Category: Travel

  • Half Moon Bay

    Um 8:00 bin ich auf und am frühstücken. Zum Glück habe ich vorher eingekauft, denn das Frühstück ist hier nicht inklusive.

    Punkt 9 bin ich wieder auf der Strasse nach Süden, vorbei am weltberühmten Half Moon Bay Flughafen. Ok, der ist nur bei Fans von Flugsimulatoren berühmt.

    Vor der Ortschaft selbst zweigt ein Veloweg ab und führt direkt dem Meer entlang, sogar für recht viele Kilometer. Irgendwann wird der Veloweg immer dünner bis er in einem Wanderweg endet. Ganz gut komme ich da auch nicht mehr voran, aber irgendwie ist es ganz schön hier. Der Wanderweg mündet in einer breiteren asphaltierten Strasse, die wiederum im Highway 1 endet. Laut Navi kommt in ein paar Kilometern wieder ein Veloweg, den ich natürlich nehmen muss. Leider ist der Veloweg gesperrt, aber der Ort ist perfekt für eine Mittagspause.
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    Der Wind ist heute anders als bis jetzt, er bläst vom Land her und ist heiss und trocken. Bei den Hügeln hier geht mein Wasservorrat doch recht schnell zuende, was ja nicht ganz so optimal ist in dieser verlassenen Gegend. Deshalb frage ich beim nächten Parkplatz einen Parkranger, wo ich denn Wasser bekommen würde. Er meint, beim Leuchtturm in 15 Meilen. Und ich soll die Augen offen halten für einen Rucksack oder Portemonnaie halten. Es wurde gerade ein Auto aufgebeochen und die Diebe werfen häufig alles unbrauchbare aus dem Fenster.

    Die 15 Mailen sind eher 10km und der Leuchtturm ist eine Jugendherberge, die per Zufall noch Platz für mich hat. Der Ort gefällt mir zu gut um weiter zu fahren, obwohl es noch nicht so spät ist.
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    Das Abendessen plane ich vor den Sonnenuntergang. Denn dann muss ich die Stimmung der Umgebung einfangen.
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    Das Hostel hier hat auch ganz gesellige Leute und der Abend vergeht so ganz schnell.

    Distanz: 48km

  • Auf Wiedersehen, San Francisco

    Die 4 gebuchten Nächte in San Francisco sind um. Aber bevor ich mich auf den Weg mache, wasche ich nochmals während dem Frühstück. Dann fahre ich direkt zu den Piers um San Francisco komplett im Gegenuhrzeigersinn zu umrunden. Dieser Weg ist nicht nur schöner, sondern auch flacher und weniger Verkehrsreich.

    Apropos Verkehr: die anderen Velofahrer machen mir vor, dass man bei rote Ampeln problemlos durchfahren kann wenn kein Auto kommt. Die Autos sind hier in der Stadt auch kleiner und umweltfreundlicher. Gefühlt jedes 2. Auto ist ein Prius. Speziell finde ich auch Auronummern auf denen nur der Name der Garage steht, aber keine Nummer.

    Zur Verabschiedung fahre ich unter der Golden Gate Brücke durch um dem offenen Ozean zu folgen. Natürlich immer schön rauf und runter, aber auch mit längeren Strecken dem Strand entlang.
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    Da ich in San Francisco nichts eingekauft habe, muss ich auf die Suche nach einem Restaurant. Das gestaltet sich schwieriger als erwartet, denn am Strand gibt’s keins. Ein Blick aufs Navi zeigt mir, dass es in ein paar Kilometer ein Nest von Fastfood Restaurants gibt. Dann gibt’s halt mal wieder ein Thonsandwich von Subway, ist auch essbar. Nebenan ist gleich ein Supermarkt, das ist ja wunderbar. Nur bin ich hier im Chinesenviertel gelandet und der Supermarkt ist chinesisch. Von lebendigen Fischen über getrocknete, nicht identifizierbere Tierteile gibt es alles. Zumindest Nüsse und Cherry Tomaten finde ich.
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    Bei der Abzweigung zum Highway 1 bin ich doch überrascht, denn da darf ich nicht rauf. Der ist hier eine ausgewachsene Autobahn ohne Zutritt für Velos. Somit muss ich eine Weile der Paralellstrasse folgen, biege aber dann wieder ab um über den HW 1 zu kommen. Bei der Abzweigung steht ein brandneuer Safeway nur für mich um meine Vorräte aufzustocken. Dort kaufe ich noch Frühstück, Gemüse und Snacks. Somit bin ich für alles gewappnet.

    Nach einer kleinen Snackpause (ich muss ja die getrockneten Bananen mit Kakaopulver probieren) am Meer finde ich den offiziellen Veloweg und folge dem. Der führt mich bald wieder auf den Highway 1, der jetzt nur noch eine Hauptstrasse ist. So schnell kann das gehen. Der Strand wechselt nun in Klippen mit Hügeln.
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    Nach 50km komme ich unverhofft an einer Jugi bei einem Leuchtturm vorbei. Da kann ich nicht wiederstehen und habe Schwein, ein Bett ist noch frei für mich. Da das Wetter schön ist und ich an der Küste bin, will der Sonnenuntergang noch fotografiert werden vor dem selbst gekochten Abendessen.
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    Distanz: 51km

  • Im Zoo

    Mein letzter Tag in San Francisco. Da ich endlich mal eine richtig schnelle Internetleitung habe, belästige ich am Morgen einige Daheimgebliebene mit Telefonanrufen. In den letzten Wochen waren die Leitungen zu schlecht dafür.

    Nach einer Pizza in einem italienischen Restaurant will ich noch an die Küste gehen und sehe, dass da noch ein Zoo ist. Nach einiger Suche finde ich sogar eine U-Bahn, die direkt dorthin fährt.

    Der Zoo selbst ist schon recht leer, viele Tiere sind wohl in Winterquartiere gebracht worden. Trotzdem kann ich einige gute Fotos schiessen.
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    Eigentlich war mein Plan danach den Sonnenuntergang am Strand zu fotografieren, aber nach der Lauferei bin ich müde und fahre direkt zurück.

    Aber so ganz nur rumliegen will ich auch nicht, und als die Zimmerkameraden mich fragen, ob ich auch in die nächste Bar auf ein Bier komme, bin ich dabei. Die Suche nach einer nicht überfüllten Bar ist nicht ganz einfach. Es läuft ein wichtiges Baseball Spiel und die Leute fiebern alle mit. Wir finden trotzdem noch eine und sind erstaunt, dass es sogar österreichisches Bier gäbe, wenn es denn nicht ausgetrunken wäre.

  • Yosemite

    Für heute habe ich mir eine Bustour zum Yosemite Nationalpark gebucht. Dazu muss ich am späten Abend (6:00) aufstehen um pünktlich beim Versammlungsort direkt bei der Jugi zu sein. Da ich gestern zu faul war um mir Futter einzukaufen, gehe ich ohne Frühstück dahin in der Hoffnung, dass ich unterwegs was erwische. Und dem ist effektiv so: als mein Bauch langsam aufwacht, gibt’s einen Stop bei einem Supermarkt und ich kann mir die Verpflegung für den ganzen Tag kaufen. Gut gepokert.

    Nach einigen Stunden vorbei an dem ganzen Stau der Gegentichtug, der nach San Francisco will, sind wir im Park und werden von perfekten Wetter und dementsprechend überwältigenden Aussichten erwartet. Bevor wir ins Hauptal kommen, gibt’s noch einen Spaziergang zu den hiesigen Redwood Bäumen. Die sind nicht ganz so hoch wie die an der Küste, aber mindestens so breit.
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    Das Yosemite Tal selbst ist wunderschön mit den Steilwänden. Das macht do richtig an zum wandern hier. Dafür bleibt jedoch keine Zeit, die Bustour ist zwar gemütlich und entspannend, aber nicht so fleixibel. Ganz überrascht bin ich, dass ich nicht der einzige bin mit einer Infrarotkamera. Ein Neuseeländer hat seine Kamera auch umbauen lassen. Er braucht sie um kontrastreiche Schwarzweissfotos zu machen.
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    Jetzt im Herbst ist auch Klettersaison. Am El Capitan kann man weit oben recht viele Kletterer erkennen, die mit viel Gepäck Tage brauchen um oben anzukommen.
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    Viele abgestorbene Bäume hier zeugen von der Dürre letztes Jahr und der damit verbundenen Borkenkäfer Invasion.

    Bei der Rückfahrt glänzt die Blechlawine aus der Stadt im roten Sonnenuntergang. Ich selbst habe auch Zeit um Pläne zu schmieden. Mein aktueller Favorit ist möglichst schnell in bis San Diego zu kommen und dann abzubiegen nach Osten in die Wüste. Den Joshua Tree Nationalpark möchte ich ganz gerne noch sehen.
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  • San Francisco

    Mein Plan für heute ist an den Strand gehen, an der Sonne liegen und Musik hören. Der bedeckte Himmel lässt das aber so nicht zu. So schlendere ich den Piers entlang und bin erstaunt, dass ich fast mehr Schweizerdeutsch als Englisch höre.

    So im allgemeinen ist San Franzisco immer noch genau so wie als ich das letzte Mal da war. Die Seelöwen liegen immer noch mit Sicht auf Alcatraz auf den Pantons. Auch alle Brücken sind noch da, und sogar das Bubba Gump Restaurant.
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    Wenn die Sitzbänke nach dem Regen wieder trocken sind, mache ich es mir da gemütlich, ansonsten halt drinnen. Irgendwie ist es noch lustig: das letzte Mal wollte ich ein Velo mieten, habe es aber gelassen. Nun habe ich ein Velo dabei, aber absolut keine Lust damit rum zu fahren. Die Beine müssen sich ja entspannen, und wer schon mal da war, weiss, dass hie kein Mangel an steilen Strassen herrscht.

    Erstaunen tut mich die alte Strassenbahn mit Seilzug. Bei der Endstation wo sie dreht ist eine riesige Schlange von Touristen, die alle mit der Bahn fahren wollen.
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    Im italienischen Viertel gehe ich auf die Jagd nach einer richtigen Pizza und werde sogar fündig. Sie ist zwar nicht ganz so gut wie in Italien, aber viel besser als was es normalerweise so gibt hier.

  • Das goldene Tor

    Die Nacht blieb zum Glück trocken und allzu viel Kondenswasser gibt es zum Glück nicht. Weil Nebel die Sonne verdeckt ist trotzdem nichts mit komplett trocknen lassen. Nur abwischen muss diesmal reichen.

    Nach einem 6-Eier Rührei geht’s auch schon los in den Süden. Da kommt wirklich ziemlich lange nichts, das Zelt aufzuschlagen war also eine gute Idee. Nach einem Hügel schlängelt sich die Strasse einer Lagune entlang, und zwar schön konstant 2m über dem Wasser!
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    Nach einem doch recht belebten Strand geht’s nochmals richtig die Küste hoch, runter und wieder hoch. Und da ist nun der Pass in die Zivilisation. Ab jetzt kommen viele Vororte, die ich alle schnell bergab hinter mich bringe und direkt den Veloweg anpeile. Der bringt mich schön der Küste entlang zur Golden Gate Brücke.
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    Den Aussichtspunkt zur Golden Gate Brücke muss ich natürlich noch anschauen gehen, das ist wohl pflicht. Natürlich Mautfrei komme  ich rüber und fahre gemütlich den Velowegen entlang zur Unterkunft.

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    Distanz: 63km

  • Das Velorennen

    Als ich aufstehe ist keine Wolke zu sehen am Himmel. Ich nutze die Sonne um das vom Kondenswasser tropfnasse Zelt zu trocknen, was etwa eine Stunde dauert, pro Seite 30min. Natürlich wische ich zuerst mal alles ab wo ich rankomme, um der Sonne etwas Arbeit zu ersparen.

    Mein Gejammer wurde scheinbar erhört, denn auf der Strasse werde ich nun von hunderten Velofahrern begleitet. Heute ist scheinbar ein grosses Velorennen in der Gegend. Irgendwie sind aber alle schneller als ich, ist ja auch klar ohne Gepäck und mit Rennvelo.
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    Auch die Temperatur steigt in angenehme Bereiche, besonders als die Strasse kurz ins Inland abzweigt. Ganz gut merke ich auch, dass heute Wochenende ist, denn es sind nun einige Horden Harleyfahrer unterwegs. Die hört man schon von sehr weit weg, aber angenehm ist es nicht von denen überholt tu werden: sie fahren immer 2 nebeneinander und kommen mir recht nahe.

    Den Verkehr habe ich zum Glück nur kurz, denn schon zweigt der Highway 1 rechts ab und lässt mich fast alleine. Nach einem kleinen Hügel wurden die Steigungen doch tatsächlich vergessen und die Strasse geht flach entlang einem Fluss. Damit man hier nicht noch etwa verwöhnt wird springt der Wind ein und bringt etwa 40 km/h Gegenwind, nur um dann wieder nachzulassen wenn es wieder rauf geht. Doch nach einiger Zeit kommt tatsächlich eine Stelle wo die Strasse für ein paar Kilometer flach dem Wasser entlang geht! Nur ist die Stelle schnell vorbei.

    Nun kommt noch die Sache mit dem Übernachten. Da Regen angesagt ist für morgen hätte ich gerne ein Hotelzimmer. Nur bin ich da immer noch am Arsch der Welt, und es ist Samstag Abend. Hotels gibt es kaum, und wenn, dann sind sie $150 und teurer. Am Morgen habe ich zusätlich noch den Fehler gemacht und das Handy geupdated, was nun zur Folge hat, dass die Tomtom App dank dem Neustart kaputt ist (das macht die immer so) und ich die Hotels nicht mehr auskundschaften kann. Bei einem Campingplatz beschliesse ich dann halt doch zu campieren, obwohl es mit $42 auch sündhaft teuer ist. Dafür dusche ich halt eine halbe Stunde.

    Den Abend klinge ich mit dem Zeltnachbar aus, der mir einen Drink und Smores spendiert.

    Distanz: 68km

  • Wieder Sonne

    Der Morgen begrüsst mich heute wieder mit Sonnenschein und einem guten Frühstück im Hotel. Weniger gut ist, dass die Reservation für San Francisco nicht klappt. Irgendetwas läuft da schief und ich kann die Reservation nicht abschliessen. Da in San Francisco sehr viel los ist, muss ich das letzte Bett in der Jugendherberge noch erwischen. Nur eben, das klappt nicht. Zumindest scheint das System den Platz noch eine Weile zu reservieren. Auch unterwegs probiere ich es erfolglos.

    Trotz Sonnenschein bleibt es kühl heute, durch den schattigen Pinienwald kann ich die Windjacke gut gebrauchen. Von der Küste selbst sehe ich wenig, die ist hinter den Bäumen versteckt. Dass es die ganze Zeit rauf und runter geht muss ich langsam nicht mehr erwähnen, das wird schon langweilig. Unterdessen glaube ich fest, dass es beim Bau der Strasse ein Missverständnis gegeben hat: die Vorgabe war, dass die Steigung maximal 10% sein darf und die Arbeiter haben verstanden, dass sie immer 10% Steigung haben müssen.
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    Da relativ wenige Autos unterwegs sind, höre ich immer wieder Vögel zwitschern. Die tönen ganz anders als in Europa. Einer tönt wie eine knarrende Tür, und so mache ich mich in den Pausen auf Vogeljagd. Den mit dem komischen Geräusch habe ich noch nicht entdeckt, aber andere schon. Ab und zu kommt ein State Park und mit der Zeit werden auch die Bäume kleiner und ich kann das Meer sehen.
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    Nach etwa 60km fange ich an, nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Das Hotel in Jenner ist mir definitv zu teuer und aber so ziemlich das einzige in der Umgebung. Ein Campingplatz fällt mir auf direkt nach der Brücke und dort frage ich mal an. Der Preis hier ist genau 100% tiefer als im Hotel, sie wollen gar nichts und kochen mir sogar noch Abendessen. Da kann man doch nicht nein sagen!

    Auch das Wifi kann ich benutzen und nachdem ich einen anderen Browser installiert habe, kann ich sogar die Jugi reservieren.

    Unterdessen hat wieder eine Regenwolke die Verfolgung aufgenommen, doch da die nicht bis San Francisco kommt, sollte ich ihr entfliehen können.

    Distanz: 60km

  • Im Niemandsland

    Der Nebel hat sich zwar nicht verzogen über Nacht, aber mindestens zum Hochnebel angehoben und so die Sicht freigegeben. Kalt ist es trotzdem, kaum über 10°C.
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    Weiter geht’s der Küste entlang auf dem Highway 1, wie gewohnt immer hoch im kleinsten Gang oder mit schieben und runter mit 50km/h im höchsten Gang. Da ich beim runterfahren immer die ganze Fahrbahn für mich brauche und die Autos hinter mir blockiere, kann das ganz selten zu einem kleinen Stau führen. Wenn ich mit 40 oder schneller die Kurvenreiche Strasse runterheize, dann will ich ganz einfach nicht, dass sich ein Auto neben mir durchquetscht. Die müssen dann halt richtig überholen oder waren bis ich unten Platz mache.

    Das ewige hoch und runter zehrt schon an den Kräften, da ich so nie in einen vernünftigen Tritt komme. Beim runterfahren bekomme ich auch schnell kalt.

    Die Nebeldecke ist auch heute sehr hartnäckig und eben kalt. Ab und zu sehe ich ein paar Rehe am Strassenrand und Vögel, die Aufwind suchen. Aber nicht wirklich erfolgreich.

    Am Nachmittag kommen zu meiner Freude sogar ab und zu ein paar flachere Stellen dazu, wo ich zumindest für ein paar Kilometer geradeaus fahren kann, bevor es wieder runter und hoch geht. Dörfer kommen höchst selten, nur alle paar dutzend Kilometer. Aber sicher ein Haus pro Kilometer ist schon da. Ich frage mich, wie man in dieser Abgeschiedenheit leben kann.

    Nach etwa 60km sehe ich in der Ferne blauen Himmel. Das gibt jetzt endlich mal Motivation zum vorwärts kommen. Der blaue Streifen kommt immer näher und auf einmal bin ich an der Sonne. Die wärmt leider nicht mehr fest auf, aber es ist trotzdem viel angenehmer. Es kommen noch 2 Dörfer bevor wieder lange nichts kommt. Im 2. Nehme ich ein Motelzimmer und gehe noch ein wenig auf Vogeljagt. Ein hübscher, kleiner Kolibri hat es mir angetan und posiert schön für meine Kamera!
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    Nach einem feinen Fisch im Restaurant mit Aussicht auf das Meer ist der Tag auch schon zuende.

    Distanz: 75km

  • Kalter Nebel

    Noch vor Sonnenaugfang erwache ich und mache mich sofort ans Werk: zuerst das feuchte Zelt abwischen, dmit die Sonne es besser trocknen kann. Ich habe es extra so aufgestellt, dass die Morgensonne auf die Seite scheint. Dann gibt’s Rührei zum Frühstück.

    Die Sonne kommt auch pünktlich hoch, doch die ersten Sonnenstrahlen ziehen nur den Nebel vom Ozean die Berge hoch. Das mit dem Zelt trockenen kann ich nun vergessen. Das wird Stunden dauern, bis die Sonne den Nebel aufgelöst hat.
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    Zumindest ist das Zelt nach dem Abwischen schon viel weniger feucht, aber innen komme ich nicht überall ran, und diese Stellen bleiben jetzt halt feucht beim Zusammenpacken.

    Durch den immer dicker werdenden Nebel bei unter 20° ziehe ich los gegen Süden über die kurvenreiche Strasse. Immer ein wenig hoch oder runter. Da die Strecke viel schöner wäre bei Sonnenschein, nehme ich es besonders gemütlich. In der Hoffnung, dass der Himmel sich klärt. Das macht er auch, aber nur versuchsweise. Sofort ist wieder alles bedeckt.
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    Vor Fort Bregg fängt eine extra Velostrasse an und verläuft durch ein Naturschutzgebiet. Dieser Weg gefällt auch einem Reh, welches kaum von mir beeindruckt dort läuft. Die Eichhörnchen ein wenig später sind da schon einfacher auf Trab zu bringen, sie huschen ständig vor mir hin und her.
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    Bei dem Nebel habe ich keine Lust allzu weit zu fahren, vor allem weil jetzt dann wieder eine längere Strecke ohne viel Besiedelung kommt. Somit ziehe ich noch weiter bis in die letzte Ortschaft Mendocino vor der Leere und kann im Hotel endlich duschen und die Kleider waschen. Auch das Internet ist recht schnell, so dass ich die weiteren Karten endlich herunterladen kann.

    Distanz: 48km