zum Kräbblistrand wie wir können. Theoreitsch kann man auch über den Wanderweg fahren, doch das ist uns zu gefährlich. Also lassen wir das Quad am Ende der Strasse stehen und gehen den Rest zu Fuss. Dianas Knie wurde gut geschont und ist nun einigermassen fit.
    Allzuviel krabbelt nicht hier, aber das ausgelegte Brot zieht sie hervor. Aber auch in den Bäumen tut sich was: immer wieder rachelt es und wir sehen Affen vorbeiziehen. Es gibt sogar mindestens 2 Arten: solche mit schwarzem Kopf und solche mit Weissem. Zum fotografieren sind sie jedoch nicht einfach, denn obwohl ich die Kamera mit 100-400mm dabei habe, tut sich die Kamera beim Fokus auf die schwarzen Körper zwischen den Ästen schon sehr schwer. Dafür kommen die Affen immer wieder durch, manchmal sogar nur einige Meter von uns weg durch die Bäume. Dabei kommen auch einige Mütter mit einem Kind auf dem Rücken durch.
    Sogar einige Quads haben sich durch den Wanderweg gequetscht, das wäre mir schon zu rumpelig, insbesondere mit Diana hintendrauf. Aber es ist schön zu sehen, dass es gehen würde!
    Bei Sonnenuntergang machen wir uns langsam wieder auf den Rückweg und kaufen noch was fürs Abendessen ein.