Category: Costa Rica

  • Flussüberquerungen

    Im Hotel ist kein Frühstück dabei, und wir wollen auch keins, denn in der nächsten Ortschaft wollen wir essen und jemanden über die Weiterfahrt ausquetschen. Wir haben sogar grosses Glück: ein Kaffee von einer Deutschen serviert uns gleichzeitig den besten Kaffee, die beste Omlette und das beste Brot von Costa Rica! Auch Anweisungen für die Weiterfahrt bekommen wir.

    Allzu weit ist es nicht mehr bis wir zum berüchtigten Rio Bongo kommen. Von dem haben wir schon viel gehört und wir haben viele Leute gefragt ob wir den überqueren können, denn die Strasse führt hier direkt durch den Fluss ohne eine Brücke. Macht ja auch Sinn: über alle ausgetrockneten Flüsse hatte es eine normalerweise einspurige Brücke. Bei einem grösseren Fluss nun, der auch Wasser führt hat es keine, damit die Leute ihren Spass haben und die Räder gewaschen werden. Die direkte Verbindung zwischen den Ufern geht durch einen etwas tieferen Teil, aber ein paar Meter weiter unten ist das Wasser nur einige cm tief. Ich gehe zu Fuss durch und wähle die beste Route. Diana glaubt mir nicht so ganz, dass es klappen wird, ist aber überrascht, dass wir so schnell drüben sind.

    Der zweite Fluss ist breiter. Auch hier geht es durch eine recht tiefe Stelle, aber eine Strasse geht noch ein wenig weiter und dort ist es auch nur noch einige cm tief. Das alles schaue ich zuerst zu Fuss an wie vorher und fahre dann rüber.

    Vor dem Strand werden frische Kokosnüsse verkauft, da trinken wir doch gerne eine. Frischer geht kaum, denn die Nüsse sind sicher von hier. Direkt am Strand ist die Strasse zuende, denn auf dem Strand darf man nicht fahren. Was wir natürlich nicht machen, wirklich nicht. Wir fliegen magisch über den Strand einige Kilometer weit und landen dann wieder auf der Strasse, genau so wie das auch alle anderen Autos, Motorräder und Quads machen, denn es möchte ja niemand das Gesetz brechen. Diana gefällt diese Magie sehr und der Strand ist auch sehr schön! Unser Timung ist perfekt, denn es ist Ebbe und es hat ganz viel Platz. Bei Flut müsste man übers Wasser oder über den Wald fliegen.

    Wir parkieren im Wald am Strand und essen mal wieder eine Papaya en la Playa. Der Strand ist sehr steinig und bei Ebbe ist das Meer weit weg. Es ist ganz spannend wie sich das Leben in den Gezeitentümpeln ändert je näher zum Meer ich komme. Zuerst sind nur kleine Fische drin, manchmal ein toter, grösserer Fisch. Dann kommen bald einige Einsiedlerkrebse und auch Einsiedlerkremshäuschenproduzenten. In einem Tümpel ist ein etwas grösserer Fisch, der Angst vor mir hat und über die Steine weghüpft. Ganz am Meer sind auch noch Seeigel und ganz kleine Kroallen in den Tümpeln. Zurück gehe ich gerade noch rechtzeitig, denn nun kommt die Flut und füllt alles wieder mit Wasser.

    Santa Teresa gefällt und beiden nicht wirklich, es ist alles an einer langen Strasse, die links und rechts zuparkert ist, an den Rändern die Abwasserkanäle hat. Auf der Strasse herrscht ein lauter, stinkender und chaotischer Verkehr. Teilweise ist es zumindest asphaltiert, aber da wo nicht ist alles in Staub gehüllt. Wir fahren an den Strand um etwas zu verschnaufen und ein Hotel zu suchen. Leider habe ich keien Empfang, also fahren wir weiter. Ab und zu frage ich bei einem Hotel, doch es ist alles ausgebucht. Ein Hotel hat eine extrem steile Einfahrt zur Strasse, wo man von der Strasse kommend fast runterrollt. Ich bin mir sicher, dass ein normales Auto hier an der Kante den Boden anschlägt. Auf die Strasse kommt man auch kaum, denn es geht nun extrem steil hoch und man sieht den Verkehr erst wenn man schon auf der Strasse ist.

    Mit Empfang finden wir ein Hotel und fahren gleich weiter dorthin. Leider haben wir das Hotel nicht reserviert, denn in den paar Minuten Fahrt hat uns jemand das Zimmer weggeschnappt. Beim nächsten Hotel reservieren wir nun, damit wir nicht noch weiter durch das nicht sehr heilige Teresa fahren müssen.

    Das Abendessen hole ich nun zu Fuss und wir essen im Hotel.

  • Rüttel, Rüttel

    Omletten gibt es diesmal wieder, aber leider keine mit Champignons, nur mit Schinken. Und der Schinken ist leider nicht so gut. Besser gesagt: ich würde das nicht als Schinken bezeichnen. Wobei eben: Schinken habe ich auf dieser Reise leider noch nicht gesehen.

    Wir müssen nun das Bungalo abgeben und nachdem Diana sich verabschiedet hat, machen uns auf den Weg. Der führt an der nächsten, wunderschönen Bucht vorbei. Perfekt zum anhalten und Fotos schiessen.

    Ein Hotel ist uns immer wieder aufgefallen, weil es denselben Namen hat wie Dianas lieblimgskaffee hier in Costa Rica. Da es nicht am Strand ist, haben wir dort auch nicht übernachten wollen, aber da es eine Pizzeria hat, essen wir hier zu Mittag. Die Pizza ist zwar nicht so gut wie die im Hotel vorher, aber der Belag mit Rohschinken, Gorgonzola und Champignons ist nicht zu toppen.

    Die letzte Tankstelle vor der Abgeschiedenheit will ich nicht auslassen, obwohl der Tank noch recht voll ist. Lieber zuoft tanken als mit leerem Tank stehenbleiben.

    Jetzt ist Ende Asphalt und die Schotterpisten sind auch gleich richtig schlecht, insbesondere wenn es bergauf oder bergab geht. Und am Anfang geht es eben nur rauf runter. Ich fahre schon sehr vorsichtig, aber wir werden trotzdem gut durchgerüttelt. Mit der Zeit wird es ein wenig besser.

    Beim Playa Coyote suchen wir mal ein Hotel und werden auch gleich beim 2. Anlauf fündig. Ein typisches, kleines einheimisches Hotel mit dem wirklich nur allernötigsten, und davon ist die Hälfte kaputt. Für zumindest ein Handtuch muss ich recht kämpfen, da kommen viele Ausreden wie “die werden immer gestolen” und “die Gäste trocknen damit den Boden vor der Dusche”. Ersteres Problem haben alle Hotels und trotzdem hat es 5 Tücher pro Doppelzimmer und Letzteres ist ein normaler Anwendungsfall. Dafür werden die Tücher ja auch (hoffentlich) gewaschen.

    Wir sind aber nicht wegen den Tüchern hier, denn das Hotel ist es direkt am wunderschönen, einsamen Strand. Während ich in den Wellen schwimmen gehe, geniesst Diana den Strand. Die Wellen brechen hier über eine sehr weite Stecke von sicher 50m, da der Strand so flach ist. Dabei sieht man vom Strand aus wie bis zu 6 Wellen gleichzeitig brechend an den Strand rollen. Zum Wellenreiten ist das weniger gut, da ich es kaum schaffe auf eine Welle aufzuspringen.

    Direkt nebenan ist ein Restaurant, welches von einer Deutschen geführt wird. Sie hat es vor 17 Jahren entdeckt und liebt die Abgeschiedenheit hier. Den Abend verbringen wir im der Hängematte am Meer und geniessen die Ruhe und den Mondschein. Ohne künstliches Licht sehen wir auch wunderschön wie die grösseren Wellen die Biolumineszenz anregen, dabei grün-blau leuchten und dann schnell wieder verblassen.

    Den Monduntergang über dem Meer lassen wir uns auch nicht entgehen, eigentlich dachte ich, dass er einfach so ins Meer platscht, aber in Wahrheit löst er sich vorher auf. Danach ist es so richtig dunkel und wir geniessen die nun freie Sicht auf die Milchstrasse und sehen sogar das Kreuz des Südens. Die Biolumineszenz sehen wir nun umso besser. Teilweise fangen die Wellen nur an einem Punkt an zu brechen und gehen dann in die Breite, da leuchtet nur der Teil stark, welcher gerade frisch bricht. Das sieht dann aus wie ein Wurm mit einem leuchtenden Kopf, der sich über das Wasser bewegt. Manchmal bricht eine Welle gleich auf der vollen Breite, dann leuchtet ein ganzes Band auf einmal.

  • Die andere Seite

    Gestern konnten wir Omlette zum Frühstück bestellen, heute gab es die noch nie. Naja, dann nehmen wir halt Rührei, ich habe keine Lust zum diskutieren.

    Es hat starken Wind heute, die Böen reissen die nicht verankerten Sonnenschirme mit sich und die Schattenbadenden Gäste wissen gar nicht wie ihnen passiert. Nur links und rechts hat es je einen Liegestuhl mit fixem Palmendach, und hier beschert uns der Wind ein Geschenk: Die vielen Deutschen hier im Hotel haben es in den Genen, früh am Morgen die Stühle mit dem Strandtuch zu reseevieren um am Nachmittag dann mal vorbeitzschauen. Der Wind hat die Tücher weggeblasen und somit offiziell die Reservationen aufgehoben. Jetzt haben wir einen schönen, schattigen Liegestuhl und der Reservierer kommt nichtmal. Irgendwie richtig fies, denn so bleiben die schönen Stühle fast die ganze Zeit unbenutzt. Als Hotelbesitzer würde ich die Tücher nach 1h einsammeln. Als wir weggehen, wird der Stuhl gleich weiterbenutzt.

    Da Diana die Ortschaft noch nicht gesehen hat, schauen wir uns nun mit dem Quad um. So wirklich viel zu sehen gibt es nicht, aber es hat viele kleine Restaurants. Auf dem Plan steht nur Kleider anschauen, Geld rauslassen und Mittagessen. Das machen in einem mexikanischen Restaurant. Die Quesadilla ist ganz gut, aber nicht zu vergleichen mit Mexiko.

    Am Nachmittag schauen wir die andere Seite des Strandes an. Über ganz viele Geschwindigkeitshügel geht es um die Kurven dorthin. Es hat sogar sowenig Wellen, dass Diana schwimmen kann. Ein kleines Mädchen schwimmt anscheinend nicht gerne alleine und gesellt sich zu ihr.

    Da die Massage gestern so gut tat, lässt sich Diana nochmals göttlich massieren. Danach fühlt sie sich so richtig leicht und befreit.

    Zum Abendessen haben beide Lust auf Thunfischsteak. In der Schweiz findet man es kaum, denn dafür braucht es frischen Thunfisch. Es ist wunderbar.

    Den Abend verbringen wir auf die Zeit wieder auf einem Liegestuhl und schauen gemeinsam den Sternenhimmel an. Als der Mond weg ist, sieht man sogar die Milchstrasse einigermassen, aber um sie gut sehen zu können ist einfach zuviel Licht in der Ortschaft.

    Das Bungalo ist so richtig mückig heute, ich sitze da und jede Minute schwirrt ein Todeskandidat an und möchte mit dem Mückenschläger gegrillt werden. Es ist irgendwie schade, dass das Bungalo durchlässige Wände aus Ästen hat wo die Mücken einfach so reinschwirren können. Ich hätte viel lieber undurchlässige Wände und Fliegengitter anstatt Fensterscheiben. Auch die Einrichtung ist etwa speziell, denn ich hätte lieber ein Sofa oder ein Tisch mit Stühlen anstatt ein fast leerer Keramiktopf (nur mit Mücken drin), der so aussieht wie ein riesiger Nachttopf.

  • Im Hotel

    Als ich aufwache schläft Diana noch wie ein Engel, als verdrücke ich mich heimlich und telefoniere mit einem Arbeitskollegen um mal wieder zu erfahren was alles so gelaufen ist. Dann erwischen wir noch ein Frühstück.

    Am Vormittag ist Ebbe und die Wellen kleiner, da ein Teiö davon am nun aus dem Wasser ragenden Riff vor der Bucht bricht. Für mich ist es immer noch wunderschön zum Wellenreiten, imsbesondere weil es nun keine Surfer hat. Für Diana sind die Wellen auch jetzt noch zu gross.

    Eine Vereinssitzung kann ich dank Telefonkonferenz auch gleich am Strand erledigen, aber dann essen wir auch schon zu Mittag.

    Beim Strandspaziergang kann Diana leider nicht dabei sein, das wäre zuviel für ihr Knie. Ich gehe aber zum Ende des Strandes und überquere auch gleich einen rückwärts fliessenden Fluss. Das gibt es natürlich bei aufkommender Flut häufig, denn das Meer drückt nun das Wasser flussaufwärts und bildet dort einen See, in dem Kinder schwimmen und spielen. Diana lässt sich währenddessen den Rücken massieren.

    Da wir einen späten Mittag hatten, sind wir nicht so schnell hungrig, aber eine Pizza muss schon sein, diesmal eine mit Salami und Gorgonzola. Das ist definitiv die beste Pizza von Costa Rica, die ich nicht selbst gemacht habe!

    Da der Pool am Abend so schön beleuchtet ist, gehe ich noch ein wenig schwimmen während Diana am Pool von den Mücken genüsslich ausgesaugt wird bis sie sich dick einkleidet. Im Zimmer hat es nun weniger Mücken, nachdem ich gestern mit der elekteischen Mückenklatsche gut aufgeräumt habe. Die dicksten waren dabei innerhalb des Mückennetzes vom Bett und haben die vorherigen Gäste ausgesaugt.

  • Spätes Essen

    Das Hotel hat leider kein Frühstück, aber wir sind ja in einer Stadt, da werden wir schon was finden. Aber den kleinen Hunger stillen wir mit Keksen.

    Diana möchte noch Reserve-Kohletabletten und so suchen wir die Apotheken ab. Scheinbar iat das hier nicht so gebräuchlich, denn sie findet keine. Erst als ich die letzte Apotheke abklappere, werde ich fündig. Allzu schöne Restaurants finden wir aber nicht, erst nach der halben Strecke ins Ziel finden wir ein einheimisches Lokal, eine Soda. Dafür essen wir nun gleich zu Mittag.

    In Samara schauen wir zuerst ein Hotel an, welches erwas weiter weg vom Strand ist, dafür halbwegs billig. Das ist aber schon voll und so gehen wir an unsere nächste Wahl, eins direkt am Strand. Hier ist nur noch das Familienbungalo frei, welches halt etwas teurer ist. Das gönnen wir uns aber jetzt, denn das Lokal ist wunderschön mit einem von Bäumen umgebenen Pool und dem Restaurant direkt am Strand.

    Die Wellen sind recht hoch hier, perfekt für Surfer. Von denen hat es demnach ganz viele hier. Ich suche eine Lücke zwischen den Surfern und reite die mittelgrossen Wellen(1.5m) auf dem Bauch. Manche spühlen mit 10-20m weit direkt an den Strand. Es ist wunderbar! Die Wellen sind hier absolut perfekt um auf dem Bauch runter zu rutschen, es ist noch viel besser als eine Wasserrutschbahn! Für Dianas Geschmack ist das alles aber nicht so Spassig, sie mag die Wellen lieber im Centimeter- als im Meterbereich. Deshalb hat sie einen schönen Pool zum schwimmen.

    Was ich bis jetzt nicht wusste ist, dass das Restaurant einen Holzofen mit italienischem Pizzaiolo hat. Das merkt man, denn die Pizza ist sehr gut. Einzig der Schinken ist nicht soo gut, aber hier in Costa Rica findet man auch kaum guten Schinken.

    Den Abend verbringen wir zusammen auf dem Liegestuhl am Strand und beobachten die Wellen. Es ist nun Ebbe und wir sehen wie die grösseren Wellen grün-blau leuchten. Auch am Horizont leuchtet es ab und zu wo die Wellen aufs Riff treffen. Wir sind uns sicher, dass hier Bioluminiszenz am Werk ist. Schwimmen gehen wollen wir aber nicht, die beissenden Dinger von Curu wollen wir nicht nochmal haben, und die Wellen sind auch zu gross.

  • Der letzte Strand

    Wir verlassen nun die Piratenhöhle und fahren westwärts. Hier gibt es noch einige Inseln im Golf, die wir besuchen möchten. Bei der Insel Venado haben wir Pech: es ist Ebbe und zu den Booten müssten wir weit durch den Schlamm gehen, das wäre nicht gut für Diana. Bei der Insel Chira haben wir mehr Glück: Die Flut kommt langsam, und als wir fertig sind mit dem Mittagessen, können wir mit einem Tranaporteur mit. Er versorgt die Insel mit allem möglichen und lädt sein Boot mit Essen für ein Restaurant voll.

    Dem Fluss entlang fahren wir durch die Mangroven. Er zeigt uns auch wo die Krokodile sind und hält neben einem an. Es ist schon recht gross und schwimmt weg. Dann überqueren wir die offene Bucht und kommen zur Insel. Die Seite hier ist nicht so schön, deshalb lassen wir uns auf die andere Seite fahren, und zwar so richtig stilecht auf der Ladefläche eines Pickup Trucks.

    Der Strand der Toten ist in der Nähe von Pochote, irgendwie genau wie in Tambor. Es ist der letzte Strand in der Bucht von Nicoya, sonst hat es hier nur Mangrovenwälder, keine Strände mehr. Wir geniessen den Strand noch ein wenig und machen uns dann wieder auf den Rückweg.

    Den Rest der Fahrt ist auch noch recht schnell, obwohl wir heute die weiteste Fahrt haben bis jetzt. In Nicoya kaufe ich erstmal neue Flipflops, die Alten haben den Schlamm nicht überstanden. Dann bekommt Diana endlich wieder erwarten bestellte Medikamente in einer Apotheke uns wir finden auch gleich im ersten Anhieb ein passendes Hotel.

    Zum Abendessen sucht Diana ein Steakhouse aus. Das ist zwar etwas weiter zun fahren, aber man kann draussen sitzen. Das Essen ist dafür sehr gut, das hat sich gelohnt.

  • Roma del Mar

    Nach dem Frühstück machen wir uns auf zum Strand Roma del Mar. Er ist ganz hübsch und klein, es gibt aber einige Einheimische hier mit Grill und Kühlbox. Wir essen im Restaurant, denn es ist eine Pizzeria! Die Pizza ist recht gut, aber an meine kommt sie nicht ran. Diana ist hungriger ala ich und muss trotzdem viel länger warten als ich. Dafür ist das Fleisch dann auch schon kalt, scheinbar war es mit der Pizza fertig und blieb dann liegen.

    Auf Dauer wird die Schaukel am Strand etwas unbequem, deshalb hängen wir die Hängematte zwischen zwei Palmen und schaukeln da weiter. Natürlich schwimmen wir auch im wellenfreien Meer. Einige Einheimische versuchen sich im schiefern und bekommen meistens max 3 Sprünge hin, einmal sogar 4. Das spornt mich auch an, und ich bringe über 8 hin. Scheinbar habe ich es noch nicht verlernt.

    Das Abendessen habe ich ja schon bestellt: einen Hamburger. Der ist zwar nicht auf der Karte, dafür umso besser. Das ist der Beste, den ich in Costa Rica bis jetzt hatte!

    Dazu gibt’s dann später sogar noch Live-Musik. Einer, der das Hotel am ausbauen ist übt mit einem Kollegen. Die Kombimation Querflöte, Mundharmonika und Gitarre ist eher ungewöhnlich, tönt aber sehr gut!

    Billiard spielen wir nun zum Schluss des Abends. Diana spielt schon besser als ich, und deshalb gewinnt sie auch die erste Partie. Bei der zweiten Partie habe ich Glück und gewinne!

  • Playa Blanca

    Nach dem Frühstück im Hotel sind wir beide noch etwas müde und entspannen uns im Bett. Dann kaufen wir aber Dianas Lieblingsessen ein: Papaya en la Playa. Davon kaufen wir gleich 2, eine für morgen.

    Jetzt machen wir uns auf den Weg zu einem Strand. Eigentlich wollen wir zum Playa Bonita, doch der Durchgang ist verboten, also fahren wir weiter zum Playa Blanca. Der hat wirklich schönen, weissen Sand und ist auch wunderbar zum baden geeignet. Wir essen hier was und ich häne die Hängematte an einen Baum. Eine Tico-Grossfamilie macht sich neben uns auch breit und bringt den Standard-Tico-Strandsatz mit: Decke, Kühlbox und einen koffergrossen Akkulautsprecher. Nur ein Feuer machen sie nicht, grillieren wäre eigentlich auch normal. Vor Sonnenuntergang werden sie von einem Pickup Truck abgeholt und die ganze Sippe steigt hintendrauf.

    In der Hängematte

    Wir fahren auch kurze Zeit später los um den Sonnenuntergang beim Fährhafen zu sehen. Der ist zwar zu, aber viele Einheimische hängen hier rum. Ein Bisschen zu viele für unseren Geschmack, also schiessen wir ein paar Fotos und fahren zum Hotel zurück.

    Sonnenuntergang beim Fährhafen

    Das Abendessen ist wieder sehr gut hier: es gibt für mich Penne Bolognese und für Diana eine Garnelenlasagne

  • In die Piratenhöhle

    Frühstück ist nicht inbegriffen, also packen wir und suchen ein Frühstücksrestaurant. Ganz einfach ist das nicht, wir finden nur solche, die erst zum Mittagessen öffnen. Also kaufen wir erstmal das Mittagessen ein und fahren weiter, bis wir was gutes finden. Bargeld brauchen wir auch noch, und auch das ist nicht einfach, aber machbar. Ein Bankomat geht gar nicht, der andere nur mit der Travel Cash Karte.

    Das Ziel ist der Playa Naranja und die Strasse dorthin ausnahmsweise mal sehr gut und breit. Es geht auch über kleine Pässe von ein paar 100m Höhe. Allzu schnell mag ich auch hier nicht mit dem Rumpelquad fahren, aber es überholen auch nicht viel Autos.

    Laut Karte hat es beim Zielstrand ganz viele Hotels, doch von der Strasse aus sieht es mau aus. Erst auf dem Satellitenbild sehe ich die Strasse zu den Hotels. Unser bevorzugtes ist zu, aber nebendran ist Perla Negra, die Schwarze Perle oder eben The Black Pearl, das Schiff von Capitan Jack Sparrow. Es ist gebaut wie eine Piratenhöhle und auch die Zimmer sehen gut aus. Also bleiben wir jetzr mal hier.

    Zum Playa Naranja können wir nicht komplett faheen, da jetzt Flut ist. Aber die paar Meter kommt Diana auch so und wir spannen unsere Hängematte an zwei Bäumen auf. Hier liege ich nun während Diana ab und zu schwimmen geht.

    Beim zurückfahren ist das Meer nun zurückgegangen und ich kann Diana mit dem Quad abholen.

    Das Essen im Hotel ist sehr gut, ich freue mich über die Abwechslung und bestelle eine Lasagne. Einen Billiard Tisch haben sie auch zur freien Benutzung, und das nutzen wir nun aus. Diana und ich haben beide schon ewig lange nicht mehr gespielt und sind etwa gleich gut, wobei Diana noch ein wenig besser ist. Sie gewinnt, obwohl ich mich mit Bier dope.

    Playa Naranja
  • SUP

    Das Frühstück am Meer ist ganz gut, ich nehme eine vegetarische Omlette. Die wäre aber mit gutem Schinken noch viel besser, aber das hat es nicht.

    Nach dem Frühstück geniessen wir noch ein wenig das Zelt und müssen dann schon auschecken. Weg sind wir dann aber noch lange nicht. Wir schnappen uns ein SUP und merken, dass die wirklich nur für eine Person sind, denn zu zweit geht es unter. Also nehmen wir noch eins mehr und fahren los, mit den Schuhen in Sicherheit an Land. Mit dem SUP kommen wir schon viel besser vorwärts als mit dem Kanu, das liegt aber sicher dran, dass wir damit auch schon ganz viel Übung haben. Da wir heute viel früher dran sind als gestern, ist jetzt noch Flut und die Insel sieht ganz anders aus als gestern bei Ebbe. Wir machen einen Fotostopp bei den Mangroven und fahren weiter zum Felsen im Wasser wo ich schnorcheln möchte. Unterwegs sehen wir einen Stachelrochen unter uns schwimmen. Als Diana etwas müde wird, nehme ich sie ins Schlepptau, was sie sehr geniesst.

    Beim Felsen hat es viele Rotalagen und man sieht fast nichts. Dianas SUP ist immer noch mit meinem verbunden, also binde ich Dianas SUP an meinen Fuss und schnorchle trotzdem los. Diana schwimmt um die SUPs. Als sie fertig ist, legt sie sich auf ein SUP und ich schnorchle in Richtung zurück. Mit den Flossen bin ich da ganz schnell unterwegs und es tut ganz gut die Arme zu entlasten.

    Wenn beide normal paddeln ist das auf Dauer doch weniger anstrengend. Leider kommt der Nachmittagswind nun wieder auf und macht das paddeln nun viel mühsamer. Die letzten 500m schleppe ich Diana wieder ab, denn ich bekomme recht Hunger.

    Eine Pizza zum Mittagessen kann ich mir einfach nicht verkneifen, obwohl ich weiss dass es nicht die Beste sein wird. Allzu schlecht ist sie trotzdem nicht.

    Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Paquera, wo wir übernachten. Das Hotel ist schon gebucht und nach dem Check-in suchen wir ein Meeresfrüchte-Restaurant. Am Dorfrand ist ein sehr unscheinbares, welches uns unteressiert. Wir bestellen einen Red Snapper zum teilen, da wir spät zu Mittag gegessen haben. Es kommen zwei kleine zum Preis von einem. Ich gebe tüchtig Trinkgeld, das haben wir nicht erwartet.